Mehr Kinder, mehr Geld

Bürgergeld-Obergrenze: So hoch ist die maximale Zahlung in Deutschland

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Millionen Menschen in Deutschland beziehen Bürgergeld. Doch wie viel Geld gibt es maximal? Die Antwort überrascht viele.

Die Diskussion um das Bürgergeld dreht sich nicht nur um Höhe und Anspruch, sondern auch um mögliche Grenzen. Viele fragen sich: Gibt es beim Bürgergeld eigentlich ein Maximum, das ausgezahlt wird? Und wenn ja, wie hoch fällt es aus? Ein Blick auf die aktuellen Regelungen zeigt, welche Obergrenzen bestehen – und für wen sie relevant sind.

Die Regelsätze beim Bürgergeld sollen 2026 nicht steigen. (Archivbild)

Millionen Menschen beziehen Bürgergeld in Deutschland: So viel Geld gibt es maximal vom Staat

Im April 2025 erhielten in Deutschland rund 3,95 Millionen erwerbsfähige Menschen, etwa 1,44 Millionen nicht erwerbsfähige Personen sowie ungefähr 60.000 weitere Leistungsberechtigte Bürgergeld beziehungsweise Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II. Insgesamt waren damit laut Statista rund 5,45 Millionen Menschen auf Bürgergeld angewiesen.

Anspruch auf Bürgergeld hat jede hilfebedürftige Person, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen decken kann, so die Bundesregierung. Das betrifft nicht nur Arbeitslose, sondern auch Vollzeitbeschäftigte, vor allem Menschen mit Familien, deren Lohn nicht ausreicht. Häufig sind sie im Niedriglohnsektor tätig oder kämpfen mit hohen Lebenshaltungskosten – etwa durch steigende Mietpreise. Doch entscheidend bleibt die Frage: Wie viel Bürgergeld gibt es maximal vom Staat?

Keine feste Obergrenze: Bürgergeld richtet sich nach der Lebenssituation

Gibt es beim Bürgergeld eine feste Obergrenze? Die klare Antwort lautet: Nein. Die Höhe des Bürgergeldes richtet sich immer nach der individuellen Lebenssituation. Entscheidend sind dabei vor allem die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen und Kinder sowie die anerkannten Kosten für Unterkunft und mögliche Mehrbedarfe. In welchen Fällen Mehrbedarf gewährt wird, hat echo24.de in einem separaten Artikel erklärt.

Eine starre Obergrenze existiert nicht, wie auch Stern berichtet. Theoretisch kann sich die Summe auf mehrere tausend Euro pro Monat belaufen. Einschränkungen gibt es lediglich bei den Vorgaben zu Miete und Vermögen. Welche Wohnungsgrößen vom Amt übernommen werden, wurde bei echo24.de bereits thematisiert.

Grundsätzlich gilt: Familien mit vielen Kindern erhalten am meisten Bürgergeld, da auch Kinder leistungsberechtigt sind. Wie hoch die einzelnen Regelsätze ausfallen, zeigt die folgende Tabelle:

PersonenRegelsatz
Alleinstehende und Alleinerziehende563 Euro
Paare 506 Euro - pro Person
18- bis 24-jährige Kinder451 Euro
14- bis 17-jährige Kinder471 Euro
6- bis 13-jährige Kinder\t390 Euro
Kinder bis 5 Jahre\t357 Euro

So viel Bürgergeld kann es geben: Höhere Leistungen sind bei mehr Kindern möglich

Laut Stern könnte ein Alleinerziehender mit fünf Kindern im Alter von 14 bis 17 Jahren das theoretisch maximale Bürgergeld erhalten. Folgende Beträge wären für die Familie denkbar:

  • 563 Euro für den erwachsenen Empfänger
  • 471 Euro pro Kind
  • 337,80 Euro Mehrbedarf, weil der Empfänger alleinerziehend ist
  • 1545,60 Euro Miete erstattet

Für diese theoretische Familie würde die Summe insgesamt 4801,40 Euro betragen. Eine höhere Auszahlung wäre möglich, wenn weitere Kinder hinzukämen. Im ersten Leistungsjahr besteht zudem die Möglichkeit, in einer teureren Wohnung zu leben, deren Mietkosten übernommen werden.

Rubriklistenbild: © Rolf Poss/Imago

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