Cholesterin senken und Schlaganfall vorbeugen: Nur bestimmtes Olivenöl hat gesundheitfördernde Wirkung
VonNatalie Hull-Deichsel
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Olivenöl ist lecker und sehr gesund. Achten Sie beim Kauf auf fünf Qualitätskriterien, damit es nicht nur gut schmeckt, sondern vor Erkrankungen und möglichen Folgen schützt.
Menschen, die in der Mittelmeerregion leben, gehören zu den gesündesten in Europa. Zu einem großen Teil ist das auf ihre ausgewogene, mediterrane Kost zurückzuführen. Ein wichtiger Bestandteil dieser Ernährungsweise ist Olivenöl, das dank seiner mehrfach ungesättigten Fettsäuren, einschließlich Omega-3-Fettsäuren, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Arteriosklerose sowie ihre Folgen wie Schlaganfall durch schädliches Cholesterin reduzieren kann. Selbst die Auswirkungen einer Demenz sollen durch regelmäßigen Verzehr von Olivenöl positiv beeinflusst werden können, wie Experten der Harvard T.H. Chan School of Public Health nun herausgefunden haben.
Olivenöl ist zweifellos sehr gesund. Das pflanzliche Fett kann cholesterinsenkend wirken und vor den Folgen durch Arteriosklerose und Demenz schützen, wie verschiedene Experten betonen – vorausgesetzt, es erfüllt bestimmte Qualitätskriterien.
Olivenöl ist nicht gleich Olivenöl, das weiß auch der erfahrene Olivenbauer aus Andalusien, Roger Schläpfer. Letztlich sollte es weniger darum gehen, ob ein Olivenöl gut ist, vielmehr ist entscheidend, welches besonders gesund ist, verrät er exklusiv gegenüber Ippen.Media. „Wir sprechen nicht von gutem Olivenöl, denn gut kann auch ein Gaumenthema sein und hat nichts mit ‚Gesund‘ zu tun. Alles, was wir tun, zielt darauf ab, gesundes Olivenöl zu bestimmen.“, so der gebürtige Schweizer, der 2013 mit seiner Familie nach Spanien auswanderte, um sich auf den Olivenanbau zu spezialisieren.
Doch was macht ein besonders gesundes Olivenöl aus? Die Frische, die Art und Weise der Lagerung und nicht zuletzt die Qualität der Oliven, die für das Öl verwendet werden, sind für ein Olivenöl der Güteklasse 1 entscheidend. Wer regelmäßig erstklassiges Olivenöl verzehrt, kann nicht nur hohes Cholesterin senken, auch das Risiko einer Arterienverkalkung und in der Folge die Gefahr eines Schlaganfalls oder Herzinfarkt senken.
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Achten Sie beim Kauf und Konsum des Olivenöls auf fünf Kriterien
Olivenöl sollte fünf Qualitätskriterien erfüllen, um die beste gesundheitsfördernde Wirkung zu entfalten:
Frisches Olivenöl wählen: Ernte und Produktionsjahr sollten nicht länger als ein Jahr zurückliegen.
Auf Qualität und Güteklasse des Olivenöls achten: Bestes Olivenöl der Güteklasse 1 ist natives Olivenöl extra, sogenanntes Extra Vergine oder Extra Virgin Olive Oil, sowie kaltgepresstes (natives) Olivenöl.
Olivenöl richtig lagern und innerhalb von 12 Wochen aufbrauchen: Olivenöl sollte eher abgedunkelt, beispielsweise im Schrank, und vor Wärme geschützt aufbewahrt werden. Sobald die Flasche geöffnet ist, verliert das Olivenöl allmählich an Aroma und Qualität.
Olivenöl immer testen: Geruch und Geschmack liefern Hinweise auf die Qualität. Qualitativ hochwertiges Olivenöl riecht frisch und grasig und zeichnet sich beim Probieren durch seine typische, fruchtig-herbe Note aus.
Olivenöl richtig konsumieren: Olivenöl sollte nicht über 180 Grad erhitzt werden, um die volle Wirkung seiner Nährstoffe zu entfalten. Die gesunden Pflanzenstoffe können sich beim heißen Braten oder Dünsten zersetzen.
Stiftung Warentest prüft Olivenöle
Welches Olivenöl ist das Beste, Gesündeste und Preiswerteste? – nach diesen Kriterien prüfte und probierte Stiftung Warentest 23 Olivenöle – darunter auch vier Brat-Olivenöle. Testsieger sind die Olivenöle nativ extra „Cosmo di Russo Caieta“ und „Rapunzel Kreta Bio“ sowie die Bratöle der Biomarken Alnatura und Byodo.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.