Über 6.000 Autos

Kein Witz: Opel ruft E-Autos zur Abgaskontrolle zurück 

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Opel muss in Deutschland über 6.000 Corsa-e zurückrufen. Der kuriose Grund: Bei dem Elektroauto gibt es Probleme mit der Abgasmessung.

Dass ein Hersteller ein Modell wegen eines Problems zurückrufen muss, ist an sich nichts Neues. Doch manchmal gibt es Fälle, die Autofahrer verdutzt zurücklassen. Tesla musste jüngst mehrere Hunderttausende Autos wegen eines Problems mit den Rückleuchten ein Software-Update verpassen. Noch kurioser ist ein Rückruf von Opel: Der elektrische Corsa-e muss wegen einer Abgaskontrolle zurück in die Werkstatt.

Klingt komisch, ist aber tatsächlich so, wie ein Eintrag in der Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts belegt. Denn: Auch bei Elektroautos muss gemäß den gesetzlichen Vorgaben jederzeit eine Rollenprüfstandsmessung durch Behörden durchgeführt werden können. Das gilt auch für den elektrischen Opel Corsa.

Über 6.000 Opel Corsa-e müssen in die Werkstatt, weil es Probleme mit der Abgasmessung gibt.

Kein Witz: Opel ruft E-Autos zur Abgaskontrolle zurück 

Wegen eines Softwarefehlers war „die Prüfstandmessung zum Nachweis der Einhaltung der Abgasvorschriften“ beim vollelektrischen Corsa-e nicht möglich, wie ein Opel-Sprecher auf Anfrage von 24auto.de erklärte. Von dem Rückruf sind in Deutschland 6.442 Fahrzeuge betroffen, die zwischen Oktober 2019 und Mai 2022 gebaut wurden.

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

Weltweit ruft Opel insgesamt 16.605 Exemplare des Elektroautos zurück. „Wir haben bereits begonnen, die Kunden zu kontaktieren, um bei betroffenen Fahrzeugen die Software zu aktualisieren. Der Werkstattaufenthalt beim autorisierten Opel Service Partner ist für den Kunden kostenfrei und nimmt circa 45 Minuten in Anspruch“, betont der Opel-Sprecher.

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Kein Witz: Opel-Rückruf erntet Spott in sozialen Medien

Mit einem Preis von unter 35.000 Euro ist der Corsa-e zudem ideal für den Umstieg vom Verbrenner auf ein Elektroauto. Auch die Reichweite von 350 Kilometern kann sich in der Kleinwagenklasse durchaus sehen lassen. In den sozialen Medien hagelte es dennoch vor allem Spott für den kurios wirkenden Rückruf von Opel:

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

  • „Gerade auf den Kalender geschaut, jup 1.12 nicht 1.4.“
  • „Bin am überlegen, wo der Prüfer dann den Abgasschnorchel anschließt. An der Poperze vom Fahrer vielleicht?“
  • „Genauso witzig ist, dass E-Autos eine Umweltplakette mit Abgasnorm in die Windschutzscheibe kleben müssen.“
  • „Deutscher gehts nicht mehr!“
  • „Wird eine Abgasprobe vom Kohlekraftwerk genommen oder was?“
  • „Immer diese E-Auto-Abgase!“
  • „Für den Gag besorge ich noch zwei Endrohre vom Schrotti... man reiche mir ein Panzertape.“

Rubriklistenbild: © Friedrich Stark/Imago

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