Enge Bindung

Pferdeliebe: Knabbert das Tier vorsichtig an Ihnen, dann mag es Sie

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Jedes Pferd ist anders, doch in manchen Verhaltensweisen ähneln sich viele. Ob Ihr Pferd Sie mag, erkennen Sie an drei Anzeichen.

Wer sich ein Pferd kauft, der kauft sich auch eine Menge Verantwortung. Die Pflege eines Pferdes nimmt viel Zeit in Anspruch und ist nicht preiswert. Doch der Aufwand lohnt sich, denn kommen sich Pferd und Besitzer erst mal näher, kann eine lebenslange, enge Bindung zwischen beiden entstehen. Das Pferd macht dann auch mit seiner Körpersprache deutlich, dass es seinen Besitzer liebt. Bestimmte Anzeichen sind dabei immer wieder zu beobachten.

Pferdeliebe: Sucht das Tier Ihre Nähe, mag es Sie

Zeit mit seinem Pferd zu verbringen, stärkt die Bindung zu ihm. (Symbolbild)

Ähnlich wie bei Katzen und Hunden haben auch Pferde eine eigene Körpersprache. Über die können sie mit Menschen kommunizieren und ihnen zeigen, wann sie sich wohl und wann unwohl fühlen. Natürlich verstehen Menschen diese Zeichen nicht immer sofort. Daher lohnt es sich, das eigene Tier ganz besonders genau zu beobachten.

Sind Sie noch dabei, die Beziehung zu Ihrem Pferd aufzubauen, spielt vor allem die investierte Zeit eine wichtige Rolle. Verbringen Sie so viel Zeit mit dem Pferd wie möglich. Das kann zum Beispiel auch bedeuten, dass Sie sich gemeinsam mit Ihrem Pferd auf der Koppel aufhalten, ohne dabei mit ihm zu trainieren. Ähnlich wie bei zwischenmenschlichen Beziehungen muss nicht immer irgendeine Aktion auf dem Plan stehen – einfach beisammen sein und den Alltag miteinander teilen schweißt genauso zusammen.

Die zehn außergewöhnlichsten Pferderassen – und ihre wichtigsten Eigenschaften

Ein Pferd im Miniatur-Format ist das American Miniature Horse. Diese Rasse zeichnet ein feiner, eleganter Körper mit schönen Proportionen aus.
Ein Pferd im Miniatur-Format ist das American Miniature Horse. Diese Rasse zeichnet ein feiner, eleganter Körper mit schönen Proportionen aus. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Von mini zu maxi: Eine imposante Erscheinung sind die Shire Horses aus England. Die größte Pferderasse der Welt wird auch liebevoll als sanfter Riese bezeichnet. Mit ihrem coolen Temperament sind sie der ideale Freizeitpartner.
Von mini zu maxi: Eine imposante Erscheinung sind die Shire Horses aus England. Die größte Pferderasse der Welt wird auch liebevoll als sanfter Riese bezeichnet. Mit ihrem coolen Temperament sind sie der ideale Freizeitpartner. (Symbolbild) © Horst Galuschka/Imago
Die American Bashkir Curly Horses haben nicht nur lockiges Fell und Langhaar, sondern sind auch für die meisten Allergiker geeignet. Ihr Proteinmuster in den Hautzellen unterscheidet sich von anderen Rassen, weshalb sie als hypoallergen gelten.
Die American Bashkir Curly Horses haben nicht nur lockiges Fell und Langhaar, sondern sind auch für die meisten Allergiker geeignet. Ihr Proteinmuster in den Hautzellen unterscheidet sich von anderen Rassen, weshalb sie als hypoallergen gelten. (Symbolbild) © Anni Sommer/Imago
Das Exmoor Pony hat Ähnlichkeit mit dem Urtyp des europäischen Wildpferds. Ihr Körperbau ist klein und kompakt. Sie sind als äußerst robuste Pferderasse bekannt, die in Südengland nahezu wild im gleichnamigen Nationalpark aufwachsen.
Das Exmoor Pony hat Ähnlichkeit mit dem Urtyp des europäischen Wildpferds. Ihr Körperbau ist klein und kompakt. Sie sind als äußerst robuste Pferderasse bekannt, die in Südengland nahezu wild im gleichnamigen Nationalpark aufwachsen. (Symbolbild) © Miroslav Chaloupka/Imago
Der Marwari hat ein markantes Erkennungsmerkmal: seine Sichelohren, die sich fast an der Spitze berühren. Die elegante, indische Pferderasse hat seidiges Fell und Langhaar.
Der Marwari hat ein markantes Erkennungsmerkmal: seine Sichelohren, die sich fast an der Spitze berühren. Die elegante, indische Pferderasse hat seidiges Fell und Langhaar. (Symbolbild) © Vladimir Sklyarov/Imago
Seinen Namen hat der Jütländer von der gleichnamigen Region Dänemarks, aus der er stammt. Er zählt zu den ältesten europäischen Kaltblutrassen, die ein Gewicht von bis zu 800 Kilogramm erreichen.
Seinen Namen hat der Jütländer von der gleichnamigen Region Dänemarks, aus der er stammt. Er zählt zu den ältesten europäischen Kaltblutrassen, die ein Gewicht von bis zu 800 Kilogramm erreichen. (Symbolbild) © Antje Lindert-Rottke/Imago
Robust, intelligent und vielseitig: Die Eriskay Ponys sind an der Westküste Schottlands beheimatet. Sie gelten als die letzten Überlebenden der ursprünglich einheimischen Ponys. Die Rasse wird daher vom Rare Breed Survival Trust (RBST) als vom Aussterben bedroht eingestuft.
Robust, intelligent und vielseitig: Die Eriskay Ponys sind an der Westküste Schottlands beheimatet. Sie gelten als die letzten Überlebenden der ursprünglich einheimischen Ponys. Die Rasse wird daher vom Rare Breed Survival Trust (RBST) als vom Aussterben bedroht eingestuft. (Symbolbild) © Ernie Janes/Imago
Eine Kreuzung aus Warmblut und Kaltblut ist der Budjonny. In Deutschland sind die Pferde eher selten vertreten, in ihrer Heimat in Südrussland sind sie dagegen umso bekannter. Budjonny Pferde sind temperamentvoll und äußerst zäh, da sie ursprünglich für die russische Kavallerie gezüchtet wurden.
Eine Kreuzung aus Warmblut und Kaltblut ist der Budjonny. In Deutschland sind die Pferde eher selten vertreten, in ihrer Heimat in Südrussland sind sie dagegen umso bekannter. Budjonny Pferde sind temperamentvoll und äußerst zäh, da sie ursprünglich für die russische Kavallerie gezüchtet wurden. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Kinsky-Pferde sind mittelgroße, leichte Warmblüter, deren Ursprung in Tschechien liegt. Daher sind sie in Deutschland eher weniger verbreitet. Die Rasse ist vor allem für ihren goldenen Schimmer im Fell bekannt. Dafür ist das sogenannte Cream-Gen verantwortlich.
Kinsky-Pferde sind mittelgroße, leichte Warmblüter, deren Ursprung in Tschechien liegt. Daher sind sie in Deutschland eher weniger verbreitet. Die Rasse ist vor allem für ihren goldenen Schimmer im Fell bekannt. Dafür ist das sogenannte Cream-Gen verantwortlich. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Bei den Mérens handelt es sich um schwarze, stämmige Gebirgspferde aus den Pyrenäen. Sie sind robust, trittsicher und sanftmütig. Vom Aussehen ähneln sie dem englischen Fell Pony und dem Dales-Pony.
Bei den Mérens handelt es sich um schwarze, stämmige Gebirgspferde aus den Pyrenäen. Sie sind robust, trittsicher und sanftmütig. Vom Aussehen ähneln sie dem englischen Fell Pony und dem Dales-Pony. (Symbolbild) © Carol Walker/Imago

Pferdeliebe: 3 Anzeichen, die die Zuneigung Ihres Pferdes zeigen

Nach einer Eingewöhnungszeit mit Ihrem Pferd können Sie anhand seiner Körpersprache erkennen, ob die Zuneigung schon beidseitig ist. Drei Anzeichen, mit denen Ihr Pferd Ihnen zeigt, dass es Sie mag, sind:

  • 1. Nähe suchen: Kommt das Pferd freiwillig auf Sie zu, wenn Sie Zeit miteinander verbringen, ist das ein sehr gutes Zeichen. Die Tiere suchen nur die Nähe von Personen, denen sie vertrauen und die sie mögen. Das muss übrigens nicht bedeuten, dass sie Körperkontakt suchen. Es reicht schon, wenn die Pferde sich einfach in Ihrer Nähe aufhalten, ohne dabei aufdringlich zu werden.
  • 2. Entspannung: Ähnlich wie unter Menschen sind auch Pferde entspannt, wenn sie bei Personen sind, die sie mögen. Die Tiere zeigen das dann zum Beispiel dadurch, dass sie ein Hinterbein in die Luft heben oder die Unterlippe entspannt hängen lassen.
  • 3. Entspannte Fellpflege: Genießt das Tier die Fellpflege, vertraut es Ihnen ebenfalls. Dabei kann es schon mal vorkommen, dass das Pferd Ihnen sogar liebevoll zeigt, wo es gerne geputzt werden möchte. Manchmal knabbern die Tiere ihre Besitzer beim Putzen auch vorsichtig an. Das ist keinesfalls böswillig gemeint, sondern zeigt die Zuneigung des Tieres.

Auch Pferde zeigen ihren Besitzern also deutlich, wie sie sich gerade fühlen und ob sie ihr Gegenüber schätzen oder eher ablehnen. Wer die Zeichen richtig zu lesen weiß, versteht sein Pferd mehr und kann besser auf dessen Bedürfnisse eingehen.

Rubriklistenbild: © Wavebreak Media Ltd/Imago

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