Die Lebensmittelhersteller federn ihre gestiegenen Produktionskosten durch Preiserhöhungen ab. Produkte wie Paniermehl und Tiefkühlpommes werden 70 Prozent teurer.
München - Das Leben wird immer teurer, egal ob Heiz- oder Spritkosten, Miete oder Lebensmittelpreise. Die Inflation treibt die Preise momentan in fast schon unverschämte Höhen. Umso wichtiger ist es daher für die Kunden, beim Gang in den Supermarkt oder Discounter den ein oder anderen Kniff zum Geld sparen trotz der hohen Preise zu kennen. Im November ziehen die Preise für manche Lebensmittel allerdings erneut beträchtlich an.
Paniermehr und Tiefkühlpommes um 70 Prozent teurer - Diese Lebensmittel ziehen preislich an
Das Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) in München teilte bereits Anfang Oktober 2022 mit, dass alle Unternehmen die Lebensmittelpreise in den kommenden Monaten erneut anheben. Dies ging aus einer Umfrage des Instituts hervor und ist nun Realität geworden. So stiegen beispielsweise die Preise für Paniermehl im Vergleich zum Oktober um ungefähr 70 Prozent an, wie der Focus berichtete. No-Name-Produkte bei Aldi, Lidl, Rewe und Co. kosten jetzt mindestens 1,65 Euro, im Oktober lag der Preis noch bei 99 Cent.
Bei diesen Lebensmitteln und Produkten steigen die Preise
- Paniermehl
- Tiefkühlpommes
- Fleisch
- Käsesorten
- Haarshampoo
- Joghurtsorten
- Katzenfutter
- Müllbeutel
Beliebt sind bei den Kunden seit jeher auch Tiefkühlpommes. Doch hier zeigt sich ein ähnliches Bild: eine Preiserhöhung um etwa 70 Prozent. Nicht-Markenprodukten knackten dadurch erstmals die 2-Euro-Marke. Marken-Fritten von McCain waren laut Focus ebenfalls um 60 Cent teurer. Weitere Produkte, die von Preiserhöhungen im zweistelligen Centbereich betroffen sind, sind Fleisch, Käsesorten, Haarshampoo, Joghurt, Katzenfutter und Müllbeutel.
ifo-Konjunkturchef: „Inflationswelle dürfte noch nicht abebben - Black Friday 2022 bietet Angebote zum Sparen
Warum die Lebensmittelpreise so stark in die Höhen schnalzten, liegt auf der Hand. Denn für die Unternehmen wurde die Lebensmittelproduktion angesichts der steigenden Strom- und Energiekosten auch teurer. Ein Ende des Preiswuchers ist laut ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser noch nicht in Sicht: „Die Inflationswelle dürfte daher leider noch nicht abebben. Vor allem bei Gas und Strom ist noch einiges in der Preispipeline.“
Ein Lichtblick aus Verbrauchersicht: Am Freitag, 25. November, ist Black Friday. Dort gibt es für verschiedenste Produkte Angebote zum Sparen. Schon drei Tage später dürfen sich Kunden beim Cyber Monday erneut über Preisnachlässe freuen. Wie viel Geld dann aufgrund der teureren Lebensmittel allerdings noch übrig ist, um bei den Deals zuzuschlagen, bleibt abzuwarten. (jg)
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