Energiekosten

Hohe Stromrechnung: Worauf Sie bei Ihren Haushaltsgeräten achten sollten

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Wer den Verbrauch daheim reduzieren will, sollte vom Kühlschrank bis zur Waschmaschine nichts unversucht lassen. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps.

Zu den typischen Stromfressern in der Wohnung zählen unter anderem Waschmaschine, Kühlschrank und Gefriergeräte. Das berichtet die Verbraucherzentrale und informiert, an welchen Stellen im Haushalt man Strom sparen kann. Bei älteren Großgeräten sollte man „nach etwa 10 bis 15 Jahren“ ausrechnen, ob man sie nicht besser durch neue Geräte ersetzt, rät die Verbraucherzentrale zum Beispiel mit Blick auf die Energiekosten – und verweist auf ihren auf der Website der Verbraucherzentralen zur Verfügung gestellten „Kühlschrankrechner“.

Welches die größten Stromfresser in Ihrer Wohnung sind, können Sie zudem mit der Hilfe eines Strommessgeräts herausfinden.

Die passende Temperatur im Kühlschrank ermitteln

Sparen lässt sich im Alltag, wenn man den Kühlschrank richtig einstellt. Sieben Grad im oberen Fach reichen laut der Verbraucherzentrale vollkommen aus. Wenn man die Temperatur um nur ein Grad niedriger stelle, steige der Stromverbrauch bereits um etwa Prozent. Ausnahme: „Wenn Sie sehr häufig schnell verderbliche Lebensmittel wie Hackfleisch nutzen, sollten Sie die Kühlschranktemperatur auf 2 °C senken. Dann halten sich die Lebensmittel länger und es kommt zu weniger Lebensmittelverschwendung“, heißt es in dem Beitrag. Ein Tipp, um die genaue Temperatur im Kühlschrank sowie im Gefrierfach zu ermitteln: einfach selbst mit einem Thermometer nachmessen. Im Gefrierschrank ist laut der Verbraucherzentrale übrigens eine Temperatur von - 18 Grad optimal.

Sparen lässt sich bereits im Alltag, wenn man den Kühlschrank richtig einstellt. (Symbolbild)

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Bei der Spülmaschine das Eco-Programm nutzen

Bei der Spülmaschine rät die Verbraucherzentrale dazu, das Eco-Programm zu nutzen, oder „niedrige Temperaturen von 45 °C bis 55 °C“. Die Programme dauerten zwar etwas länger, würden aber Wasser und Energie sparen. Kurzprogramme würden dagegen in der Summe mehr Wasser und Strom verbrauchen, so die Verbraucherzentrale, weil hier bei weniger Zeit höhere Temperaturen benötigt würden.

Ofengerichte möglichst mit „Umluft“ backen

Noch ein Energiefresser: der Backofen. Hier rät die Verbraucherzentrale, aus Energiespargründen mit „Umluft“ zu backen, statt die Einstellung „Ober- und Unterhitze“ zu wählen. Bei den meisten Speisen wie Aufläufen, Fertiggerichten, Pizza oder auch Kuchen könne man zudem aufs Vorheizen verzichten und den Ofen nach dem Backen einige Minuten früher ausmachen. Hier muss man je nach Rezept abwägen – und bekommt nach einer Zeit schnell das richtige Gefühl dafür, wie der eigene Ofen heizt.

11 Mythen über das Energiesparen, auf die viele immer noch hereinfallen – Sie auch?

Strom verbraucht am meisten Energie im Haushalt? Falsch! Nur sechs Prozent beträgt der Stromverbrauch am Gesamtenergieverbrauch. Die Heizung dagegen macht stolze 75 Prozent aus.
Strom verbraucht am meisten Energie im Haushalt? Falsch! Nur sechs Prozent beträgt der Stromverbrauch am Gesamtenergieverbrauch. Die Heizung dagegen macht stolze 75 Prozent aus. © Fotostand/Imago
Der Backofen muss in der Regel nicht vorgeheizt werden, da er sich ohnehin schnell erwärmt. Lediglich bei empfindlichen Teigen, wie Pizza oder Soufflé, ist ein Vorheizen sinnvoll.
Der Backofen muss in der Regel nicht vorgeheizt werden, da er sich ohnehin schnell erwärmt. Lediglich bei empfindlichen Teigen, wie Pizza oder Soufflé, ist ein Vorheizen sinnvoll.  © Michael Bihlmayer/Imago
Bei der Mikrowelle kommt es laut GEO darauf an: Bei Gerichten bis zu einem halben Kilogramm lohnt es sich, diese in der Mikrowelle zu erhitzen. Bei größeren Speisen verbraucht die Erwärmung auf dem Herd weniger Energie.
Bei der Mikrowelle kommt es laut GEO darauf an: Bei Gerichten bis zu einem halben Kilogramm lohnt es sich, diese in der Mikrowelle zu erhitzen. Bei größeren Speisen verbraucht die Erwärmung auf dem Herd weniger Energie. © CHROMORANGE/Imago
Um das dreckige Geschirr nach dem Essen wieder sauber zu bekommen, ist der Geschirrspüler in der Regel die sparsamste Methode. Nur bei Single-Haushalten lohnt es sich, sein Geschirr per Hand zu spülen.
Um das dreckige Geschirr nach dem Essen wieder sauber zu bekommen, ist der Geschirrspüler in der Regel die sparsamste Methode. Nur bei Single-Haushalten lohnt es sich, sein Geschirr per Hand zu spülen. © Westend61/Imago
Ein Mann nimmt Wäsche aus der Waschmaschine heraus.
Das Kurzwaschprogramm der Waschmaschine verbraucht nicht weniger, sondern sogar mehr Strom als ein normaler Waschgang. Schließlich muss mehr Energie aufgebracht werden, um in kürzerer Zeit auf das Waschergebnis zu kommen.  © Shotshop/Imago
Wer einen Wärmepumpentrockner besitzt, kann seine Klamotten nach dem Waschgang getrost in den Trockner stecken. Im Vergleich zu früheren Kondensationstrocknern sparen diese 70 Prozent Energie – und sind schon lange keine Energiefresser mehr.
Wer einen Wärmepumpentrockner besitzt, kann seine Klamotten nach dem Waschgang getrost in den Trockner stecken. Im Vergleich zu früheren Kondensationstrocknern sparen diese 70 Prozent Energie – und sind schon lange keine Energiefresser mehr.  © YAY Images/Imago
Ein voller Kühlschrank verbraucht mehr Strom als ein leerer? Ebenfalls ein hartnäckiger Mythos, der sich immer noch hält. Je leerer der Innenraum ist, desto schneller entweicht sogar die gekühlte Luft, was wiederum den Energieverbrauch steigert.
Ein voller Kühlschrank verbraucht mehr Strom als ein leerer? Ebenfalls ein hartnäckiger Mythos, der sich immer noch hält. Je leerer der Innenraum ist, desto schneller entweicht sogar die gekühlte Luft, was wiederum den Energieverbrauch steigert. © Michael Gstettenbauer/Imago
Unterschätzt wird dagegen Eis im Gefrierschrank: eine dicke Eisschicht erhöht den Energieverbrauch laut Hersteller um bis zu 15 Prozent. Ab einem Zentimeter sollten Sie deshalb abtauen.
Unterschätzt wird dagegen Eis im Gefrierschrank: eine dicke Eisschicht erhöht den Energieverbrauch laut Hersteller um bis zu 15 Prozent. Ab einem Zentimeter sollten Sie deshalb abtauen. © CHROMORANGE/Imago
Altgeräte auszutauschen lohnt sich nicht, solange sie laufen? Ein Irrtum, der Sie bares Geld kostet. Alte Kühlschränke & Co. verbrauchen wesentlich mehr Energie als neue, weshalb ein Wechsel bereits nach zehn Jahren ratsam ist.
Altgeräte auszutauschen lohnt sich nicht, solange sie laufen? Ein Irrtum, der Sie bares Geld kostet. Alte Kühlschränke & Co. verbrauchen wesentlich mehr Energie als neue, weshalb ein Wechsel bereits nach zehn Jahren ratsam ist. © Gottfried Czepluch/Imago
Viele denken auch, dass Ladegeräte nur Strom ziehen, wenn sie am Handy angesteckt sind. Falsch! Deshalb immer den Stecker vom Netz nehmen, wenn Sie es nicht benötigen.
Viele denken auch, dass Ladegeräte nur Strom ziehen, wenn sie am Handy angesteckt sind. Falsch! Deshalb immer den Stecker vom Netz nehmen, wenn Sie es nicht benötigen. © MiS/Imago
Und auch unter der Dusche gilt: Wasser abdrehen, wenn Sie es nicht brauchen. Pro Minuten prasseln hier nämlich 15 Liter Wasser aus der Leitung. Duschen ist also nur dann sparsamer als ein Vollbad (100 Liter), wenn Sie weniger als sieben Minuten unter der laufenden Brause stehen.
Und auch unter der Dusche gilt: Wasser abdrehen, wenn Sie es nicht brauchen. Pro Minuten prasseln hier nämlich 15 Liter Wasser aus der Leitung. Duschen ist also nur dann sparsamer als ein Vollbad (100 Liter), wenn Sie weniger als sieben Minuten unter der laufenden Brause stehen. © Michael Bihlmayer/Imago

Wäsche nicht zu heiß waschen

Auch beim Waschen empfehlen die Verbraucherschützer die Eco-Programme: Sie würden zwar etwas länger dauern, dafür aber weniger Strom und Wasser verbrauchen, wie es auf verbraucherzentrale.de ebenfalls heißt. „Waschen Sie möglichst bei niedrigen Temperaturen. 30 Grad reichen in vielen Fällen völlig aus und niedrigere Temperaturen haben auch den Vorteil, dass Ihre Kleidung länger hält“, so dort der Tipp. „Stellen Sie einen hohen Schleudergang bei der Waschmaschine ein, wenn Sie einen Wäschetrockner nutzen. Das spart Zeit im Trockner, weil die Wäsche weniger nass ist.“ Oder man verzichtet auf den Trockner und trocknet die Wäsche an der Luft.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

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