Breiten sich diese Insekten im Garten aus? Bestimmte Hornisse sollten Sie „schnellstmöglich“ melden
VonKarolin Schaefer
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Die Asiatische Hornisse wird von der EU als invasiv eingestuft. Allmählich breitet sie sich auch in Deutschland aus. Was Sie wissen sollten, lesen Sie hier.
Kassel – Sie ist nicht in Deutschland heimisch, gilt als invasiv und breitet sich immer weiter aus: Seit einigen Jahren gibt es immer wieder Meldungen über die Asiatische Hornisse (Vespa velutina). Sie stammt aus ursprünglich Südostasien und wurde laut Naturschutzbund Deutschland (Nabu) vermutlich mit Importwaren eingeschleppt.
Die Hornisse wurde erstmals 2004 in Europa entdeckt, 2014 dann in Deutschland. Durch die milderen Winter könne die Asiatische Hornisse auch in Europa stabile Populationen bilden, schrieb der Nabu auf seiner Homepage. Natürliche Fressfeinde gebe es kaum.
Asiatische Hornisse
Familie
Faltenwespen
Wissenschaftlicher Name
Vespa velutina
Nahrung
Nektar, reifes Obst, Baumsäfte, Honigbienen, andere Insekten
Asiatische Hornisse in Deutschland: Nicht gefährlicher als heimische Wespen
Panik muss man vor den Insekten allerdings nicht haben. Entgegen der weit verbreiteten Ansicht sind Hornissen nicht gefährlicher als heimische Wespen, informiert der Nabu. Die Asiatische Hornisse ist sogar mit der Europäischen Hornisse (Vespa crabro) verwandt. Ihre Nester lassen sich in überwiegend in Baumwipfeln finden. „Die Tiere verhalten sich friedlich und defensiv, reagieren aber empfindlich bei Annäherungen unter zwei Metern an ihr Nest“, betonte der Nabu.
Inzwischen kommt die Asiatische Hornisse auch in einigen Teilen Deutschlands vor. Laut Nabu findet man das Insekt unter anderem in folgenden Bundesländern:
Baden-Württemberg
Bayern
Hessen
Hamburg
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Asiatische Hornisse in Deutschland: Wer sie entdeckt, sollte sie „schnellstmöglich melden“
Welchen Einfluss die Einwanderin auf die Tier- und Pflanzenwelt in Deutschland hat, bleibt abzuwarten. Zwar gehen die Experten von keiner „Bedrohung für die europäische Imkerei“ aus. Konrekte Auswirkungen seien allerdings „noch nicht abzusehen“.
Obwohl die Honigbiene zum Beuteschema der Asiatischen Hornisse zählt, ist die Zerstörung ganzer Bienenvölker unwahrscheinlich, informierte das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz. Zudem würden die Hornissen angesichts der Witterungsbedingungen hierzulande keine besonders großen Nester bauen. Dennoch hat die Europäische Kommission die Asiatische Hornisse als invasive Art und Gefahr für die Imkerei eingeschätzt.
Natur ohne Gnade – Die gefährlichsten Tiere der Welt
Nach EU-Vorgaben soll deshalb eine „eine vollständige und dauerhafte Beseitigung dieser invasiven Art“ erfolgen, schrieb das Niedersächsische Landesamt. Zudem muss „jedes Vorkommen schnellstmöglich gemeldet werden“. Zuständig dafür sind die jeweiligen Umweltbehörden der Bundesländer. In keinem Fall sollten die Asiatischen Hornissen in Fallen gelockt werden, warnte die Behörde. Dabei könnten sonst geschützte Arten angelockt und getötet werden – dazu zählt auch die Vespa crabro.
So können Sie eine Asiatische Hornisse erkennen
Doch wie lässt sich eine Asiatische Hornisse von den heimischen Tierchen unterscheiden? Königinnen, Arbeiterinnen und Drohnen der Vespa velutina sind etwas kleiner und dunkel gefärbt. Die heimische Hornisse hingegen fällt besonders durch ihr gelb-schwarz gemusterten Hinterleib auf, hieß es weiter.
Verwechseln sollten Sie die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) aber nicht mit der Asiatischen Riesenhornisse (Vespa mandarinia). Letzte gilt vor allem in den USA als „Honigbienenkillerin“ und kann durch allergische Reaktionen gefährlich für den Menschen werden. Die Riesenhornisse gibt es aber nicht in Deutschland, betonte der Nabu. Angesichts des Klimawandels und der milderen Winter breitet sich in Deutschland auch die Nosferatu-Spinne aus. (kas)