Richtig Waschen

Einstellung an Waschmaschinen wird oft komplett falsch verstanden – das bedeutet sie wirklich

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Zwei schonende Waschprogramme werden oft missverstanden. Warum die beiden Einstellungen nicht gleichzusetzen sind und wann welches Programm sinnvoll ist.

Kassel – Wäschewaschen gehört bei vielen Menschen zu den weniger beliebten Tätigkeiten im Haushalt. Denn es bedeutet immer wieder Wäsche nach Farbe und Material zu sortieren, das passende Waschprogramm auszuwählen sowie das richtige Waschmittel und ihre Dosierung auszusuchen. Das kann manchmal mühsam sein. Vor allem die letzte Minute bei der Waschmaschine zieht sich meist endlos.

Beim Wäschewaschen kann zudem auch einiges schiefgehen. Viele machen beispielsweise den Fehler, Wäsche bei 40 Grad zu waschen. Nicht immer ist das aber sinnvoll, denn viele Waschmittel der heutigen Zeit funktionieren wesentlich effizienter und können laut Verbraucherzentrale häufig auch schon bei 20 Grad Celsius ihre volle Kraft entfalten. Auch ist es keine gute Idee, bei 30 Grad besonders schmutzige Kleidungsstücke zu waschen. Es ist zwar umweltschonend und energiesparend, aber birgt auch gewissen Risiken. Denn die Maschine kann schnell zur Bakterienschleuder werden. Daher empfehlen Experten, statt zu Hygienespülern zu greifen, lieber die Waschmaschine regelmäßig zu desinfizieren, indem die Maschine zweimal im Monat leer bei 60 Grad läuft.

Die beiden Einstellungen „Feinwäsche“ und „Pflegeleicht“ werden häufig falsch verstanden.

Einstellung an der Waschmaschine: Twitter-Userin erklärt im Netz die richtige Bedeutung

Viele Waschmaschinen haben eine große Auswahl an Waschprogrammen. Häufig kommt es bei den Programmen „Pflegeleicht“ und „Feinwäsche“ zu Verwechslungen. Eine Twitter-Userin fand nun heraus, was sich wirklich hinter der Pflegeleicht-Funktion der Waschmaschine verbirgt und postet es auf ihrem Account.

Tatsächlich wird das Feinwäsche-Programm an der Waschmaschine bei den meisten eher selten genutzt. Denn das Programm ist nur bei bestimmten Stoffen nötig. Zu erkennen an dem entsprechenden Waschsymbol, einem Bottich und zwei Strichen darunter. Wie die Online-Plattform Utopia.de, betrieben von der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft sowie der Umweltbank, schreibt, ist die Feinwäsche nicht gleichzusetzen mit „Pflegeleicht“. Denn es gibt feine Unterschiede.

Und diesen Unterschied fand nun eine Twitter-Userin heraus und teilt es auf ihrem Account mit der Twitter-Community: „Ich war heute Jahre alt als ich herausfand, dass die p f l e g e l e i c h t Funktion der Waschmaschine nicht für LEICHT ZU PFLEGENDE Wäsche ist, sondern für solche, die LEICHTE PFLEGE BENÖTIGT, weil sie empfindlich ist“.

Wie sich anhand der Kommentare herausstellt, kannte die Mehrheit der User ebenfalls die richtige Bedeutung der Einstellung nicht. „Wer ist verantwortlich für die Beschriftung von Waschmaschinen? Das ist doch total unlogisch und ich hab Jahrzehntelang die Wäsche falsch gewaschen“, schreibt eine Userin. „Hab das immer als Standard-Programm genutzt, weil irgendwie waren mir die anderen alle zu spezifisch und brauchen entweder ewig oder nur ganz kurz“, schreibt eine andere.

Richtig waschen: Das sind die Unterschiede der beiden Waschprogramme „Pflegeleicht“ und „Feinwäsche“

Oft wird die Einstellung „Pflegeleicht“ an der Waschmaschine falsch verstanden. Das sind die Unterschiede zum Waschprogramm „Feinwäsche“:

  • Das Pflegeleicht-Programm: Pflegeleichte Wäsche (Symbol: Bottich und einem Strich) braucht eine schonende Reinigung. Anders als die normalen Buntwäsche-Programme hat das Pflegeleicht-Waschprogramm eine niedrigere Schleuderdrehzahl und eine kürzere Dauer. Es wäscht nicht über 60 Grad Celsius. Außerdem kommt weniger Wäsche in die Maschine, dafür aber wird im Vergleich zu Standardprogrammen mit relativ viel Wasser gewaschen und gespült.  Das Pflegeleicht-Programm ist geeignet für Textilien, die besonders knitter-empfindlich sind, zum Beispiel Synthetik, Polyester und Viskose.
  • Das Feinwäsche-Programm: Das Programm ist für besonders sensible Stoffe wie Wolle, Seide oder Dessous aus Spitze gedacht. Dafür wird ein noch schonenderer Waschgang vorgesehen, mit weniger Trommelbewegungen und Schleudertouren. Bei diesem Programm behandelt die Waschmaschine die Wäsche so schonend wie nur möglich. Die Drehzahl wird so weit wie möglich herabgesetzt, es wird mehr Wasser verwendet und die maximale Temperatur liegt bei 40 Grad Celsius. Bei Feinwäsche sollte die Waschmaschine nur zu einem Viertel befüllt werden. Das Programm eignet sich zum Beispiel für anspruchsvolle Mode wie Blusen, Hemden und Röcke.
  • Quelle. Stiftung Warentest, Utopia.de

Waschmaschine: Richtig waschen, Stromverbrauch reduzieren und sparen

Laut Verbraucherzentrale sollte man jedoch immer gut abwägen, ob das Feinwäsche-Programm und andere Schonprogramme wirklich notwendig sind. Denn im Fall des Feinwäsche-Programms ist es alles andere als wasser- und energiesparend, da man im Vergleich mit einem herkömmlichen Waschgang nur einen Bruchteil der Wäsche waschen kann und angesichts steigender Strom- und Energiepreise wollen viele Verbraucher sparen, wo es nur geht. Sind es beispielsweise nur ein oder zwei Kleidungsstücke auf dem Wäschestapel, die laut Etikett mit Feinwäsche gewaschen werden müssten, ist es sinnvoller, diese Kleidung von Hand zu waschen. Das ist ebenfalls sehr schonend, verbraucht aber deutlich weniger Wasser und Strom als die Waschmaschine. Wie das Umweltbundesamt informiert, verbraucht eine Waschmaschine den Großteil des Stroms, während sie das Wasser aufheizt. Sie erklären welche Waschprogramme Sie beim Wäschewaschen verwenden sollten und welche lieber nicht.

Diese Wasch-Tipps von Oma haben ausgedient

Frau legt Wäsche in Waschmaschine. Sie kennen bestimmt auch einige Wäsche-Tipps von Ihrer Großmutter - wie hilfreich sind sie?
Sie kennen bestimmt auch einige Hausmittel zum Wäsche waschen, die Ihnen Ihre Großmutter ans Herz gelegt hat. Aber wie nützlich sind diese Wäsche-Tipps wirklich? © Shotshop/Imago
Kirschen. Hausmittel Nummer 1: Weißer Essig entfernt Obstflecken. Versuchen Sie es lieber mit Bleichmittel.
Hausmittel Nummer 1: Weißer Essig entfernt Obstflecken. Weißer Essig bringt leider nur wenig gegen hartnäckige Flecken von Obst oder Beeren. Versuchen Sie es lieber mit Bleichmittel. © Jakub Porzycki/Imago
Wäscheständer. Hausmittel Nummer 2: Frische Blutflecken auf der Kleidung werden so schnell wie möglich mit kaltem Wasser ausgespült. Diesen Tipp sollten Sie unbedingt beherzigen.
Hausmittel Nummer 2: Frische Blutflecken auf der Kleidung werden so schnell wie möglich mit kaltem Wasser ausgespült. Diesen Tipp sollten Sie laut dem Experten unbedingt beherzigen. Zusätzlich zum kalten Wasser können Sie Spülmittel oder Seife hinzugeben. Verwenden Sie jedoch niemals heißes Wasser: Die Wärme lässt den Eiweißanteil im Blut gerinnen und so wird der Fleck erst recht hartnäckig. © Joko/Imgo
Ein Teebeutel in einer Tasse Tee. Hausmittel Nummer 3: Schwarztee auf der Kleidung wird mit dem Glasreiniger entfernt. Davon ist abzuraten.
Hausmittel Nummer 3: Schwarztee auf der Kleidung wird mit dem Glasreiniger entfernt. Davon ist abzuraten: Wenn der Fleck noch frisch ist, hilft es bereits den Stoff mit Wasser einzuweichen. Anstatt Glasreiniger sollte ein Spezialfleckenentferner verwendet werden. © Petra Schneider/Imago
Hotdog mit Senf. Hausmittel Nummer 4: Senfflecken gehen mit Sodawasser weg. Dieser Trick funktioniert nur, wenn die Flecken noch ganz frisch sind.
Hausmittel Nummer 4: Senfflecken gehen mit Sodawasser weg. Dieser Trick funktioniert nur, wenn die Flecken noch ganz frisch sind. Bei eingetrockneten Flecken helfen Fleckenvorbehandlungsmittel oder flüssiges Waschmittel. © Shotshop/Imago
Eine Frau bügelt. Hausmittel Nummer 5: Glanzflecken werden mit Essigwasser ausgebürstet. Feuchten Sie die Bürste einfach nur mit Wasser leicht an.
Hausmittel Nummer 5: Glanzflecken werden mit Essigwasser ausgebürstet.Vergessen Sie das Essigwasser und feuchten Sie die Bürste einfach leicht an. Den Glanzfleck aufrauen und dann ab in die Wäsche mit der Kleidung. © Shotshop/Imago
Erloschene Kerzen. Hausmittel Nummer 6: Wachsflecken entfernen, indem man Löschpapier darüberlegt und darüber bügelt. Bei dieser Methode verschlimmert sich der Fleck nur.
Hausmittel Nummer 6: Wachsflecken entfernen, indem man Löschpapier darüberlegt und darüber bügelt. Bei dieser Methode verschlimmert sich der Fleck nur - entfernen Sie das Wachs lieber zuerst mit der Hand und behandeln ihn dann mit einem Wachsfleckenentferner. Anschließend waschen Sie das Kleidungsstück bei höchst möglicher Temperatur in der Waschmaschine. ©  YAY Images/Imago
Kugelschreiber. Hausmittel Nummer 7: Kugelschreiberflecken lassen sich mit Parfüm lösen. Das stimmt!
Hausmittel Nummer 7: Kugelschreiberflecken lassen sich mit Parfüm lösen. Das stimmt! Der Alkohol im Parfüm ist ein gutes Lösungsmittel. Beträufeln Sie den Kugelschreiberfleck damit, reiben Sie ihn ein und stecken Sie das Kleidungsstück in die Wäsche. © YAY Images/Imago
Wäschekorb vor einer Waschmaschine. Hausmittel Nummer 8: Verwende Essig im letzten Spülgang anstatt Weichspüler. Auf diesen Tipp sollten Sie verzichten.
Hausmittel Nummer 8: Verwende Essig im letzten Spülgang anstatt Weichspüler. Auf diesen Tipp sollten Sie verzichten: Zwar hilft der Essig beim Reinigen der Wäsche... © Kirchner-Media/Imago
Defekte Waschmaschine steht auf einem Gehweg. Essig kann zu einem großen Schaden an der Waschmaschine führen, da er Kunststoff- und Metallteile angreift.
... doch Essig kann auch zu einem großen Schaden an der Waschmaschine führen, da er Kunststoff- und Metallteile angreift. Also bleiben Sie lieber beim Weichspüler. © Frank Sorge/Imago

In vielen Haushalten läuft die Waschmaschine mehrfach die Woche. Aber wie macht man eigentlich die Waschmaschine sauber? Zwei einfache Hausmittel helfen dabei, Ihre Waschmaschine im Nu sauber zu kriegen. Essig ist ein beliebtes Hausmittel und wird gerne beim Wäschewaschen verwendet. Allerdings eignet sich Essig nicht zum Reinigen für die Waschmaschine. (Vivian Werg)

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