Schonende Beseitigung

Warum Sie Schnecken künftig einfrieren sollten

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Nacktschnecken treiben Gärtner zur Weißglut, denn sie fressen, was sie finden können. Eine sanfte Bekämpfungsmethode ist das Einfrieren.

Schnecken einfrieren? Was zuerst klingt wie eine etwas gewöhnungsbedürftige Zubereitungsstufe aus der französischen Küche, ist in der Tat eine effektive und vergleichsweise angenehme Methode, die Weichtiere für immer aus dem Garten zu verbannen. Was Sie dabei beachten sollten, lesen Sie hier.

Die Schnecken „schlafen“ ein

Im Gemüsebeet sind Schnecken Feind Nummer Eins.

Schneckenkorn, Kaffeesatz, Gesteinsmehl, Bierfallen oder Pflanzen, die Schnecken gar nicht mögen: Im Kampf gegen die Weichtiere im Garten ist den meisten Gärtnern jedes Mittel recht. Doch wenn die Schnecken immer wiederkehren oder Sie den qualvollen Tod in Bierfallen nicht mit Ihrem Gewissen vereinbaren können, sollten Sie folgende Methode in Betracht ziehen. Das sind die Vorteile davon, Schnecken einzufrieren.

Zehn Pflanzen, die sich leicht vermehren lassen

Avocadokern im Glas
Aus einem Avocadokern kann man eine neue Pflanze gewinnen. Dafür steckt man drei Zahnstocher in den Kern und platziert ihn auf einem Wasserglas. Der Standort sollte hell und warm sein. © Heike Rau/Imago
Geldbaum
Den Geldbaum kann man über Trieb- oder Blattstecklinge einfach vermehren. Diese kann man einfach in ein Wasserglas stellen und abwarten. © Marcus Beckert/Imago
Flieder
Flieder wird durch Stecklinge vermehrt. Im Frühjahr zur Blütezeit schneidet man dafür Kopf- oder Teilstecklinge mit mindestens drei Blattknoten aus den unverholzten Trieben. © Gabriele Hanke/Imago
Aloe vera
Bei der Aloe vera eignet sich die Stecklingsvermehrung besonders gut im Frühling. © Nik West/Imago
Orchidee
Je nach Orchideen-Art bieten sich drei unterschiedliche Methoden zur Vermehrung an: über Kindel, durch Teilung oder mit Stecklingen. © Stock&people/Imago
Monstera
Monstera wird vermehrt, indem man Stecklinge schneidet und in Wasser oder Erde bewurzeln lässt. © Prill Mediendesign & Fotografie/Imago
Drachenbaum
Drachenbäume werden ebenfalls über Stecklinge vermehrt. Das ist auch im Wasser möglich. © Pawopa/Imago
Buchsbaum
Im Spätsommer oder Herbst kann der Buchsbaum durch Stecklinge vermehrt und direkt ins Beet gepflanzt werden. © Carmen Steiner/Imago
Grünlilie
Grünlilien lassen sich einfach vermehren. Stellt man die Kindel in ein mit Wasser gefülltes Glas kann man nach wenigen Tagen erste Wurzeln sehen. © Bhupendra Singh/Imago
Birkenfeige
Die Birkenfeige wird über Stecklinge vermehrt. Dafür steckt man zwei bis drei entblätterte Triebspitzen in einen Topf mit Anzuchterde und deckt ihn mit Folie ab. © Imago
  • Zuerst müssen Sie die Schnecken einsammeln. Dafür eignet sich der Morgen oder Abend, insbesondere nach einem Regenguss.
  • Geben Sie die Schnecken in eine Box oder eine Tüte und legen Sie sie für einige Stunden in die Gefriertruhe. Dann können Sie die Tiere in der Bio- oder Restmülltonne entsorgen. Auf den Kompost gehören sie nicht, da sie so nur Artgenossen anziehen würden, wie das Umweltbundesamt betont.
  • Beim Erfrieren schlafen die Schnecken langsam ein, es ist für sie eine vergleichsweise schonende Methode zur Beseitigung, anders als das Zerschneiden oder Überbrühen. Die Temperaturen sollten dafür etwa minus 20 Grad haben, denn nur dann bewirken sie, dass das Nervensystem Schmerzen und Stress nicht mehr weitergeben kann.
  • Insbesondere die Spanische Wegschnecke gilt als sehr hartnäckig und vertreibt andere Arten. Deshalb empfehlen sogar Fachleute, diese Art zu töten.

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Alternativ zum Einfrieren können Sie die Tiere natürlich auch an einer anderen Stelle, die weit genug entfernt von Ihrem Grundstück ist, wieder aussetzen. Der Wald ist hier eher ungeeignet, da dies der Lebensraum von anderen Schneckenarten wie der Waldschnecke ist, so SFR.ch.

Rubriklistenbild: © Imagebroker/Imago

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