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Im Herbst oder frühen Winter müssen viele Kübelpflanzen nach drinnen geräumt werden. Welchen Schutz brauchen Oleander?
Der Oleander kann je nach Wetterlage ungefähr Mitte April bis etwa Mitte Oktober im Freien stehen. Im Herbst oder frühen Winter sollten Besitzer die Kübelpflanze jedoch rechtzeitig schützen. Übergangsweise kann man sie im Falle milderer Temperaturen nahe der Hauswand und in Vlies eingepackt platzieren.
Oleander überwintern: Darauf sollten Sie achten
Gegenüber tieferen Temperaturen dagegen ist der Oleander empfindlich, er verträgt „aber kurzfristig geringe Frostgrade“, informierte die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Wird es, so wie in vielen Regionen in der Regel der Fall, kühler, sollte man ihn in sein Winterquartier bringen. Das kann zum Beispiel auch das Treppenhaus sein, ein unbeheizter Flur oder ein kühler Wintergarten. Was sollte man beim Überwintern der mediterranen Kübelpflanze konkret beachten?
Was sollte der ideale Standort mit sich bringen?
Die Überwinterung soll „bei 4 bis 8 °C und möglichst hell“ erfolgen, teilte die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau auf ihrer Website mit. Den Oleander sollte man dabei „so spät wie möglich“ ins Winterquartier bringen. Man sollte ihn zudem auf Schädlinge kontrollieren. Der Raum, in dem der Oleander überwintert, müsse „gut zu lüften sein“, heißt es in der Mitteilung. Das Licht fördere die Blütenbildung: „Wenn im März die Temperatur auf etwa 10 bis 12 °C angehoben werden kann, kommt die Blüte früher“. Bei schwachem Licht müsse der Überwinterungsraum zumindest „aber möglichst kühl“ sein. Auch Oekotest.de berichtete über eine entsprechende „Faustregel“ beim Überwintern von Oleandern: Je weniger Sonnenlicht er beim Überwintern habe, desto kälter sollte die Umgebungstemperatur sein.
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Wie oft sollte man Oleander im Winter gießen?
Für das Gießen von Oleandern im Winter sollte man der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau zufolge beachten: Je heller und wärmer der Raum, desto mehr Wasser werde verbraucht. Der Wasserbedarf sollte „ein- bis zweimal pro Woche kontrolliert“ werden, so die Empfehlung. In „kühlen Räumen (4 bis 6 °C)“ reicht es aus, ihn lediglich „alle zwei bis drei Wochen“ zu gießen.
Wann braucht es einen Schnitt?
Grundsätzlich sei ein Schnitt nicht unbedingt erforderlich, heißt es zu den Pflegetipps für Oleander auf lwg.bayern.de – bei älteren Pflanzen sei aus Platzgründen eine solche Maßnahme allerdings oft unvermeidbar. „Um hier richtig zu handeln, sollte die charakteristische Blütenbildung beim Oleander berücksichtigt werden.“ Blütenstände, die sich im Herbst noch nicht geöffnet hätten, entwickelten sich im nächsten Jahr weiter. „Je heller die Überwinterung erfolgt, desto mehr Blütenanlagen werden angelegt. Bei zu groß gewordenen Pflanzen dürfen deshalb nicht einfach alle Triebe eingekürzt werden“, heißt es in der Mitteilung.
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Besser sei es, alle paar Jahre einen Auslichtungsschnitt vorzunehmen, bei dem die längsten und ältesten Triebe bis in das alte Holz zurückgenommen würden. Das wiederum sollte am besten nach der Blüte beziehungsweise vor dem Einräumen in das Winterquartier geschehen, rät die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Einen jungen Oleander sollte man übrigens einmal jährlich umtopfen.
Die Fachleute raten mit Blick aufs Frühjahr: Wenn die Pflanzen aus dem Überwinterungsraum ins Freie kommen, sollten sie zunächst einige Tage im Halbschatten stehen. Sonst bestehe die Gefahr, dass „Verbrennungsschäden“ beim Oleander auftreten. Für gefüllte Sorten empfehle es sich, einen regengeschützten Standort zu wählen, „da in feuchten Jahren die Blüten sehr stark faulen“.
Checkliste: Darauf müssen Sie beim Überwintern von Oleander achten
✅ Bringen Sie den Oleander ins Winterquartier, sobald die Temperaturen dauerhaft unter fünf Grad Celsius fallen.
✅ Wählen Sie einen hellen Standort mit Temperaturen zwischen vier und acht Grad Celsius für die Überwinterung.
✅ Untersuchen Sie die Pflanze vor dem Umzug gründlich auf Schädlinge, um eine Ausbreitung zu verhindern.
✅ Gießen Sie während der Wintermonate nur sehr sparsam und vermeiden Sie unbedingt Staunässe.
✅ Stellen Sie das Düngen während der Ruhephase im Winterquartier vollständig ein.
Welche besonderen Oleander-Sorten gibt es?
In vielen Regionen Deutschlands, wo der Winter einkehrt, sollten die mediterranen Pflanzen entsprechend geschützt werden. Die meisten Oleander-Sorten könnten in Norddeutschland nicht im Freien überwintern, hieß es in einem Online-Beitrag von NDR1 zum Thema. Wenige Sorten wie „Villa Romaine“, „Atlas“, „Italia“ oder „Cavalaire“ sollen „angeblich Fröste bis etwa minus zehn Grad schadlos überstehen“, hieß es ebenfalls in dem Beitrag des NDR. Andere Sorten würden dagegen „gelegentliche Fröste bis etwa minus fünf Grad“ vertragen – „aber keinen Dauerfrost“.
