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Fünf Tipps, wie man das Faulen von Tomatenpflanzen verhindert

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Das Wetter ist in Deutschland unberechenbar. Feuchte Witterung begünstigt das Faulen der Tomaten vom Zweig bis zu den Früchten. Wie Sie dies vermeiden können.

So viel Pflege und dann das: Die Tomaten faulen und werden ungenießbar. Was meist mit trügerischen braune Flecken an den Blättern und Stängeln beginnt, endet mit schwarz gefleckten Früchten. Vor allem Hobbygärtner und -gärtnerinnen, die ihre Tomatenpflanzen von klein auf selbst gezogen haben, schmerzt das sehr. Dabei kann schon ein Regenguss zu viel die prächtigste Tomatenpflanze dahinraffen. Um das zu verhindern, kann man die Tomaten mit mehreren Maßnahmen und Hausmitteln schützen.

Der Kraut- und Braunfäule mit fünf Tipps vorbeugen

Die Eiertomatensorte ‚De Berao‘ ist widerstandfähig und weitgehend resistent gegen Kraut- und Braunfäule.

Bei den braun-schwarzen Stellen an der Tomatenpflanze oder den Früchten handelt es sich oft nicht nur um ein lokal begrenztes Symptom an der Pflanze, sondern um eine Pilzerkrankung, die man schnell bekämpfen sollte, damit sie sich nicht ausbreitet und auf andere Pflanzen wie beispielsweise Kartoffeln überträgt: die Kraut- und Braunfäule. Damit es aber gar nicht erst so weit kommt, kann man der Krankheit mit ein paar Maßnahmen vorbeugen:

  1. Wählen Sie eine der zahlreichen Tomatensorten, die so gezüchtet wurden, dass schon eine gute Widerstandsfähigkeit gegen die Kraut- und Braunfäule besteht. Dazu zählen resistente Sorten wie die Fleischtomate ‚Crimson Crush‘ (F1-Hybride), die Eiertomate ‚De Berao‘ oder die ‚Phantasia F1‘.
  2. Feuchtigkeit vermeiden: Wichtig ist ein regengeschützter Standort im Gewächshaus oder unter dem Dachvorsprung. Nur unten im Erdreich und nicht von oben gießen, auch damit die im Erdreich lebenden Pilzsporen nicht mit dem Spritzwasser auf die Blätter gelangen.
  3. Brechen Sie die untersten Blätter und Triebe aus, sodass sie nicht zu nahe am Boden sind.
  4. Besprühen Sie die Pflanzen am besten dreimal in der Woche mit einem Ackerschachtelhalm-Sud.
  5. Wenn man die Pflanzen vorbeugend mit Algenkalk oder Gesteinsmehl bestäubt, kann dies die Blätter vor dem Eindringen von Pilzsporen schützen und die Feuchtigkeit verringern.

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Nicht verwechseln mit der Blütenendfäule

Damit sich die Pflanzen beim Wachstum nicht behindern und gegebenenfalls gegenseitig mit der Kraut- und Braunfäule anstecken, sollten Sie je nach Sorte auf den richtigen Pflanzabstand achten.

Frühlingszwiebeln bis Erdbeeren: Zehn Gemüsesorten, die ideal fürs Hochbeet sind

Kohlrabi und Salat im eigenen Garten reif zur Ernte
Da Kohlrabi schneller und weniger ausladend als andere Kohlarten wächst, eignet er sich für das Hochbeet. © Alfred Hofer/Imago
Feldsalat (Valerianella locusta) im Beet
In einem unkrautarmen Hochbeet wächst Feldsalat gut. Er wird von August bis Oktober gesät.  © Manfred Ruckszio/Imago
Kapuzinerkresse (Nasturtium Tropaeolum majus)
Kapuzinerkresse wächst schnell und ist dank der (essbaren) Blüten und Blätter auch noch sehr dekorativ.  © Emer/Imago
Rote Beete, Rote Rübe (Beta vulgaris)
Bis Juni können Sie Rote Beete noch ins Hochbeet pflanzen. © O. Diez/Imago
Buschbohnen (Phaseolus vulgaris)
Da Buschbohnen besser in einem vorgewärmten Boden wachsen, ist ein Hochbeet ideal für den Anbau.  © Emer/Imago
Tomaten in Schüssel
Kleine Tomatensorten sind auch für das Hochbeet geeignet. Jedoch benötigen Sie einen Schutz vor Wind und Regen.  © Photology2000/Imago
Frühlingszwiebel (Allium cepa)
Von März bis August kann man Frühlingszwiebeln direkt ins Hochbeet säen.  © J. Pfeiffer/Imago
Erdbeeren im Beet
Erdbeeren sind ebenfalls für das Hochbeet geeignet, denn sie bleiben so von gierigen Schnecken verschont.  © Edwin Remsberg/Imago
Fenchelknollen
Fenchel benötigt bis zur Ernte viel Wärme, ideal ist also ein Anbau auf dem Hochbeet. © Auremar/Imago
Minze im Hochbeet
Kräuter wie Minze, Dill, Schnittlauch oder Kerbel finden ideale Bedingungen in einem Hochbeet. © Heike Rau/Imago

Die Kraut- und Braunfäule ist übrigens nicht zu verwechseln mit der unerfreulichen, aber harmlosen Blütenendfäule, einer Kalzium-Mangelerkrankung.

Rubriklistenbild: © agefotostock/Imago

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