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Zwei Schädlinge, die Sie im Herbst bekämpfen müssen

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Im Herbst ist ein guter Zeitpunkt, um zwei besonders hartnäckige Schädlinge im Garten zu bekämpfen: den Dickmaulrüssler und die Frostspannerraupe.

Nicht nur Blätterkehren ist im Herbst angesagt, auch für die Schädlingsbekämpfung sollten sich Gärtnerinnen und Gärtner ein wenig Zeit nehmen. Denn wer im Herbst schon präventiv damit beginnt, der hat den Rest des nächsten Jahres deutlich mehr Ruhe. Zudem lassen sich einige Schädlinge dann auch auf natürliche Art und Weise und ohne Chemie fernhalten, wenn sie gar nicht erst den Weg in den Garten finden. Dazu zählen zum Beispiel Dickmaulrüssler und Frostspannerraupe.

Larven des Dickmaulrüsslers aus Garten fernhalten

Der ausgewachsene Dickmaulrüssler schadet Pflanzen weniger.

Die ausgewachsenen Dickmaulrüssler sind in der Regel nicht schädlich für die Gartenpflanzen. Sie fressen zwar halbkreisförmige Löcher in die Blätter, die Pflanzen überstehen diesen Befall aber. Problematisch sind vielmehr die Larven des Schädlings. Da sie sich von den Wurzeln der Pflanzen ernähren, zerstören sie nicht selten die Wasserverbindung und töten so die Pflanze ab. Daher ist es sinnvoll, den Dickmaulrüssler frühzeitig von einem Einzug in den Garten abzuhalten.

Die Landwirtschaftskammer empfiehlt als erste Maßnahme das Gießen der Pflanzen mit im Wasser enthaltenen Nematoden. Vor allem die Arten Heterorhabditis bacteriophora und Heterorhabditis megidis würden eine gute Wirkung zeigen. Die Fadenwürmer brauchen eine Zeitlang recht feuchte Erde, um sich vermehren und die Pflanzen wirklich schützen zu können. Daher sollten Gärtnerinnen und Gärtner regelmäßig den Boden um die entsprechenden Pflanzen überprüfen und bei Bedarf nochmals gießen. Ende August beginnen die Larven, an den Wurzeln zu zehren. Daher ist nun ein guter Zeitpunkt, die Tiere zu bekämpfen.

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Frostspannerraupen den Zugang versperren

Die Frostspannerraupe kann besonders Obstbäumen erheblichen Schaden zufügen. Die Raupen machen sich über die Blätter und die jungen Früchte her und hinterlassen meist einen völlig zerstörten Obstbaum. Das lässt sich jedoch auch mit Maßnahmen im Herbst bereits unterbinden. So lohnt es sich in dieser Jahreszeit, Leimringe um die Stämme der Bäume zu legen.

10 Tierchen in der Wohnung, die wirklich harmlos sind – Silberfischchen bis Tausendfüßer

Eine Bernstein-Waldschabe (Ectobius vittiventris) auf einem Stein
Sieht aus wie eine Kakerlake, ist aber keine: Die harmlose Bernstein-Waldschabe ist im Gegensatz zum Schädling auch tagsüber aktiv. © blickwinkel/Imago
Eine Hauswinkelspinne auf einem aufgeschlagenen Buch
Hauswinkelspinnen sind zwar nützlich, aber in den eigenen vier Wänden kein gern gesehener Gast. © blickwinkel/Imago
Eine Gemeine Florfliege (Chrysoperla carnea) auf einem Blatt
Die Florfliege ist sogar ein Nützling: Nur etwa einen Zentimeter groß, aber eine Meisterin im Blattlausvertilgen. © imagebroker/Imago
Eine Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) auf Brombeere
Wespen sollte man sanft nach draußen geleiten – sie sind nur für Allergiker gefährlich © imagebroker/Imago
Ein Silberfischchen (Lepisma saccharina) auf Holz
Das Silberfischchen liebt hohe Luftfeuchtigkeit und huscht bei Licht betrachtet schnell weg. © blickwinkel/Imago
Ein Tausendfüßer auf einem Holzstück in der Nahaufnahme
Solange der Tausendfüßler nicht in Massen auftritt: Den Lästling einfach nach draußen kehren. © Panthermedia/Imago
Eine Grüne Stinkwanze (Palomena prasina), zwischen zwei Fingern
Wenn Stinkwanzen sich bedroht fühlen, geben sie einen fauligen Geruch ab. Darum nicht zerdrücken! © blickwinkel/Imago
Eine Gelbtafel mit Trauermücken
Trauermücken sind schädlich für Zimmerpflanzen, aber nicht für den Menschen. Gelbtafeln helfen am besten. © Panthermedia/Imago
Eine Menge Kellerasseln in Holzritze
Wenn so viele Kellerasseln herumwimmeln, ist dies ein Hinweis auf eine (zu) hohe Luftfeuchtigkeit im Raum. © blickwinkel/Imago
Ein Gemeiner Ohrwurm (Forficula auricularia) auf einem Holzbrett
Ohrenkneifer oder Ohrwürmer sind für den Menschen vollkommen ungefährlich – sie krabbeln nachts auch nicht in die Ohren. © blickwinkel/Imago

Mit diesen Ringen versperren Sie den Weibchen den Weg über den Baumstamm nach oben, sodass sie keine Eier mehr auf dem Baum ablegen können. Tipp: Eine Erneuerung des Rings ist im Februar oder März sinnvoll, damit es auch unterhalb des Rings nicht zur Eiablage kommen kann.

Rubriklistenbild: © G. Bärecke/Imago

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