Klare Regelung

Nebelschlussleuchte: Darf man sie auch bei Regen einschalten?

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Auch bei leichtem Nebel oder bei Regen aktivieren manche Autofahrer die Nebelschlussleuchte. Doch: Ist das eigentlich erlaubt?

Mit dem Herbst beginnt für Autofahrer eine eher unschöne Zeit: Hat man keine Ganzjahresreifen montiert (was inzwischen immer mehr Autobesitzer bevorzugen), steht der Wechsel auf Winterreifen an. Nasse Blätter auf der Straße können schnell zur Gefahr werden und die Scheiben neigen dazu, häufiger zu beschlagen. Hinzu kommt der Nebel, der das Fahren in der „dunklen Jahreszeit“ keineswegs erleichtert. Aber wann ist es eigentlich erlaubt, die Nebelschlussleuchte zu aktivieren?

Nebelschlussleuchte: Der Einsatz ist streng geregelt

Es ist nicht ungewöhnlich, dass so mancher Autofahrer die Nebelschlussleuchte auch bei Regen oder leichtem Nebel einschaltet. Doch: Dies ist nicht zulässig, da die Gefahr besteht, dass der nachfolgende Verkehr dadurch geblendet wird. Die Nebelschlussleuchte darf nur dann aktiviert werden, wenn die Sichtweite aufgrund von Nebel auf weniger als 50 Meter reduziert ist – auch innerhalb von Ortschaften. Um diese Entfernung abzuschätzen, können sich Fahrer an den Leitpfosten am Straßenrand orientieren, die normalerweise in einem Abstand von 50 Metern aufgestellt sind.

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Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h bei aktivierter Nebelschlussleuchte

Sobald die Nebelschlussleuchte eingeschaltet ist, muss die Geschwindigkeit reduziert werden – für Pkw gilt dann eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Diese Regelung ist in § 3 Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO) festgelegt: Bei Sichtweiten von weniger als 50 Metern dürfen Fahrzeuge dieses Tempo nicht überschreiten – und erst ab dieser Sichtweite ist das Einschalten der Nebelschlussleuchte erlaubt.

Wann die Nebelschlussleuchte eingeschaltet werden soll, ist in Deutschland streng geregelt. (Symbolbild)

Regelungen für Nebelscheinwerfer sind weniger streng als für die Nebelschlussleuchte

Die Regeln für die Nutzung der Nebelscheinwerfer sind deutlich weniger streng als für die Nebelschlussleuchte. Laut ADAC und DEKRA dürfen diese immer dann zusätzlich zum Abblendlicht eingeschaltet werden, wenn die Sicht durch Nebel, Regen oder Schneefall „erheblich“ beeinträchtigt ist. Die Nebelscheinwerfer verbessern die Sicht speziell bei Nebel, da ihr Licht flach über die Straße streut und diese so besser beleuchtet.

Rentners Liebling: Diese zehn Modelle haben den höchsten Senioren-Anteil

Nissan Qashqai
Platz 10 – Nissan Qashqai: Erst in diesem Jahr hat der SUV ein Facelift bekommen. Seine Fahrer gehören jedoch zum älteren Semester. 29,2 Prozent der Besitzer sind laut Verivox 65 oder älter. Das durchschnittliche Alter liegt bei 57,2 Jahren. © Nissan
BMW X3
Platz 9 – BMW X3: Mit einem Seniorenanteil von 29,2 Prozent hat es der SUV knapp unter die besten Zehn geschafft. Im Durchschnitt sind die X3-Fahrer laut Verivox 56,5 Jahre alt. © Uwe Fischer/BMW
Hyundai Kona N
Platz 8 – Hyundai Kona: Auch das koreanische SUV schlägt sich gut in der Gunst der deutschen Rentner. 29,8 Prozent sind älter als 65 Jahre. Durchschnittlich ist der Kona-Fahrer 57,9 Jahre alt. © Hyundai
Mercedes SLK
Platz 7 – Mercedes-Benz SLK: Ohne einen Mercedes kommt dieses Ranking nicht aus. Der Sportwagen SLK ist dabei ein wahrer Rentner-Magnet. 29,9 Prozent der Besitzer sind laut Verivox über 65 Jahre alt. Im Schnitt liegt das Alter bei 59,9 Jahren. © Pond5 Images/Imago
Honda Jazz
Platz 6 – Honda Jazz: Eigentlich legt es der Name ja schon nahe, dass der Kleinwagen ein Hit bei den Rentnern ist. Mit 30,6 Prozent ist fast jeder dritte Jazz-Fahrer ein Senior über 65. Das zeigt sich auch beim Durchschnittsalter von 56,9 Jahren. © Depositphotos/Imago
Mercedes-AMG GLC 43 4MATIC Coupé
Platz 5 – Mercedes-Benz GLC: Mit dem SUV ist ein weiteres Auto mit dem Stern in den Top 10 vertreten. Der Ü65-Anteil liegt bei 34,1 Prozent. Im Schnitt sind die GLC-Fahrer 58,7 Jahre alt. © Mercedes-Benz
Audi Q3
Platz 4 – Audi Q3: Auch die Ingolstädter haben es mit einem Modell in das Ranking der Renter-Schlitten geschafft. Der Q3 hat einen Senioren-Anteil von 34,3 Prozent. Das Durchschnittsalter liegt bei 58 Jahren. © Audi
BMW X1
Platz 3 – BMW X1: Auch der kleinere BMW-SUV zieht die ältere Generation an. 34,5 Prozent der X1-Käufer sind über 65, wie die Daten von Verivox zeigen. Das Durchschnittsalter liegt bei 58,2 Jahren. © Fabian Kirchbauer/BMW
Škoda Yeti
Platz 2 – Škoda Yeti: Von 2009 bis 2017 lief der SUV der VW-Tochter vom Band. In Deutschland wurde der Yeti insgesamt 162.427 Mal neu zugelassen. Nicht zuletzt auch dank seiner Praktikabilität. Ob er auch deswegen bei den Rentnern so gut ankommt? Der Anteil der über 65-Jährigen liegt laut Verivox bei satten 38,8 Prozent. Das spiegelt sich auch im Durchschnittsalter der Yeti-Fahrer wieder: Das liegt nämlich bei 60,8 Jahren. © Škoda
Mercedes-Benz B-Klasse
Platz 1 – Mercedes B-Klasse: Dass es ein Auto aus Stuttgart auf die Spitzenposition schafft, dürfte wohl nur die wenigsten überraschen. Es ist nicht A-Klasse, wie man wohl vermuten würde. Die landet lediglich auf Platz 22. Den Sieg holt sich stattdessen die von 2005 bis 2011 gebaute B-Klasse – mit einem Rentner-Anteil von sagenhaften 46,3 Prozent. Das Durchschnittsalter der Fahrer ist mit 61,5 Jahren ebenfalls am höchsten. © Mercedes-Benz

Nebelschlussleuchte: Diese Bußgelder drohen bei falscher Verwendung

Wer die Nebelschlussleuchte bei relativ guter Sicht aktiviert, muss mit einem Verwarnungsgeld von 20 Euro rechnen. Sollte durch das unnötig eingeschaltete Licht ein anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet oder gar ein Unfall verursacht werden, steigt das Bußgeld auf 25 bzw. 35 Euro. Im umgekehrten Fall gibt es jedoch keine Strafe: Wenn Sie die Nebelschlussleuchte trotz Sichtweiten von weniger als 50 Metern nicht einschalten, hat das keine Konsequenzen. Es gibt kein Gesetz, das Autofahrer zum Einschalten der Nebelschlussleuchte verpflichtet.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

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