Von Sonnenschutz bis Schmerzmittel: Wir zeigen, was in Ihrer Reiseapotheke nicht fehlen darf, um gesund und sicher zu unterwegs zu sein.
Es gibt Menschen, die auf Reisen quasi eine mobile Krankenstation mit sich führen, während andere lediglich ein Pflaster dabeihaben. Dennoch sollte eine gut bestückte Reiseapotheke Teil des Gepäcks sein, insbesondere bei Reisen in weit entfernte Länder oder mit Kindern. Hier geben wir Tipps, was in eine solche Apotheke gehört.
Reiseapotheke: Sonnenschutz ist ein Muss
Ein Muss in jeder Reiseapotheke ist der Sonnenschutz. Dies gilt insbesondere für Reisen in den Süden oder ans Wasser. Aber auch für einen Campingurlaub an der Mecklenburger Seenplatte sollte ausreichend Sonnencreme, -lotion oder -spray eingepackt werden. Für Kinder und Menschen mit heller Haut empfiehlt sich ein besonders hoher UV-Schutz mit Lichtschutzfaktor 50+. Andernfalls kann ein Sonnenbrand schneller auftreten, als man denkt. Daher sollte man Fehler beim Eincremen vermeiden.
Die Stiftung Warentest hat einige Sonnenschutzprodukte getestet und festgestellt, dass guter Schutz nicht teuer sein muss. Dennoch sollte man die Inhaltsstoffe der Sonnencremes beachten. Unabhängig davon, ob man einen Sonnenbrand bekommt oder nicht, After-Sun-Produkte spenden der Haut nach intensiver Sonneneinstrahlung Feuchtigkeit und sorgen für Kühlung. Auch sie sollten in der Reiseapotheke nicht fehlen. Zugluft, Wind, Sonne oder Chlorwasser können zudem die Augen reizen und zu trockenen Augen führen. Augentropfen sollten deshalb ebenfalls vorhanden sein.
Reiseapotheke: Diese Medikamente sollten dabei sein
Zunächst sollten natürlich die Medikamente, die täglich eingenommen werden müssen, in ausreichender Menge vorhanden sein. Bei Medikamenten, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, ist vor Reiseantritt ein entsprechendes Dokument auszufüllen. Schmerzmittel, Mittel gegen Fieber, Durchfall, Übelkeit und Reisekrankheit sind ebenfalls ein Muss in der Reiseapotheke.
Für kleinere Verletzungen sollten Pflaster, Desinfektionsmittel und ein kleines steriles Verbandspäckchen eingepackt werden. Das gilt auch für Insekten- und Zeckenschutzmittel, insbesondere wenn keine FSME-Impfung vorhanden ist und eine Reise in ein Risikogebiet ansteht. Mittel, die den Juckreiz lindern, können den Urlaub retten, wenn man von Mücken gestochen wurde. Wer an einer Pollenallergie leidet, sollte auch Mittel gegen Heuschnupfen dabei haben.
Die zehn häufigsten Allergien: Heuschnupfen, Glutenunverträglichkeit bis zu Duftstoff- und Sonnenallergie
Was nicht in die Reiseapotheke gehört, sind abgelaufene Medikamente. Die Reiseapotheke sollte licht- und hitzegeschützt gelagert werden, idealerweise bei Zimmertemperatur bis maximal 25 Grad Celsius. Die Hutablage im Auto ist kein geeigneter Ort. Besser ist der Platz unter dem Beifahrersitz oder eine kleine Kühltasche mit Kühlakkus. Bei empfindlichen Arzneimitteln, wie z.B. Insulin, muss die Temperatur genau überwacht werden.
Reiseapotheke: Die Checkliste
Um nichts zu vergessen, hier eine Checkliste für die Reiseapotheke:
Persönliche Medikamente
Schmerzmittel
Sonnenschutz und After-Sun-Produkte
Augentropfen
Einweg-Gummihandschuhe
Desinfektionsmittel
Mittel gegen Reisekrankheit
Mittel gegen Durchfall
Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen
Pflaster und Verbände
Mittel gegen Juckreiz
Mücken- und Zeckenschutzmittel
Impfpass
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.