Länger als Fahrzeug

Neue Studie zeigt: E-Auto-Batterien verschleißen langsamer als gedacht

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Ohne Batterie ist ein Elektroauto funktionsunfähig. Studienergebnisse zeigen, dass diese sogar länger als das Auto selbst halten.

Dass Elektroautos noch alles andere als günstig sind, ist nicht grade ein Geheimnis. Grund dafür sind vor allem die hohen Kosten für die Batterie. Geht diese Traktionsbatterie kaputt, droht im schlimmsten Fall ein wirtschaftlicher Totalschaden. Ein Grund zur Panik ist das aber nicht, denn die Akkus halten länger, als oftmals angenommen wird.

Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des kanadischen Technologieunternehmens Geotab. Dazu wurde die Lebensdauer der Batterien von 10.000 Elektroautos untersucht. Diese haben dabei in den meisten Fällen länger als die Stromer gehalten.

Degeneration der E-Auto-Batterien hängt von verschiedenen Faktoren ab

Die jährliche Degradationsrate der Batterien liegt demnach bei nur 1,8 Prozent. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber früheren Schätzungen von 2,3 Prozent. Somit könnten die Batterien nach 12 Jahren Nutzung immer noch über 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität behalten. Somit könnten diese 20 Jahre oder länger halten.

Der Studie zufolge können die Akkus für Elektroautos 20 Jahre und länger halten.

Der Zustand einer Batterie (State of Health) hängt dabei von zahlreichen Faktoren ab, wie etwa der Außentemperatur. Und auch das Ladeverhalten kann den Akku stark belasten. So beschleunigt etwa häufiges Schnellladen die Batteriealterung. Viele Hersteller empfehlen daher, die Nutzung von Schnellladestationen zu minimieren. Geotab hebt hervor, dass eine effektive Batteriekühlung, etwa mit einer Flüssigkeit, die Degradation verlangsamen kann.

Top 10 Neuzulassungen: Die beliebtesten Elektroautos der Deutschen im Jahr 2023

Fahraufnahme eines Mini SE
Platz 10 – Mini Cooper E/SE: 13.953 Neuzulassungen im Jahr 2023 reichten Mini für den Einzug in die Stromer-Top-10. Der Cooper E/SE sicherte sich im Jahres-Ranking den zehnten Platz. © Mini
Ein BMW iX1
Platz 9 – BMW iX1: Die vollelektrische Version des BMW X1 wurde im vergangenen Jahr 14.694-mal neu zugelassen. Damit landet der iX1 auf dem neunten Rang im Jahres-Ranking 2023. © BMW
Ein Tesla Model 3
Platz 8 – Tesla Model 3: Der US-Hersteller Tesla sicherte sich mit seinem Model 3 den achten Platz im Ranking. Laut KBA kam der Stromer 2023 in Deutschland auf 15.865 Neuzulassungen. © Imagebroker/Imago
Fahraufnahme eines Cupra Born
Platz 7 – Cupra Born: Einst ein Seat-Ableger, inzwischen eine eigene Marke: Der vollelektrische Cupra Born wurde im vergangenen Jahr laut KBA 17.464-mal neu zugelassen – und landete damit auf Rang 7. © Cupra
Fahraufnahme eines Audi Q4 e-tron
Platz 6 – Audi Q4 e-tron: Laut KBA kam der Audi Q4 e-tron im Jahr 2023 auf 18.061 Neuzulassungen. Damit erreichte der Ingolstädter den sechsten Platz im Ranking. © Audi
Ein VW ID.3
Platz 5 – VW ID.3: Noch vor den zum Konzern gehörenden Marken konnte sich ein „eigenes“ VW-Produkt platzieren: Mit 22.270 Neuzulassungen im Jahr 2023 sicherte sich der VW ID.3 den fünften Rang. © VW
Fahraufnahme eines Fiat 500e
Platz 4 – Fiat 500e: Laut KBA wurde der Elektroflitzer Fiat 500e im Jahr 2023 in Deutschland 22.608-mal neu zugelassen – das reicht für den vierten Platz. © Fiat
Ein Skoda Enyaq
Platz 3 – Škoda Enyaq: Auch auf dem dritten Platz findet sich eine Marke aus dem VW-Reich: 23.498-mal wurde das E-SUV Škoda Enyaq im vergangenen Jahr neu zugelassen. © Škoda
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4/ID.5: Für die erfolgsverwöhnten Wolfsburger reichte es nur für den Vize-Titel des Jahres 2023. 36.353 Neuzulassungen der E-Modelle ID.4 (Foto) und ID.5 zählte das KBA im vergangenen Jahr. © VW
Ein Tesla Model Y auf einer Messe
Platz 1 – Tesla Model Y: Eine Titelverteidigung ist nie einfach – doch Tesla hat es geschafft. Wie schon im Jahr 2022 konnte sich das Model Y auch im Jahr 2023 den Spitzenplatz bei den Neuzulassungen (45.818) in Deutschland sichern.  © Pond5 Images/Imago

Nach Nutzung im Elektroauto: Batterien bekommen ein zweites Leben

Nach ihrer Verwendung in Elektroautos müssen die Batterien aber nicht entsorgt werden. So können sie etwa in stationären Energiespeichersystemen weiterverwendet werden. Audi nutzt die gebrauchten Akkus beispielsweise für seine Charging Hubs.

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Zudem ist dank verschiedener Methoden auch ein Recycling der Akkus möglich. So können deutlich mehr als 90 Prozent der Materialien wieder verwendet werden. Teils ist sogar von einer Recyclingquote von 99 Prozent die Rede, wie Elektroauto-News.de berichtet.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

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