VonSimon Monesschließen
Wenn die Autobatterie leer ist, muss eine neue her. Wer den Tausch selbst vornimmt, muss sich auch um die Entsorgung kümmern. Doch wie geht das?
Die Autobatterie ist eines der wichtigsten Bauteile des Fahrzeugs. Ist sie leer, geht nichts mehr: Die Scheibenwischer würden genauso wenig funktionieren wie die Zentralverriegelung und auch der Motor streikt. Das gilt für Verbrenner und Elektroauto gleichermaßen. Entsprechend ist der Akku auch einer der Hauptgründe für einen Anruf beim ADAC. Auch wenn Starthilfe in vielen Fällen helfen mag, irgendwann ist ein Tausch unausweichlich. Doch was tun mit der alten Batterie?
Autobatterie richtig entsorgen: Nicht in den Hausmüll werfen
Für die Antwort auf diese Frage kommt es darauf an, wo der Akku getauscht wurde. „Wer eine neue Batterie über eine Kfz-Werkstatt oder den Batterieservice der Gelben Engel im Auto einbauen lässt, braucht sich um die Entsorgung der alten Autobatterie nicht zu kümmern“, erklärt der ADAC. Das übernehmen die Werkstatt oder der Automobilklub.
Wer die neue Batterie aber selbst einbaut, muss sich auch um die ordnungsgemäße Entsorgung kümmern. In den Hausmüll werfen oder „wild“ entsorgen ist streng verboten. Auch weil die Starterbatterien giftiges Blei, umweltschädliche Zusätze und ätzende Säure enthalten. Zudem beinhalten sie wichtige Rohstoffe, die wiederverwendet werden können. „Rund 99 Prozent des Materials von Gehäuse und Innenleben können wiederaufbereitet werden“, betont der ADAC.
Pfandsystem für Autobatterie: Rückgabe bei Händlern und Reparaturbetrieben möglich
Seit 2009 gibt es daher ein Pfandsystem, um sicherzustellen, dass gebrauchte Batterien recycelt werden. Das Pfand beträgt 7,50 Euro. Abgegeben werden können die Akkus bei Händler und Reparaturbetriebe. Das Pfand gibt es aber nur da zurück, wo die Batterie gekauft wurde oder wenn eine neue erworben wird. Wird beim Kauf eines Akkus kein gebrauchter abgegeben, muss der Händler die 7,50 Pfand verlangen. Das Geld darf er erst erstatten, wenn die leere Batterie zurückgebracht wird. Sie sollten jedoch folgende Punkte beachten:
- Das Gehäuse der Batterie darf keine Beschädigung aufweisen.
- Batterien sind beim Transport so zu sichern, dass sie nicht umfallen, rutschen oder beschädigt werden
- Batterien dürfen außen keine gefährlichen Säurespuren aufweisen und müssen gegen Kurzschluss gesichert sein.
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Pfand fällt auch beim Kauf im Internet an
Wer die Batterie in einem Onlineshop erwirbt, muss ebenfalls ein Pfand zahlen. Dieses wird bei ordnungsgemäßer Rückgabe. „Wird die alte Autobatterie nicht beim Internethändler abgegeben, sondern bei einem stationären Händler vor Ort, dann ist dieser verpflichtet, die Rücknahme – ohne Erstattung des Pfands – schriftlich oder elektronisch zu bestätigen. Mit diesem Nachweis sollten sich die Kunden das Geld vom Online-Handel erstatten lassen“, erklärt der ADAC. Wichtig: Viele Händler fordern Fristen für die Pfand-Erstattung. Eine Rückgabe ist teils auch an den Wertstoffsammelstellen („Recyclinghöfe“) möglich. Das Pfand wird hier allerdings nicht erstattet, dafür gibt es einen Nachweis für die fachgerechte Entsorgung.
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Bleibt die Frage, wann die Autobatterie ausgetauscht werden muss. Eine pauschale Aussage über die Lebensdauer der Akkus lässt sich nicht treffen. Diese hängt von vielen Faktoren ab, etwa von der Fahrtstrecke oder den Temperaturen. „Im besten Fall hält die Autobatterie gut zehn Jahre, im schlimmsten Fall kann sie durch eine Tiefenentladung in wenigen Wochen zerstört sein“, betont der ADAC. Sicher ist aber, es gibt einige Anzeichen, die darauf hindeuten, dass der Akku bald den Geist aufgibt. Und auch ein einfacher Test vor einer Wand im Dunklen kann zeigen, wie es um die Batterie steht.
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