Mit sanfter Hand

Eine Nonne erklärt, wie sie Wühlmäuse ohne Chemie aus dem Klostergarten vertreibt

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Im Klostergarten Fulda wird seit mehr als einem halben Jahrhundert nach naturgemäßen Richtlinien gegärtnert.
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Wühlmäuse schädigen Gemüse und Blumen und kennen dabei keine Grenzen. Selbst vor Klostergärten machen sie nicht Halt. Eine Nonne lässt sich das aber nicht gefallen.

Im etwa 2000 Quadratmeter großen Klostergarten der Benediktinerinnenabtei zur Heiligen Maria in Fulda sollen sich Mensch und Tier gleichermaßen wohlfühlen. Daher wird der biologische Gartenbau hier seit Jahrzehnten praktiziert. Wenn sich Tiere im Garten heimisch fühlen, schließt dies jedoch natürlicherweise auch Schädlinge mit ein, zu denen die Wühlmäuse eindeutig zählen. Eine Nonne möchte deren Nagetätigkeiten nicht tatenlos zusehen, da das im Kloster angebaute Gemüse nicht nur der Schönheit der Natur dient, sondern auch einen Nutzen erfüllen soll.

Drei Maßnahmen sollen gegen Wühlmäuse fruchten

Schon als die Begriffe „Öko“ und „Bio“ noch weitgehend unbekannt waren, wurde der Klostergarten in Fulda ohne Chemie bewirtschaftet – dafür wurde der Garten im Jahr 2017 sogar schon ausgezeichnet. Hier findet man bis heute Obstbäume und -sträucher, Kräuter und Gemüse, die zu Produkten wie Teemischungen, Chutneys oder gar einem Kompostaktivator verarbeitet werden und dem eigenen Verzehr der Nonnen dienen. Die zahlreichen Blumen sollen mit ihrem Anblick auch Besuchern Erholung bieten. Sehr unschön, wenn sich dann Wühlmäuse über die Wurzeln und Knollen der Pflanzen hermachen und die Ernte vernichten.

Die Nonne Christa Weinrich ist, wie die Zeitschrift Ökotest berichtet, nicht nur maßgeblich in dem Klostergarten tätig, sondern ebenfalls Gartenbau-Ingenieurin. Auch wenn sie bisher kein Allheilmittel gegen Wühlmäuse gefunden hat, wird sie mit folgenden natürlichen Maßnahmen gegen die Tiere aktiv:

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Schädlinge im Garten bekämpfen: 10 geeignete Hausmittel

Ein Topf mit ungeschälten Kartoffeln in Wasser
In einer Sprühflasche lehrt Kartoffelwasser und der darin enthaltene Stoff Solanin Blattläuse das Fürchten. © YAY Images/Imago
Viele Knoblauchzehen in einem Holzkörbchen
Knoblauch hilft gegen Wühlmäuse, Läuse – und natürlich gegen Vampire. © Panthermedia/Imago
Eine Frau in einem roten T-Shirt hält ein Glas Milch
Eine Milch-Wasser-Spritzlösung nimmt Blattläusen die Luft zum Atmen. © Panthermedia/Imago
Ein Schälchen mit Zimtpulver und im Hintergrund ein Zimtbündel
Um den Geruch von Zimt machen Trauermücken, Ameisen und ungewünschte Nagetiere einen Bogen. © Panthermedia/Imago
Eine Person streut in einem Garten Kaffeesatz aus einer Plastikwanne
Schnecken ade dank Kaffeesatz. Er schreckt auch Ameisen und sogar Katzen ab. © Panthermedia/Imago
Ein Häuschen und ein Zaun aus Streichhölzern gebastelt auf einem Kunstrasen mit blauem Hintergrund
Abgebrannte Streichhölzer im Blumentopf: Den Schwefel mögen Trauermücken gar nicht. © Panthermedia/Imago
Ein Mann kniet im Garten vor einer Schüssel mit in Wasser eingeweichten Brennnesseln
Ein Sud aus Brennnesseln schlägt Nacktschnecken, Spinnmilben und Blattläuse in die Flucht und stärkt die Pflanzen. © imagebroker/Imago
Eine Ameisenstraße wird von einem Kreidestrich unterbrochen
Ein nahezu magischer Kreidestrich zwingt Ameisen zur Umkehr. © CHROMORANGE/imago
In einem Badezimmer hält eine Frau ein Stück Seife über ein Waschbecken und lässt Wasser darauf laufen
Diesen Klassiker haben schon die Großmütter gegen Spinnmilben und Blattläuse eingesetzt: eine Lauge aus Schmier- oder Kaliseife. © Shotshop/Imago
Ein Holzlöffel mit Natronpulver liegt auf einem Holzuntergrund
Natron ist besonders effektiv bei Ameisen und Blattläusen. © Panthermedia/Imago

Auch für andere Schädlinge hat sie Hausmittel parat: So verwendet sie Bierfallen bei Schnecken und Tagetes gegen Nematoden im Boden oder wachstumsschwache Rosen.

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