Leergut abgeben

Pfand-Änderung 2025: Einweg-System kommt auch nach Österreich

  • schließen

In Deutschland gibt es das Pfand-System bereits seit Jahren – nun zieht Österreich nach. Mit 25 Cent pro Verpackung will das Land Recycling fördern und Littering bekämpfen.

Mit dem Jahreswechsel 2025 standen auch einige Neuerungen in Deutschland an. Auch in Österreich aber beginnt ein neues Kapitel in Sachen Umweltschutz: Auf Einweg-Getränkeverpackungen aus Plastik und Metall gibt es künftig Pfand. Ziel ist es, wertvolle Materialien im Kreislauf zu halten und das achtlose Wegwerfen in die Natur zu minimieren. Mit einer Sammelquote von 90 Prozent bis 2027 will Österreich eine Vorreiterrolle in Europa einnehmen.

Einweg-Pfand ab 2025: Geld für leere Plastikflaschen und Getränkedosen

Ab dem 1. Januar 2025 müssen Verbraucher in Österreich für jede Kunststoffflasche oder Metalldose zwischen 0,1 und 3 Litern Pfand bezahlen, schreibt die Deutsch-Belgisch-Luxemburgische Handelskammer. Der Betrag ist einheitlich – 25 Cent pro Stück – und wird bei der Rückgabe erstattet. Ob im Supermarkt, an der Tankstelle oder im Onlinehandel: Flaschen und Dosen mit Pfandlogo können an zahlreichen Stellen zurückgegeben werden.

Die Einführung des Pfandsystems ist Teil einer größeren Strategie, erklärt die Austria Presse Agentur. Derzeit werden nur etwa 70 Prozent der Kunststoffflaschen recycelt – viel zu wenig, wenn es nach der EU-Vorgabe geht. Diese sieht bis 2029 eine Sammelquote von 90 Prozent vor. Österreich setzt sich ehrgeizigere Ziele: Schon bis 2027 soll diese Marke erreicht werden. Pro Jahr könnten dadurch rund 2,2 Milliarden Verpackungen in den Kreislauf zurückkehren.

Pfandsystem mit Ausnahmen: So funktioniert die Rückgabe in Österreich

Doch nicht alle Getränkeverpackungen fallen unter die Pfandpflicht. Ausgenommen sind etwa Getränkekartons, Glasflaschen oder Milchprodukte. Auch Sirupe, die nicht zum direkten Verzehr gedacht sind, bleiben außen vor. Das System ist jedoch flexibel gestaltet, wie das Land auf seiner Website „oesterreich.gv.at“ schreibt: Eine Übergangsphase bis Ende 2025 erlaubt den Verkauf von alten Beständen ohne Pfandlogo.

Mit dem Jahreswechsel 2025 beginnt in Österreich ein neues Kapitel in Sachen Umweltschutz: Einweg-Getränkeverpackungen aus Plastik und Metall werden bepfandet.

Für Konsumenten bringt das System kaum zusätzlichen Aufwand. Rückgabeautomaten erkennen die Verpackungen anhand des Pfandlogos und erstatten das Geld in Form von Bons, erklärt das Land auf seiner Website. Diese können direkt im Geschäft eingelöst werden. Wichtig ist lediglich, dass Flaschen und Dosen leer, unzerdrückt und mit lesbarem Etikett zurückgegeben werden.

Mission Recycling: Pet und Can starten Kampagne für Österreichs Pfandsystem

Mit einer breiten Informationskampagne namens „Achtung Einsatz!“ will die Recycling Pfand Österreich GmbH das neue System bekannt machen. Maskottchen „Pet“ und „Can“ erklären, wie einfach und wichtig Recycling für die Umwelt ist. Bereits jetzt zeigt sich die Bevölkerung überzeugt: Laut Umfragen begrüßen 82 Prozent das Pfandsystem, so die Austria Presse Agentur. Auch für Leergut-Sammler kann ab 2025 eine einschneidende Veränderung anstehen.

Rubriklistenbild: © IMAGO Harald Dostal/Roland Mühlanger

Kommentare