Hohe Stromrechnung: Worauf Sie bei Ihren Haushaltsgeräten achten sollten
VonAnne Hund
schließen
Wer den Verbrauch daheim reduzieren will, sollte vom Kühlschrank bis zur Waschmaschine nichts unversucht lassen. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps.
Zu den typischen Stromfressern in der Wohnung zählen unter anderem Waschmaschine, Kühlschrank und Gefriergeräte. Das berichtet die Verbraucherzentrale und informiert, an welchen Stellen im Haushalt man Strom sparen kann. Bei älteren Großgeräten sollte man „nach etwa 10 bis 15 Jahren“ ausrechnen, ob man sie nicht besser durch neue Geräte ersetzt, rät die Verbraucherzentrale zum Beispiel mit Blick auf die Energiekosten – und verweist auf ihren auf der Website der Verbraucherzentralen zur Verfügung gestellten „Kühlschrankrechner“.
Sparen lässt sich im Alltag, wenn man den Kühlschrank richtig einstellt. Sieben Grad im oberen Fach reichen laut der Verbraucherzentrale vollkommen aus. Wenn man die Temperatur um nur ein Grad niedriger stelle, steige der Stromverbrauch bereits um etwa Prozent. Ausnahme: „Wenn Sie sehr häufig schnell verderbliche Lebensmittel wie Hackfleisch nutzen, sollten Sie die Kühlschranktemperatur auf 2 °C senken. Dann halten sich die Lebensmittel länger und es kommt zu weniger Lebensmittelverschwendung“, heißt es in dem Beitrag. Ein Tipp, um die genaue Temperatur im Kühlschrank sowie im Gefrierfach zu ermitteln: einfach selbst mit einem Thermometer nachmessen. Im Gefrierschrank ist laut der Verbraucherzentrale übrigens eine Temperatur von - 18 Grad optimal.
Bei der Spülmaschine rät die Verbraucherzentrale dazu, das Eco-Programm zu nutzen, oder „niedrige Temperaturen von 45 °C bis 55 °C“. Die Programme dauerten zwar etwas länger, würden aber Wasser und Energie sparen. Kurzprogramme würden dagegen in der Summe mehr Wasser und Strom verbrauchen, so die Verbraucherzentrale, weil hier bei weniger Zeit höhere Temperaturen benötigt würden.
Ofengerichte möglichst mit „Umluft“ backen
Noch ein Energiefresser: der Backofen. Hier rät die Verbraucherzentrale, aus Energiespargründen mit „Umluft“ zu backen, statt die Einstellung „Ober- und Unterhitze“ zu wählen. Bei den meisten Speisen wie Aufläufen, Fertiggerichten, Pizza oder auch Kuchen könne man zudem aufs Vorheizen verzichten und den Ofen nach dem Backen einige Minuten früher ausmachen. Hier muss man je nach Rezept abwägen – und bekommt nach einer Zeit schnell das richtige Gefühl dafür, wie der eigene Ofen heizt.
11 Mythen über das Energiesparen, auf die viele immer noch hereinfallen – Sie auch?
Auch beim Waschen empfehlen die Verbraucherschützer die Eco-Programme: Sie würden zwar etwas länger dauern, dafür aber weniger Strom und Wasser verbrauchen, wie es auf verbraucherzentrale.de ebenfalls heißt. „Waschen Sie möglichst bei niedrigen Temperaturen. 30 Grad reichen in vielen Fällen völlig aus und niedrigere Temperaturen haben auch den Vorteil, dass Ihre Kleidung länger hält“, so dort der Tipp. „Stellen Sie einen hohen Schleudergang bei der Waschmaschine ein, wenn Sie einen Wäschetrockner nutzen. Das spart Zeit im Trockner, weil die Wäsche weniger nass ist.“ Oder man verzichtet auf den Trockner und trocknet die Wäsche an der Luft.