Mieze auf Diät

Rundliche Katzen-Oma soll täglich Sport machen – wie auch Sie Ihre Katze fit und schlank halten

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Die miauende Seniorin Smudge hat ihrem Übergewicht mithilfe eines ausgeklügelten Sportprogramms den Kampf angesagt. Was auch Sie für das Wohlfühlgewicht Ihrer Katze beachten sollten.

Mit stolzen 18 Jahren hat die graue Katze bereits einige Jahre auf dem Buckel. Eine lange Zeit, in der sie sich wahrscheinlich zu wenig bewegen konnte und im Übermaß Futter bekam. In der Folge trägt die Mieze jetzt einiges an Übergewicht mit sich herum. Vor einiger Zeit landete Smudge dann im Tierheim – vermutlich war sie vom Vorbesitzer ausgesetzt worden – und wurde von liebevollen Katzeneltern adoptiert.

Doch auf die faule Haut legen steht in ihrem neuen Zuhause nicht mehr auf der Tagesordnung. Im Gegenteil: Smudge wurde strikt auf Diät gesetzt und muss ein tägliches Sportprogramm absolvieren, das sich ihre neuen Besitzer für sie ausgedacht haben. Damit sich die graue Samtpfote noch auf ein langes und gesundes Leben freuen und viele Stunden ausgiebig mit ihren Menscheneltern kuscheln kann.

Schritt für Schritt zum Wohlfühlgewicht

Das Problem mit Smudge: Sie verbringt ihre Zeit am liebsten auf einer Kuscheldecke – und mag es, wenn ihr das Futter dorthin gebracht wird. An eine freiwillige Teilnahme der Katze an der neuen, gesunden Lebensweise war zunächst nicht zu denken. Die Besitzer mussten sich schließlich etwas einfallen lassen und dokumentieren ihre Fortschritte seither auf ihrem TikTok-Kanal @smudgeandfriends. Knapp 100.000 Follower folgen der beliebten Katze dort auf ihrem langsamen Weg zum Wohlfühlgewicht.

Die clevere Idee der liebevollen Katzenbesitzer: Um ihren Schützling zu mehr Bewegung zu animieren, tragen sie ihn jeden Tag an das andere Ende ihres weitläufigen Gartens. Will Smudge dann zu ihrer Lieblingsdecke zurück, muss sie den Rückweg zum Haus in Kauf nehmen – und hat kurzerhand ihr tägliches Sportpensum erfüllt.

@smudgeandfriends she’s lost another 1/2lb!!!!! 🥳 #smudgeandfriends #cattok #fatcat #catweightloss #catswalk ♬ Land of a million drums by OutKast - SAILEM

Um sie bei ihrem Programm zu motivieren, legen sich Smudges Besitzer ordentlich ins Zeug: Mit vielen Pausen, Streicheleinheiten und wenn nötig mit Tragen helfen sie ihrer betagten Katze, die überflüssigen Pfunde loszuwerden. Auch nachts und bei schlechtem Wetter wird an den Diätplänen festgehalten. Regnet es, halten ihre Besitzer Smudge beim täglichen Gartenspaziergang einen Schirm über den Kopf. Mit etwas Hilfe und einem starken Willen hat es die graue Katze bereits geschafft, einige Kilogramm abzunehmen.

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Tipps und Tricks, damit Ihre Katze schlank bleibt oder wird

Genau wie Menschen neigen auch Katzen zu Übergewicht, wenn sie sich zu wenig bewegen und gleichzeitig zu viel Nahrung zu sich nehmen. In der folgenden Zusammenfassung erfahren Sie, wie Sie Ihrer Katze zu einem gesünderen Gewicht verhelfen und dafür sorgen können, dass die Samtpfote ihre schlanke Linie behält:

  • Gesundheitscheck: Vereinbaren Sie vor Beginn der Diät einen Termin beim Tierarzt. So können Sie sicher sein, dass dem Übergewicht keine Erkrankung zugrunde liegt und dass infolge der Extrakilos noch keine Folgeerkrankungen vorliegen. Stellen Sie Ihre Samtpfote auch während der Diät regelmäßig in der Praxis vor.
  • Diätplan: Bitten Sie Ihren Tierarzt, einen individuellen und realistischen Diätplan für Ihre Samtpfote zu erstellen. Zwischenziele erleichtern Ihnen und Ihrer Mieze den Weg zum Ziel.
  • Tierärztliche Reduktionsdiät: Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass die „nach neuesten medizinischen Erkenntnissen zusammengesetzte Reduktionsdiät (…) die besten Erfolge“ bringt, wie Tierarzt Dr. Hölter schreibt. Vom Tierarzt empfohlenes Diätfutter fördere eine gesunde und nachhaltige Gewichtsreduktion und verhindere nicht nur einen zu starken Verlust von Muskelmasse, sondern auch eventuelle Nährstoffmängel. Auch vom sogenannten Jo-Jo-Effekt werde Ihre Katze damit verschont.
  • Gewohnte Verhaltensweisen ändern: Informieren Sie sich zum natürlichen Fressverhalten von Katzen, um Kalorienfallen zu vermeiden.
  • Futtertagebuch führen: Tragen Sie darin ein paar Tage lang ein, was Ihre Katze frisst, sei es Futter, aber auch vermeintliche Kleinigkeiten wie Leckerlis oder Reste vom Tisch. Die notierten Informationen können bei Rückfragen des Tierarztes nützlich sein.
  • Neue Fütterungsroutine etablieren: Dazu wiegen Sie die tägliche Futtermenge Ihrer Katze im Voraus genau ab. Füllen Sie die empfohlene Tagesration Trockenfutter morgens in den Napf und füllen Sie nicht nach – auch dann nicht, wenn die Katze alles leergefressen hat. Frisst Ihr Liebling Nassfutter, stellen Sie ihm davon im Laufe des Tages mehrere kleine Portionen frisch bereit. Mit Feuchtfutter ist das Abnehmen leichter, da es im Vergleich zum Trockenfutter nicht so energiedicht ist.
  • Kuscheln statt Fressen: Um die Beziehung zu Ihrer Katze zu stärken, spielen oder kuscheln Sie mit ihr, anstatt sich ihre Liebe durch Snacks zu sichern.
  • Bewegung, Bewegung, Bewegung: Je mehr Bewegung Sie im Alltag Ihrer Katze einbauen, desto besser verläuft ihre Diät. Sind Sie nicht zu Hause, sollte Ihre Katze trotzdem ausreichend Spielmöglichkeiten haben.
  • Nachbarn informieren: Ist Ihre Katze ein Freigänger, informieren Sie auch Ihre Nachbarn, die Ihre Mieze unter Umständen wohlwollend mitfüttern, über die Diät. Planen Sie die Essens-Affäre im Notfall mit ein und treten Sie Ihren Nachbarn bei Bedarf etwas von der eingeplanten Tagesration ab. So gelingt es, dass trotz Diät alle beste Katzen-Freunde bleiben.

Seien Sie zu guter Letzt geduldig mit Ihrer Samtpfote. Eine gesunde und nachhaltige Gewichtsreduktion benötigt – genau wie beim Menschen – Zeit. Je dicker Ihre Katze ist, desto langsamer sollte sie zu Beginn abnehmen. Bei einem bis drei Prozent ihres ursprünglichen Körpergewichts, die eine Katze auf Diät pro Woche verlieren sollte, gilt bei sehr übergewichtigen Katzen: Lieber ein Prozent Reduktion als drei oder mehr Prozent, da Ihre Katze unter Umständen eine Lebererkrankung entwickeln könnte.

Können sie doch sprechen? Die elf größten Mythen über Katzen – was ist wahr?

Eine getigerte Katze liegt auf einem Teppich und hält eine Spielzeugmaus unter ihrer Pfote fest.
Mythos: Schnurrende Katzen sind glücklich. Wahrheitsgehalt: Definitiv ein Mythos. Eine schnurrende Katze bedeutet meist Zufriedenheit und Wohlgefühl. Hinter diesem für Menschen niedlichen Geräusch können aber auch Schmerzen, Nervosität oder Angst und sogar Hunger stecken. Schnurren kann ebenfalls als ein Art Warnung an die Umgebung interpretiert werden. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago
Eine nasse Perserkatze, die in der Badewanne gebadet wird.
Mythos: Alle Katzen sind wasserscheu. Wahrheitsgehalt: Meistens. Katzen können zwar genau wie Hunde instinktiv gut schwimmen, meiden die Nähe zum Wasser im Normalfall aber. Allerdings gibt es auch Katzen, die sich gerne mal ein Wasserbad genehmigen. Einige Wildkatzen kühlen sich bei Hitze in Gewässern ab. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
Ein großer und Hund und eine kleiner Katze liegen gemeinsam da. Die Katze hat sich auf den Rücken gedreht und berührt mit ihrer Pfote die Nase des Hundes. Der Hund hat sichtlich entspannt die Augen geschlossen.
Mythos: Hunde und Katzen können sich nicht leiden. Wahrheitsgehalt: Nicht vorhanden. Genauso wie sich auch manchen Menschen nicht leiden können, gibt es Hunde und Katzen, die sich nicht miteinander vertragen. Aber auch bei zwei Hunden oder zwei Katzen untereinander besteht die Möglichkeit, dass sie nicht miteinander auskommen. (Symbolbild) © VWPics/Imago
Eine junge rötliche Katze balanciert auf einem waagerechten Baumstamm in einigen Metern Höhe.
Mythos: Katzen landen immer auf ihren Füßen. Wahrheitsgehalt: Nicht vorhanden. Es stimmt, dass Katzen einen ausgezeichneten Aufrichtungsreflex haben und deshalb oft auf den Füßen landen. Die Annahme, dass Katzen einen Sturz aus großer Höhe immer unbeschadet überstehen würden, ist aber falsch. Bei einem solchen Unfall können viele Verletzungen entstehen, die durchaus lebensbedrohlich sind. Daher sind Fliegengitter und ein vernünftiger Umgang mit geöffneten Fenster immer angebracht. (Symbolbild) © VWPics/Imago
Eine einheitlich schwarze Katze mit längerem Fell sitzt auf einer weißen Stufe vor einer blauen Haustüre und blickt neugierig nach oben.
Mythos: Schwarze Katzen bringen Unglück. Wahrheitsgehalt: Offensichtlich. Dr. Ann Hohenhaus sagt dazu: „Ich glaube, schwarze Katzen bringen sich selbst Unglück, weil sie nicht so leicht aus einem Tierheim adoptiert werden wie eine hübsche graue Katze oder eine auffällige dreifarbige Katze. Das Unglück ist also eigentlich für die Katze, nicht für Sie.“ © blickwinkel/Imago
Eine etwas grimmig aus der Wäsche schauende Katze blickt vor dunklem Hintergrund auf drei große Burger, die vor ihr aufgebaut wurden.
Mythos: Menschen-Essen ist nicht gut für Katzen. Wahrheitsgehalt: Wahr. Tierärzte raten in der Tat davon ab, Katzen mit Essen für Menschen zu füttern. Unser Essen entspricht nicht den Bedürfnissen, die Katzen haben. Katzen werden auch als obligate Fleischfresser bezeichnet, was bedeutet, dass Fleisch in ihrer Ernährung eine zentrale Rolle spielt. © Panthermedia/Imago
Eine gescheckte Hauskatze sitzt in der Dunkelheit und wird von einer Lichtquelle angestrahlt.
Mythos: Katzen sind nachtaktiv. Wahrheitsgehalt: Nicht vorhanden. Katzen verschlafen durchschnittlich 23 Stunden ihres Tages. © blickwinkel/Imago
Eine braune Langhaar-Katze hat eine Schüssel Milch vor sich, aus der sie im Moment der Aufnahme zwar nicht trinkt. An ihrem Mäulchen sind jedoch Milch-Rückstände zu entdecken.
Mythos: Katzen lieben Milch. Wahrheitsgehalt: Falsch. Als Kitten besitzen Katzen noch das Enzym Laktase, um die Muttermilch aufzuspalten. Mit dem Alter werden Katzen aber laktoseintolerant. Selbst wenn Ihre Katze den Eindruck macht, dass ihr die Milch schmeckt, kann dies zu Magen-Darm-Beschwerden führen. In Fachgeschäften gibt es daher spezielle Katzenmilch, die laktosefrei ist und zusätzlich Taurin enthält. Taurin ist für Katzen eine lebenswichtige Aminosäure. © Anka Agency International/Imago
Eine dunkel getigerte Katzenmama sitzt mit ihren Jungen auf einer hellen Decke im Gras. Eines der Babys ist dicht an die Mutter geschmiegt, während das andere etwas weiter rechts im Bild, ebenfalls auf der Decke, zu sehen ist.
Mythos: Sieben Katzenjahre entsprechen einem Menschenjahr. Wahrheitsgehalt: Im Zusammenhang mit Katzen ein Mythos. Dr. Ann Hohenhaus hat einen treffenden Vergleich parat: „Wenn man es umgekehrt betrachtet, kann eine Katze mit 6 Monaten Junge bekommen. Eine 6 Monate alte Katze wäre im menschlichen Alter 3,5 Jahre alt, und 3,5-jährige Kinder bekommen natürlich keine eigenen Babys.“ © Panthermedia/Imago
Zu sehen sind zwei grüne Katzenaugen mit erweiterten Pupillen in ansonsten völliger Schwärze.
Mythos: Katzen sehen auch in völliger Dunkelheit ausgezeichnet. Wahrheitsgehalt: Nah dran. Zwar haben Katzen eine sehr gute Nachtsicht, in völliger Dunkelheit können sie jedoch auch nicht perfekt sehen. Auch sie benötigen etwas Licht, um sich nachts zurechtzufinden. © YAY Images/Imago
Eine schwangere Frau hält lächelnd eine gefleckte Katze auf ihrem Arm.
Mythos: Schwangere Frauen sollten nicht in die Nähe von Katzen kommen und erst recht nicht mit ihnen zusammenleben. Wahrheitsgehalt: Teils teils. Von Hauskatzen, die im Haus gehalten werden und ausschließlich Fertignahrung bekommen, geht nur ein sehr geringes Risiko für Schwangere aus. Katzen sind – anders als von vielen befürchtet – nicht die Hauptüberträger von Toxoplasmose. Weitaus gefährlicher ist der Verzehr von nicht ganz durchgebratenem oder rohem Fleisch, wie beispielsweise Salami. (Symbolbild) © Addictive Stock/Imago

Im Anschluss an die erfolgreiche Diät sollten Sie Ihren vierbeinigen Liebling auf kalorienreduziertes Alleinfutter umstellen. So stellen Sie sicher, dass Ihre Katze ihr frisch erlangtes Wohlfühlgewicht hält.

Rubriklistenbild: © smudgeandfriends/TikTok

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