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Löcher im Rasen sind nicht nur lästig, sie könnten auch auf tierische Gäste hindeuten. Aber welches Tier ist der Störenfried?
Ein gepflegter Garten kann schnell durch unerwartete Löcher beeinträchtigt werden. Viele Gartenbesitzer stehen ratlos vor diesen Erdlöchern und fragen sich, welches Tier dafür verantwortlich ist. Die Identifikation der tierischen Verursacher ist der erste Schritt, um die Tiere in die Flucht zu schlagen. Hier lesen Sie, wie Sie anhand bestimmter Merkmale die Übeltäter identifizieren können.
Ratten und Mäuse: Kleine Nager, große Probleme
Ratten und Mäuse hinterlassen in der Regel runde Löcher mit einem Durchmesser von etwa acht bis 20 Zentimetern. Diese Löcher finden sich häufig in der Nähe von Komposthaufen, unter Steinplatten oder Baumstümpfen. Neben den Löchern sind spindelförmige, glänzende Kotspuren ein weiteres Indiz für ihre Anwesenheit, wie Focus berichtet. Um diese Nager zu vertreiben, empfiehlt es sich, das Ordnungsamt zu informieren und Sofortmaßnahmen wie das Auslegen von Pfeffer, Chili oder benutztem Katzenstreu zu ergreifen.
Waschbären und Igel: Oberflächliche Vertiefungen
Waschbären graben keine tiefen Löcher, sondern hinterlassen eher oberflächliche Vertiefungen, wenn sie nach Nahrung suchen. Diese Vertiefungen sind oft von Kratzspuren umgeben, so Focus. Um Waschbären fernzuhalten, sollte man Mülltonnen und Fallobst unzugänglich machen. Igel hingegen hinterlassen trichterförmige Vertiefungen von etwa zwei Zentimetern Durchmesser, die ebenfalls auf Futtersuche hinweisen. Da Igel geschützte Tiere sind, sollten sie nicht gestört werden.
Erdwespen: Eher unauffälliger Nesteingang
Die Anwesenheit von Erdwespen im Garten lässt sich leicht feststellen. Diese Insekten nutzen oft bereits vorhandene Mäuselöcher oder kleine Nischen an geschützten Stellen für den Nestbau, wie RND weiß. Wenn sich an einem bestimmten Punkt im Garten viele Wespen über dem Boden bewegen, befindet sich der Nesteingang meist in der Nähe. Im Inneren eines solchen Nests leben durchschnittlich 5000 bis 10.000 Wespen.
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In Deutschland stehen Erdwespen gemäß § 39 des Bundesnaturschutzgesetzes unter Schutz. Wer ein besiedeltes Nest eigenmächtig entfernt oder die Wespen zu töten versucht, riskiert rechtliche Konsequenzen und hohe Geldstrafen, warnt RND. Der Bußgeldkatalog sieht je nach Bundesland Strafen von bis zu 50.000 Euro vor, wenn Erdwespen ohne Erlaubnis entfernt oder getötet werden.
Maulwürfe im Garten
Laut Rhöner Naturgarten lässt sich der Maulwurf anhand einer Reihe großer Erdhügel mit frischer Erde identifizieren. Die Gänge des Maulwurfs verlaufen vollständig unter der Erde. Das Tier ist lichtempfindlich und sucht seine rein tierische Nahrung ausschließlich im Boden. Dazu gehören beispielsweise Würmer, Engerlinge, Käfer, Asseln, Nematoden und viele andere Insekten.
Der Maulwurf trägt zur Bodenlockerung bei und unterstützt somit die Belüftung im Garten. Zudem steht der Maulwurf unter strengem Schutz und darf weder gefangen noch getötet werden. Die Erdhügel sollten einfach mit einem Rechen eingeebnet und bei Bedarf neu eingesät werden.
Andere tierische Gräber im Garten
Hauskatzen graben gelegentlich Löcher, um Kot zu vergraben. Vögel können kleine, flächig verteilte Erdlöcher hinterlassen, die auf Futtersuche hinweisen. Auch größere Löcher können von Füchsen oder Wildkaninchen stammen, die Beute oder Futter verstecken, so Focus.
Allgemeine Tipps zum Schutz des Gartens
Um Ihren Garten vor ungebetenen tierischen Gästen zu schützen, sollten Sie darauf achten, dass keine Nahrung offen zugänglich ist. Verschließen Sie Abfalleimer fest und entfernen Sie Fallobst regelmäßig. Das Anlegen von Barrieren wie Zäunen oder Netzen kann ebenfalls helfen, Tiere fernzuhalten. Regelmäßige Gartenpflege und das Verschließen von Löchern tragen dazu bei, dass Ihr Garten schön und einladend bleibt.
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