VonAnnika Wilkschließen
Netflix verkündet nicht nur einen Erfolg gegen das Account-Sharing, sondern auch gleich eine Preiserhöhung. Ein Abo-Modell ist mittlerweile das beliebteste.
Hamm - Nachdem Netflix mit Zusatzkosten gegen das Account-Sharing erfolgreich vorgegangen ist, kündigt der Streaming-Riese nun wieder Preiserhöhungen an.
Kampf gegen das Account-Sharing zahlt sich für Netflix aus
Der Streaming-Dienst geht seit dem Sommer nun auch in Deutschland mit Zusatzkosten dagegen vor, dass Passwörter außerhalb eines Haushalts weitergegeben werden. Das ganze verpackte Netflix in neue Abo-Modelle. Alle, die in einem Haushalt zusammen wohnen, dürfen sich ein Konto von einem Kontoinhaber teilen.
Sie haben auch alle die gleichen Vorteile wie der Kontoinhaber. Für weitere sogenannte Zusatzmitglieder außerhalb des Haushalts muss der Inhaber extra bezahlen. Sie brauchen ein eigenes Konto und haben auch nicht die gleichen Vorteile, wie die Nutzer im gleichen Haushalt.
Die Veränderung zeigte positive Wirkung für Netflix: Aus dem Quartalsbericht geht hervor, dass im vergangenen Quartal die Kundenzahl um fast 8,8 Millionen gestiegen ist. Dabei ist das Basis-Abo mit Werbung am beliebtesten unter den Kunden. Insgesamt hatte Netflix nach eigenen Angaben am letzten Quartalsende über 247 Millionen zahlende Kunden.
Durch Erfolg hat Neflix Mut zur Preiserhöhung
Derzeit hat Netflix vier Abos:
- Standard-Abo mit Werbung: 4,99 Euro pro Monat, ohne mögliche Zusatzplätze
- Basis-Abo: 7,99 Euro pro Monat, ohne mögliche Zusatzplätze
- Standard-Abo: 12,99 Euro pro Monat, mit möglichen Zusatzmitgliedsplätzen
- Premium-Abo: 17,99 Euro po Monat, mit möglichen Zusatzmitgliedsplätzen
Zunächst werden die Abo-Optionen nur in den USA, Frankreich und Großbritannien teurer. Das könnte Deutschland aber auch bald drohen. In den USA wird das teuerste Abonnement künftig 22,99 Dollar pro Monat kosten und in Frankreich 19,99 Euro.
Nicht nur Netflix ist gegen das Account-Sharing vorgegangen, auch Disney Plus möchte jetzt nachziehen.
Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/dpa
