VonStella Henrichschließen
Die Zeitschrift Öko-Test hat 22 Naturtofus getestet. Das Produkt von Aldi kommt bei der Untersuchung schlecht weg. Zwölf können die Verbraucherschützer aber mit „sehr gut“ überzeugen.
München – In erster Linie punkten die Naturtofus mit dem, was sie nicht enthalten: und das sind Pestizidrückstände, gentechnisch veränderte Organismen, aber auch Schimmelpilzgifte oder Mineralölbestandteile. Erklärt Öko-Test in seiner Spezial-Ausgabe „Vegetarisch und Vegan“ zum Thema Tofu – gut, gesund und gentechnikfrei. In den 22 getesteten Naturtofus gab es zudem keine Zusatzstoffe und Aromen.
Zwölf Tofus erhalten im „Öko-Test“ sogar die Note „sehr gut“:
- Berief Bio Tofu Natur (Naturland)
- Bio Bio Tofu, schnittfest (Netto)
- Dennree Tofu Natur
- DM Bio Tofu Natur
- Edeka Bio My Veggie Tofu Classic
- Ener Bio Tofu Natur (Rossmann)
- Lord of Tofu Natural Tofu, fermented by Kombucha
- Nagel Nigari Tofu Natur (Tofu Manufaktur)
- Rewe Bio vegan Tofu Natur, Naturland
- Taifun Tofu Natur
- Vantastic Foods Bio Tofu Natur, AVE – Absolute Vegan Empire
- Vemondo Bio Tofu Natur (Lidl)
Der überwiegende Teil der getesteten Tofus sind demnach empfehlenswert. Das Naturprodukt Tofu ist übrigens rein pflanzlich, meist Bio und wird überwiegend aus Sojabohnen hergestellt. Die Bohnen stammen aus ökologischem Anbau in Europa. Zudem müsse anders als bei Tierfutter, so die Verbraucherschützer von Öko-Test, kein Regenwald brandgerodet werden. Gentechnik fehlt gänzlich bei ihrer Herstellung.
Was ist Tofu?
Die Grundzutaten von Tofu sind Sojabohnen und Wasser. Diese liefern neben hochwertigem Eiweiß auch Ballaststoffe, B-Vitamine und Mineralstoffe. Für Tofu werden gequetschte Sojabohnen mit Wasser gekocht und filtriert. Die so gewonnene Sojamilch bringt die Zugabe von Calciumsulfat oder Magnesiumchlorid zum Gerinnen. Durch Pressen wird anschließend die überschüssige Flüssigkeit entfernt. Fester, trockener Tofu ähnelt in seiner Konsistenz gegartem Fleisch. Es gibt aber auch weichen Tofu, der wie Pudding gelöffelt wird. Naturbelassener Tofu ist geschmacksneutral, lässt sich aber vielfältig zubereiten und würzen. Verbraucherzentrale Bayern
Tofu im Öko-Test: Substanzen nicht deklariert, führt zu Punktabzug
In einem Produkt steckt laut Öko-Test zu viel Aluminium. Das Problem dabei sei, dass Sojabohnen vergleichsweise viel von diesem Metall aufnähmen. Im Urteil gabs dafür von den Testern Punktabzug und im Gesamturteil gleich zwei Noten schlechter. Zudem wird in einem Tofu-Produkt der hohe Salzgehalt bemängelt. Und Hersteller, die ihre Substanzen wie Bittersalz Nigari, Magnesiumchlorid, Kalziumsulfat und Teepilz-Kombucha nicht auf der Packung deklarieren, bekamen ebenfalls Punkte abgezogen.
Zwei Anbieter begründen das damit, dass die Mittel im Endprodukt keine technologische Wirksamkeit mehr hätten. Dem widerspricht der Arbeitskreis der Lebensmittelchemischen Sachverständigen. Die Experten fordern eine entsprechende Kennzeichnung.
Tofu im Öko-Test: Aldi-Produkt schneidet am schlechtesten ab
Die schlechteste Bewertung gibt es übrigens für den „Mein Veggie Tag Veganer Bio Tofu Natur“ vom Lebensmittel-Discounter Aldi. Grund für die Note „befriedigend“ sei der hohe Aluminiumgehalt des Produkts so die Begründung der Tester.
Sehr viel schlechter sehen dagegen die Ergebnisse bei veganer Wurst aus. Hier fallen sogar zwei Drittel der Wurst-Ersatzprodukte im Öko-Test mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ durch.
Rubriklistenbild: © Katharina Hild/imago

