Verbraucherschützer warnen

Immer mehr Fake-Shops für Autoreifen: So schützen Sie sich

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Sie haben im Internet ein unschlagbares Angebot zu neuen Autoreifen entdeckt? Dabei könnte sich es um einen Fake handeln. So erkennen Sie betrügerische Shops.

Neue Autoreifen sind im Internet meist billiger als im Autohaus oder im Marken-Shop. Ein Grund also, Online-Shops nach dem besten Angebot zu durchstöbern. Doch Verbraucherschützer warnen laut ADAC vor betrügerischen Fake-Shops, die vor allem stark reduzierte Ware anbieten, aber keine Ware versenden. Bei folgenden Hinweisen ist Vorsicht geboten.

Das Angebot ist zu gut, um wahr zu sein

Verbraucherschützer warnen vor betrügerischen Online-Shops für Reifen.

Eine gesetzliche Regelung gibt es zwar nicht in Bezug auf Reifenalter, aber Winterreifen sollte man spätestens nach acht Jahren durch neue ersetzen, während Sommerreifen spätestens zehn Jahre nach Produktionsdatum ersetzt werden sollten. Ist das Profil jedoch weniger als 1,6 Millimeter tief, haben die Reifen endgültig ausgedient.

Direkt beim Autohaus oder dem Vertragshändler die Reifen zu bestellen, ist zwar oft am praktischsten, meist aber auch am teuersten. Doch wie der ADAC berichtet, erhält etwa die Verbraucherzentrale Hamburg viele Hinweise über gefälschte Online-Shops.

Bei folgenden verdächtigen Punkten sollten Sie hellhörig werden:

  • Der Online-Shop ist vermeintlich deutsch, doch das Bankkonto befindet sich im Ausland.
  • Die Ware kann nur über Vorkasse bezahlt werden.
  • Das Angebot ist verdächtig günstig. Aber nicht immer ist der Preis ein Indiz.
  • Der Shop hat keinerlei Siegel, die auf die Echtheit hinweisen.

Tschüss Auto-Zwerge: Zehn kleine Fahrzeuge, die aus Städten verschwinden

Ein Ford Ka
Ford Ka: Mit dem Ka versuchte sich Ford ab dem Jahr 1996 in der Klasse der Kleinstwagen. 2009 kam in Deutschland die zweite Generation auf den Markt – und die war gleichzeitig auch die letzte. Im April 2016 endete die Produktion. © Ford
Ein Audi A1
Audi A1: Die zweite Generation des Audi A1 kam deutlich bulliger daher als die erste, die ab dem Jahr 2010 auf Kundenfang ging – dennoch zogen die Ingolstädter inzwischen einen Schlussstrich. Der Kleinwagen soll wie der Q2 keinen Nachfolger mehr bekommen und läuft voraussichtlich im Jahr 2025 aus. © Audi
Ein BMW i3
BMW i3: Den BMW i3 gab es in zwei Varianten: Als reines Elektroauto und in einer Version mit Range Extender. Auch für den Münchner Kleinwagen, bei dem viel teures Carbon zum Einsatz kam, blieb es bei einer Generation: Im Sommer 2022 wurde die Produktion eingestellt. © BMW
Ein Citroën C1
Citroën C1: Im Jahr 2005 kam die erste Generation des Citroën C1 auf den Markt, die baugleich mit dem Toyota Aygo und dem Peugeot 107 war. Der Nachfolger des Kleinstwagens startete 2014 – doch wie für so viele andere Kleine war ebenfalls im Jahr 2022 Schluss. © Citroën
Ein Opel Karl
Opel Karl: Benannt nach Carl von Opel (einem Sohn des Firmengründers Adam Opel), war der Kleinstwagen vor allem durch seinen günstigen Basispreis von rund 9.500 Euro zum Marktstart 2015 attraktiv. Erhältlich war der Karl lediglich mit einem 75 PS starken 1,0-Liter-Dreizylinder. Doch auch für ihn war schon 2019 wieder Schluss: Ein Grund dafür waren angeblich die immer strenger werdenden Abgasvorschriften. © Opel
Ein Suzuki Celerio
Suzuki Celerio: Dem Suzuki Celerio war in Deutschland nur eine kurze Karriere gegönnt: Ab 2014 war der Kleinstwagen hierzulande erhältlich. Bereits fünf Jahre später war Feierabend: Die Japaner nahmen den Kleinen in der Bundesrepublik vom Markt. In asiatischen und afrikanischen Märkten ist der Celerio jedoch weiterhin erhältlich. © Suzuki
Ein Smart Fortwo
Smart Fortwo: Als praktisches Stadtauto fuhr sich der Smart Fortwo ab dem Jahr 1998 in die Herzen vieler Autobesitzer. Inzwischen ist die dritte Generation des Zweitürers auf dem Markt – doch 2024 soll die Produktion eingestellt werden. Einen Smart wird es aber weiterhin geben: Der #1 wird ist ein viertüriges Elektro-SUV, das in China gebaut wird. © Smart
EIn Peugeot 108
Peugeot 108: Das Schwestermodell des Toyota Aygo und des Citroën C1 ging im Jahr 2014 an den Start. Es blieb bei nur einer Generation: Im Jahr 2022 lief die Produktion des Kleinstwagens in Tschechien aus.  © Peugeot
Ein Ford Fiesta
Ford Fiesta: Der Ford Fiesta bewegte ganze Generationen von Fahranfängern – im Jahr 1976 kam er erstmals auf den Markt. Inzwischen rollt die achte Generation des Kleinwagens vom Band, doch es wird die Letzte sein: Im Sommer 2023 wird die Produktion des Ford Fiesta eingestellt. © Ford
Ein Opel Adam
Opel Adam: Der Zwerg aus Rüsselsheim war durchaus beliebt bei den Kunden – trotzdem war im Jahr 2019 für den Adam (benannt nach dem Firmengründer Adam Opel) Schluss. Grund war angeblich der Wechsel der Marke Opel von GM in den heutigen Stellantis-Konzern. © Opel

Im Zweifel sollten Sie unbedingt den Namen des Shops sowie die Handelsregisternummer googeln und sehen, ob es bereits gemeldete Betrugsfälle oder Forumseinträge gibt.

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Im Falle eines Betruges sollten Sie direkt bei der Polizei oder online Anzeige erstatten, jedoch erst versuchen, schriftlich Kontakt mit dem Händler aufzunehmen, wie Handelsblatt.de rät. Eine Strafanzeige sei erst angebracht, wenn keine Reaktion kommt und der Vorwurf nicht entkräftet wird.

Rubriklistenbild: © Stock&people/Imago

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