Einfache Gartenpraxis

Oleander auf einfache Weise durch Stecklinge vermehren: So funktioniert's

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Mit ein paar einfachen Schritten können Sie Ihren Oleander vermehren. Die Wasser-Methode der Stecklingsvermehrung ist auch für Einsteiger geeignet.

Oleander ist eine beliebte Kübelpflanze, die sich einfach vermehren lässt. Dies ist hilfreich, wenn man unansehnlich gewordene, verkahlte Pflanzen ersetzen möchte und ist der beste Weg, um sortenreine Ableger zu erhalten. Die Methode der Stecklingsvermehrung in Wasser ist nicht nur kostengünstig, sondern auch ideal, um den eigenen Garten oder den Balkon mit neuen, blühfreudigen Exemplaren zu bereichern.

Der ideale Zeitpunkt für Oleander-Stecklinge

Von Oleander lassen sich ganzjährig Stecklinge machen – am besten jedoch ohne Blüten.

Grundsätzlich ist es ganzjährig möglich, den Oleander über Stecklinge zu vermehren. Viele empfehlen den Zeitraum von Mai bis August, da die Pflanzen in der warmen Jahreszeit die meiste Kraft haben, die Wurzelbildung zu fördern. Die Webseite Oleanderhaus.at hingegen empfiehlt eine Vermehrung der Pflanzen im späten Herbst oder beginnenden Winter – was ideal ist, weil man den Oleander für die Überwinterung ohnehin etwas zurückschneiden sollte. Dies spart Platz und schützt besser vor Schädlingen.

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Einfache Anleitung für die Stecklings-Vermehrung

  1. Schneiden Sie einen 20 bis 30 cm langen Trieb ohne Blüten mit einem scharfen Messer unterhalb eines Blattknotens ab.
  2. Entfernen Sie die unteren Blätter.
  3. Stellen Sie die Stecklinge in ein Wasserglas, am besten an einen Platz mit indirektem Licht und über 20 Grad Celsius. Ein feuchtwarmes Klima ist hilfreich für die Wurzelbildung, daher kann eine Kunststoffhaube über dem Glas hilfreich sein.

Wenn vorhanden, können Sie ein Stück Holzkohle mit in das Wasser geben, da dies laut dem Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Bayreuth e.V. desinfizierend wirkt. Nichtsdestotrotz sollte man das Wasser ab und zu wechseln, bevor es modrig wird.

Die Top 10 für Ihren Wintergarten – exotische und wunderschöne Pflanzen

Eukalyptus (Eucalyptus)
Eukalyptus benötigt eine temperierte Umgebung und revanchiert sich mit dem typischen, frischen Duft sowie seinen üppigen, grün-silbrig schimmernden Blättern.  © Anna Reinert/Imago
Strelitzia
Die etwas empfindlichere Strelitzie, die auch unter dem Namen Paradiesvogelblume bekannt ist, mag es etwas wärmer. Ideal ist ein temperierter Wintergarten.  © Mint Images/Imago
Orangenbaum
Zitruspflanzen wie der Orangenbaum benötigen im Winter zwischen fünf und 15 Grad Celsius.  © Mulevich/Imago
Feigenkaktus
Der hübsche Feigenkaktus verträgt sowohl niedrige als auch hohe Temperaturen. In einem hellen, unbeheizten Wintergarten ist er richtig aufgehoben.  © Christian Heeb/Imago
Bambus
Im Kaltwintergarten fühlt sich Bambus wohl. Das aus Asien stammende Gewächs ist sehr dekorativ.  © SRPhotographie/Imago
Oleander (Nerium oleander)
Ein heller, kalter Wintergarten ist für den immergrünen Oleander ideal.  © O. Diez/Imago
Hanfpalme
Die aus Asien stammende Hanfpalme schätzt einen unbeheizten Glasanbau.  © Stock&people/Imago
Orchidee
Pflanzen mit tropischem Ursprung wie die Orchidee fühlt sich in einem temperierten Wintergarten pudelwohl.  © Schwerin/Imago
Duftjasmin
Duftjasmin fühlt sich in temperierten Wintergärten wohl.  © Wjarek/Imago
Olivenbaum
Olivenbäume gedeihen gut in Kaltwintergärten. Im Winter ruhen sie und vertragen hohe Temperaturen im Sommer.  © Chassenet/Imago

Pflege der Oleander-Jungpflanzen

Nach einigen Wochen können die bewurzelten Stecklinge in größere Töpfe und Aussaaterde umgepflanzt werden – warten Sie jedoch nicht so lange, bis sich ein Wurzelwirrwarr gebildet hat. Sobald ein Austrieb sichtbar ist, sollten die Jungpflanzen erstmals gedüngt werden. Das Entspitzen der Stecklinge fördert die Verzweigung der Pflanze, rät das Magazin Schweizer Garten. Auch Geranien und Fuchsien lassen sich auf diese Weise übrigens gut vermehren.

Rubriklistenbild: © Dreamstime/Imago

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