Rückschnitt nötig

Pflaumenbaum pflegen: Wie, wann und was sollten Sie den Baum schneiden?

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Damit der Pflaumenbaum weiterhin schön Früchte trägt, muss er mit Bedacht geschnitten werden.
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Ein fehlerhafter Schnitt kann die Pflaumenernte zunichte machen und im schlimmsten Fall den gesamten Baum. So können Sie solche Fehler vermeiden.

Eine sichere Methode, um in ein paar Jahren mit leerem Erntekorb dazustehen: Sie setzen einen Obstbaum in den Garten und kümmern sich dann nicht mehr darum. Wer Äpfel, Birnen oder Pflaumen pflücken möchte, muss auch etwas dafür tun. Die Bäume brauchen regelmäßig einen geplanten Rückschnitt, damit sie gut wachsen und Früchte ausbilden. Was heißt das konkret beim Pflaumen-, Zwetschgen- und Mirabellenbaum?

Grundregeln beim Pflaumenbaum-Rückschnitt

Egal, warum Sie Ihrem Pflaumenbaum schneiden – diese Grundregeln sollten Sie immer einhalten:

Zum richtigen Zeitpunkt schneiden. Pflaumenbäume schneiden Sie entweder im späten Winter bis April, solange die Temperatur über -5°C liegt. Oder Sie schneiden im Sommer nach der Ernte.

Nicht zu viel wegschneiden. Was Sie schneiden, hängt von der Art des Schnittes ab. Bedenken Sie jedoch: Der Baum trägt nur an zwei- bis mehrjährigen Fruchttrieben. Wenn Sie also immer nur die Triebe des letzten Sommers stehen lassen, werden Sie keine Pflaumen erhalten.

Wählen Sie die Äste richtig aus. Wenn Sie wählen, welche Äste Sie schneiden, merken Sie sich: Äste, die flach nach außen wachsen, sind gut. Äste, die steil oder nach innen wachsen, sollten weg.

Schneiden Sie beim richtigen Wetter. Machen Sie den Rückschnitt nur an einem trockenen, bedeckten Tag, um zu verhindern, dass Krankheitserreger in die Schnittstelle gelangen. Auch in den nächsten Tagen sollte es nicht regnen.

Sie besitzen einen jungen Baum: der Erziehungsschnitt

Stellen Sie die Weichen für einen gesunden Wuchs schon bei den Kleinsten. Beim Pflaumenbaum heißt das, dass Sie in den ersten fünf bis acht Jahren nach der Pflanzung darauf achten, dass er an den passenden Stellen Äste ausbildet. Haben Sie Ihren Baum gerade erst frisch gepflanzt? Im Frühjahr schneiden Sie ihn direkt, ansonsten warten Sie, bis der Winter vorbei ist.

Ein Pflaumenbaum braucht regelmäßig einen Rückschnitt – aber mit Vorsicht.

Verwenden Sie immer eine desinfizierte, scharfe Astschere (werblicher Link) und gehen Sie nach dieser Reihenfolge vor:

  1. Identifizieren Sie den Leittrieb. Das ist der zentrale Ast, der in der Mitte wächst. Kürzen Sie ihn, wenn er zu lang geworden ist.
  2. Wählen Sie einige Seitentriebe. Diese wachsen nach außen und behindern sich weder gegenseitig noch den Leittrieb. Kürzen Sie diese um ungefähr ein Drittel. Der Leittrieb sollte mindestens 30 Zentimeter länger sein. Schneiden Sie immer über einem nach außen gerichteten Auge.
  3. Schneiden Sie alle überzähligen Konkurrenztriebe auf etwa zehn Zentimeter zurück.

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Ihr Baum ist schon älter: Jetzt bekommt er einen formenden Erhaltungsschnitt 

Ist Ihr Baum älter als fünf bis acht Jahre, erhalten Sie seine Form mit einem jährlichen Schnitt. Dabei kürzen Sie den Leittrieb, wenn er zu hoch geworden ist. Auch die Seitentriebe werden eingedämmt. Schneiden Sie immer über einem nach außen gerichteten Auge. Anschließend schneiden Sie alle überzähligen Triebe auf etwa zehn Zentimeter runter. Entfernen Sie alte und kranke Äste. Nach etwa fünf Jahren erschöpfen Fruchttriebe und tragen keine Ernte mehr. Verzweigt sich ein Ast, verjüngen Sie ihn, indem Sie direkt an der Gabelung den älteren Trieb entfernen. Sie erkennen ihn daran, dass er sich nach unten biegt. Das nennt man, „auf junge Triebe ableiten“.

Es ist zudem wichtig, dass Sie die Krone auslichten, sodass alle Äste gut Sonne bekommen. Entfernen Sie daher alle Äste, die nach innen wachsen und anderen das Licht nehmen. Auch steil wachsende Wasserschosse müssen weg.

Exotische Früchte anbauen: Mit diesen 11 Exemplaren klappt’s auch in deutschen Gärten

Ein Zitronenbaum mit Frucht im Topf. (Symbolbild)
Zitronenbäume gedeihen am besten an einem sonnigen, windgeschützten Standort mit leicht saurem, durchlässigem Boden. In unseren Breiten sollten sie im Kübel kultiviert werden, um sie während der kalten Monate ins Winterquartier bringen zu können. © Julija Sapic/Imago
Pawpaw oder Indianerbanane
Die pflegeleichte Pawpaw oder Indianerbanane bevorzugt einen halbschattigen Standort mit nährstoffreichem, gut durchlässigem Boden. In den ersten Jahren ist ein Winterschutz ratsam, da junge Pflanzen empfindlicher gegenüber Frost sind. © Zoonar/Imago
Ein Zweig mit zwei reifenden Granatäpfeln
Der Granatapfel steht für Urlaub in fernen Landen. In Deutschland wächst er am besten als Kübelpflanze. An einem vollsonnigen, geschützten Standort kann die Pflanze Früchte bilden. © Zoonar.com/Aleksandar Varbenov/IMAGO
Nashibirne, Apfelbirnen am Baum
Nashi-Birnen sehen aus wie Äpfel und schmecken nach Birne. Mit Minustemperaturen bis zu 20 Grad Celsius kommen sie klar, sie benötigen aber einen sonnigen Standort. Der Boden darf nicht kalkhaltig sein. © blickwinkel/Imago
Kakibaum (Persimmon) mit Früchten
Kakibäume bevorzugen einen vollsonnigen, geschützten Standort mit durchlässigem Boden. Während die Amerikanische Kaki als besonders winterhart gilt, benötigen japanische Sorten in kühleren Regionen zusätzlichen Frostschutz. © Imaginechina-Tuchong/Imago
Kiwipflanze mit Früchten
Kiwipflanzen sind kräftige Kletterpflanzen, die einen sonnigen, windgeschützten Standort und eine stabile Rankhilfe benötigen. Da viele Kiwis zweihäusig sind, ist es wichtig, sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen zu setzen – es sei denn, es handelt sich um selbstfruchtende Sorten. © Bihlmayerfotografie/Imago
Feigenbaum mit Feige
Feigenbäume gedeihen am besten an einem sonnigen, warmen und windgeschützten Standort, idealerweise in der Nähe einer Hauswand oder Mauer. In kühleren Regionen empfiehlt sich der Anbau im Kübel, um die Pflanze bei Bedarf ins Winterquartier bringen zu können. Wer in Deutschland ernten möchte, muss eine selbstbefruchtende Sorte wählen.  © robertkalb photographien/Imago
Blühender Orangenbaum mit Frucht
Wie wunderbar: Orangenbäume tragen betörend duftende Blüten und saftige Früchte zugleich. Sie benötigen einen sonnigen, warmen Standort mit gut durchlässigem, frisch-feuchtem Substrat. Die Kultivierung im Kübel ist für die Überwinterung sinnvoll. © imagebroker/Imago
Nahaufnahme einer Hand, die eine unreife gelbe Pfirsichfrucht auf einem Baumzweig
Die zunehmend milderen Temperaturen in Deutschland machen es möglich, dass auch mediterrane Pfirsichbäume an einem sonnigen Standort saftige Früchte tragen. Ein regelmäßiger Schnitt fördert die Fruchtqualität und beugt Krankheiten vor. © imagebroker/Imago
Eine Pflanze mit Physalis
Wer nicht viel Platz oder Geduld hat, kann sogar auf dem Balkon eine Physalis (Kapstachelbeere) anbauen. Da sie frostempfindlich ist, sollte sie erst nach den Eisheiligen ins Freiland gepflanzt werden. Die Kapstachelbeere bevorzugt einen sonnigen Standort mit nährstoffreichem, durchlässigem Boden.  © blickwinkel/Steidi/IMAGO
Wassermelone an der Pflanze in Beet
Wassermelonen gehören zu den Kürbisgewächsen. Sie benötigen einen sehr warmen, sonnigen Standort mit einem mittelschweren, humusreichen Boden. Regelmäßiges Gießen nicht vergessen! © YAY Images/Imago

Sie haben einen alten Baum, der lange vernachlässigt wurde 

Sie haben einen Garten übernommen, in dem ein alter Pflaumenbaum lange sich selbst überlassen war? Oder Sie haben es eine ganze Weile versäumt, Ihren Baum zu schneiden? Mit Geduld bekommen Sie das Gehölz wieder in Form. Sie sollten dabei über mehrere Jahre hinweg Stück für Stück einen Erhaltungsschnitt durchführen. Denn radikale Schnitte verträgt der Pflaumenbaum nicht gut. Schneiden Sie auch nur Äste, die maximal einen Durchmesser von fünf Zentimetern haben. Diese kürzen Sie erstmal auf etwa 15 Zentimeter, danach können Sie sie auf kürzere Zapfen (alte Frucht- oder Blütenansätze) zurückschneiden. So verhindern Sie, dass Krankheitserreger in den Haupttrieb eindringen. Nach ein paar Jahren können Sie die Zapfen entfernen. 

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