Verbraucherzentrale warnt

Gefahr für Netflix-Kunden: Mit diesem Trick wollen Verbrecher an ihre Daten

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Netflix-Abonnenten müssen aufpassen. Kriminelle versuchen, mit einer neuen Betrugsmasche an ihre persönlichen Daten zu gelangen. 

Düsseldorf - Dieses Jahr hatte keine guten Nachrichten für Netflix parat. So hat Disney mit seinen Streamingdiensten Disney+, Hulu und ESPN+ zum bisherigen Marktführer aufgeschlossen, der zuletzt Kunden verlor. Beide kommen auf rund 221 Millionen Nutzer weltweit (Stand Ende Juni 2022). Zudem war eine Klage der Verbraucherzentrale vor dem Landgericht Berlin gegen Preiseerhöhungen erfolgreich. Die Chancen sind gut, dass viele Nutzer in Deutschland Geld von Netflix zurückfordern können. Zudem musste das Unternehmen wegen der schlechten wirtschaftlichen Aussichten die Entlassung von 150 Mitarbeitern verkünden.

Gefahr für Netflix-Kunden: Angebliches Problem mit Nutzerkonto

Nun steht Netflix erneut in den Negativschlagzeilen, für die der Streamingdienst allerdings nicht verantwortlich ist. Wie die Verbraucherzentrale auf ihrer Homepage schreibt, berichteten zahlreiche Nutzer von einer neuen Betrugsmasche. Demnach verschicken Kriminelle seit dem vergangenen Wochenende vermehrt Phishing-Mails an Netflix-Kunden mit dem Betreff: „Problem mit Ihrem Netflix-Konto“.

Mit dieser Phishing-Mail wollen Kriminelle persönliche Daten von Netflix-Kunden abschöpfen

In diesen Mails ist zu lesen, dass das Netflix-Abo für den nächsten Zyklus angeblich nicht verlängert werden konnte, was zu einem eingeschränkten Zugriff auf die Dienste führen könnte. Um weiterhin den Streamingservice nutzen zu können, müsste man das Konto wiederherstellen. Dazu müsste man die persönlichen Daten aktualisieren.

Gefahr für Netflix-Kunden: Auf keinen Fall auf Phishing-Mail reagieren

Der Inhalt dieser Mail ist allerdings frei erfunden, die angeblich gescheiterte Verlängerung gibt es nicht. Die Verbraucherzentrale rät, auf einen Fall auf den Link zu klicken, falls man eine derartige Mail erhalten hat. Man soll keine persönlichen Daten wie Zahlungsdetails und Kontonummern preiszugeben. Nur so könne man sich vor Missbrauch der Daten, die in die Hände der Kriminellen geraten könnten, schützen.

Immer wieder versuchen Kriminelle mit Phishing-Mails an Verbraucherdaten zu gelangen. Paypal-Kunden etwa per Mail aufgefordert, ihr aus Sicherheitsgründen gesperrtes Konto zu entsperren. Auch Sparkassen-Kunden werden immer wieder Ziele von Angriffen.

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Rubriklistenbild: © Alexander Heinl/dpa

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