Tipps für Südtirol

Reisender sucht in Südtirol nach Urlaubsort, „der auch für ältere Personen geeignet ist“ und erhält Warnung

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Die passenden Urlaubsorte im Alter zu finden, kann schwierig sein. Ein deutscher Urlauber bittet um Tipps für Südtirol und bekommt einen bedeutenden Hinweis.

München – Hohe Berge, weite Täler, idyllische Dörfer, traumhafte Wanderwege: Südtirol ist ein beliebtes Reiseziel für deutsche Urlauber – nicht zuletzt, weil in der norditalienischen Provinz die meisten Menschen Deutsch sprechen. Doch auch ausländische Investoren soll es immer mehr in die Region ziehen.

Für einen deutschen Italien-Urlauber soll es Anfang August in die beliebte Gegend gehen. In einer Facebook-Gruppe für Südtirol-Urlauber bittet er andere User um Tipps. Zahlreiche Empfehlungen folgen prompt – aber auch eindringliche Warnungen.

Südtirol ist vor allem bei deutschen Touristen sehr beliebt – ein deutscher Urlauber bittet andere User um Hilfe (Symbolbild)

Urlaub in Südtirol: Deutscher Urlauber bittet um Tipps – Facebook-Userin schwärmt von Kleinstadt

In der Facebook-Gruppe „Südtirol-Urlaub“, die über 71.000 Mitglieder zählt, schrieb er: „Habe eine Frage an die Community hier. Ich möchte Anfang August nach Südtirol. Ich suche einen Ort, in dem man einiges erleben kann. Der auch für ältere Personen geeignet ist“.

Auf Empfehlungen muss der Betroffene nicht lange warten. Die User reagieren mit zahlreichen Kommentaren. „Wir fahren nach Montan. Das ist auch was für Ältere“, schreibt eine Userin. Eine andere empfiehlt die Kleinstadt Lana. Diese sei für sie perfekt, denn der Ort liege eben. „Kein ewiges bergauf, bergab“. Außerdem habe der Ort einiges zu bieten. „Von Lana kann man in alle Richtungen starten und nach 15 Jahren gibt es noch viel zu entdecken“, schwärmt sie.

„Wir, mittlerweile Mitte 60, laufen immerhin noch gern den Meraner Höhenweg, radeln oder schwimmen und shoppen in Meran und Bozen“. So aktiv betätigen kann sich der Betroffene jedoch nicht, wie er in einem Kommentar mitteilt: „Kann keine allzu weiten Strecken gehen“.

Italien-Urlaub im August? Für einige User kommt es „nicht infrage“

Während einige User unter anderem Dorf Tirol, Kastelruth, Brixen, Meran und Kaltern empfehlen, äußert eine Userin ihre Bedenken bezüglich des Zeitraums. „Anfang August ist es oft über 30 Grad in Südtirol“, warnt sie und gibt eine Empfehlung:. „Ich würde mir einen Ort aussuchen, der höher gelegen ist. Die Seiser Alm beispielsweise“.

Unbekannte Städte, Dörfer und Landschaften: Zehn Geheimtipps für den Italien-Urlaub

Stadt Urbino in der italienischen Region Marken
Im Italien-Urlaub verschlägt es viele Reisende zu den Touristenmagneten Rom, Venedig oder Florenz. Aber wie wäre es mit der Stadt Urbino in der italienischen Region Marken? Sie gilt als die “Wiege der Renaissance” und ist der Ort, an dem der berühmte Künstler Raffael das Licht der Welt erblickte. Sein Geburtshaus kann heute noch besichtigt werden. Aufgrund der imposanten Architektur zählt Urbino zudem zum Unesco-Weltkulturerbe. Das wohl beeindruckendste Bauwerk ist der Palazzo Ducale aus dem 15. Jahrhundert.  © Pond5 Images/Imago
Kanal Vena in der italienischen Stadt Chioggia
Wer keine Lust auf lange Schlangen und Gedränge in der Lagunenstadt Venedig hat, findet nur etwa eine Autostunde entfernt die “kleine Schwester” Chioggia – auch bekannt als “kleines Venedig”. Das malerische Fischerdorf mit seinen engen Gassen und bunten Häuschen zeigt das authentische Italien und lädt zu einem Spaziergang durch die Altstadt ein. Besonders an den insgesamt neun Brücken, die über den Canal Vena führen, fühlt man sich an die große Schwester nur 50 Kilometer entfernt erinnert.  © Pond5 Images/Imago
Civita di Bagnoregio in der italienischen Region Latium
Besonders ursprünglich ist das Dorf Civita di Bagnoregio in der Region Latium geblieben. Es wurde vor rund 2.500 Jahren von den Etruskern gegründet und drohte seither aufgrund von Erdrutschen schon mehrere Male auszusterben. Seine einzigartige Lage an der Spitze eines Gesteins macht den Ort jedoch zu einem perfekten Ausflugsziel: Er ist nur über eine 250 Meter lange Fußgängerbrücke zu erreichen, sodass Touristen und Einheimische schon immer vor Autolärm verschont geblieben sind. Eine wunderbare Gelegenheit für Besucher, entspannt durch die Gassen zu spazieren und sich in vergangene Zeiten entführen zu lassen. © Liubomir Paut/Imago
Panorama der zentralen Apenninen im Nationalpark Gran Sasso und Monti della Laga in den Abruzzen
Die Abruzzen zählen ebenfalls zu den eher weniger besuchten Regionen Italiens. Jedoch finden Aktivurlauber genug zu tun, denn mit dem Gebirgsmassiv Gran Sasso befindet sich hier einer der eindrucksvollsten Höhenzüge Italiens. Der Nationalpark verfügt über eine Vielzahl von gut ausgewiesenen Wanderwegen, die tolle Ausblicke auf die imposante Berglandschaft bieten. Da sich das Gebirge nur unweit der Adria-Küste befindet, lässt sich ein Wanderurlaub auch wunderbar mit einer Auszeit am Strand verbinden. © Pond5 Images/Imago
Hafen in Portovenere
Die Cinque Terre mit ihren fünf malerischen Küstendörfern gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen von Italien-Reisenden – daher wird es hier immer Sommer auch mal ganz schön voll. Wer es etwas ruhiger mag, findet nur unweit davon das vergleichsweise unbekannte Portovenere. Auch hier reihen sich bunte Fischerhäuschen aneinander, vor denen sich im Hafen kleine Boote tummeln. Einen Besuch ist außerdem die alte Ortskirche San Pietro wert, die sich vorgelagert auf einem steilen Felsen befindet, sowie die Burg Doria, welche auf einem hohen Felsmassiv thront.  © Pond5 Images/Imago
Sommerabend auf Panarea
Zu den eher unbekannteren Inseln Italiens zählt Panarea im Thyrrenischen Meer vor Sizilien. Beliebt ist sie vor allem bei Prominenten und Wohlhabenden, was sich auch an den Luxusyachten bemerkbar macht, die sich im Hafen befinden. Wer nicht auf dem Eiland übernachten möchte, kann einen Tagesausflug mit der Fähre von Milazzo aus unternehmen. Die Ostküste der Insel ist dicht besiedelt und kann somit wunderbar zu Fuß erkundet werden. Ein Highlight sind die Häuser im Ort San Pietro, die mit ihren weißen Fassaden und blauen Türen an griechische Dörfer erinnern. Wer etwas entspannen möchte, findet sich am Sandstrand Caletta di Zimmari ein.  © Alexander Rochau/Imago
Piazza del Comune Duomo di Santa Maria Assunta mit Torrazzo Baptisterium in Cremona
80 Kilometer südöstlich von Mailand liegt die Stadt Cremona, die für ihre Jahrhunderte alte Tradition des Geigenbaus bekannt ist – bekannte Meister wie Stradivari, Guaneri und Amati waren hier tätig. Einige der schönsten Instrumente werden im Rathaus, dem Palazzo del Comune, ausgestellt. Sehenswert sind zudem der eindrucksvolle Dom von Cremona sowie der benachbarte Glockenturm und das Baptisterium (siehe Bild). © Martin Jung/Imago
Hochebene von Castelluccio im Nationalpark Monti Sibillini
Die Region Marken gehört zu den am wenigsten besuchten Gebieten Italiens – dabei befindet sich hier mit dem Nationalpark Monti Sibillini ein wahres Paradies für Wanderer. Der höchste Gipfel des Gebirgsmassivs ist der Monte Vettore mit 2.476 Metern, an dessen Fuß sich der malerische Lago di Pilato befindet. Zu den beliebtesten Fotomotiven zählt jedoch die Hochebene von Castelluccio, die sich im Mai und Juni in ein buntes Blumenmeer mit Farben von ockergelb bis lila verwandelt.  © Maurizio Sartoretto/Imago
Matera in der italienischen Region Basilikata
Der Ort Matera in der italienischen Region Basilikata wurde 2019 mit dem Titel Kulturhauptstadt ausgezeichnet und im James-Bond-Film “Keine Zeit zu sterben” zur Kulisse einer rasanten Verfolgungsjagd. Dennoch halten sich die Touristenmassen in den verschlungenen Gassen, die sich an den kargen Hügeln entlang schlängeln, noch in Grenzen. Besonders beeindruckend an Matera sind die in den Fels geschlagenen Höhlenwohnungen, auch genannt Sassi, in denen bis in die 60 Jahre hinein noch Menschen lebten.  © Pond5 Images/Imago
Rocce Rosse in Arbatax auf Sardinien
Auf Sardinien konzentrieren sich viele Touristen auf die Regionen rund um Cagliari und Olbia. Dabei hat auch der Osten der Insel einiges zu bieten. Zu den atemberaubendsten Ausblicken zählt die Bucht Rocce Rosse bei Arbatax, einem Ortsteil der Stadt Tortoli. Die hohen roten Granitfelsen vor dem türkisfarbenen Meer sorgen für ein einzigartiges Schauspiel. Am Strand von Cea, wenige Kilometer entfernt, befinden sich mit “Is Scoglius Arrubius” zwei weitere beeindruckende rote Felsen.  © Vadym Lavra/Imago

Für zwei andere Userinnen sei der Monat noch aus einem anderen Grund nicht ideal. „Im August fahren wir nie dort hin, viel zu voll alles. Wir fahren seit über 20 Jahren schon nach Südtirol“, kommentiert eine Userin. „Juli und August kommt für uns auch nicht infrage“, bestätigt eine weitere. Manche Teile Südtirols, darunter insbesondere auch der Osten des Landes mit seinen malerischen Dolomiten, sieht sich im Sommer mit großen Scharen von Reisenden konfrontiert. Auch bei der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind im Sommer Einschränkungen zu erwarten – wichtige Bahnlinien in Südtirol sind nämlich für mehrere Monate dicht.

User sorgen mit Tipps außerhalb Italiens für Aufreger

Für einen Aufreger sorgten hingegen zwei User – denn diese verfehlten das Reiseziel. Einer empfahl Cala Millor, ein Mallorca-Tipp, worüber sich ein Nutzer zu Recht wunderte, warum er in einer Gruppe für Südtirol gepostet wird. Als ein anderer wenig später die Luegbrücke fallen lässt, da sie „zu dieser Jahreszeit besonders zu empfehlen“ sei, platzt einem User schließlich die Hutschnur: „Vollpfosten. Was hat die Luegbrücke mit Südtirol zu tun?“

Wahrscheinlich war der Kommentar eine Anspielung auf die bekannte Brücke in Nordtirol, die Südtirol-Urlauber auf dem Weg über den Brenner überqueren müssen. Beginnend mit 2025 wird diese saniert, Verkehrschaos an manchen Tagen, insbesondere in der Hochsaison im Sommer, dürfte damit vorprogrammiert sein.

Wer noch weitere Ideen für den Südtirol-Urlaub sucht, kann sich von diesen Tipps für einen abwechslungsreichen Urlaub in Italien inspirieren lassen. In Südtirol werden unterdessen auch autonome Busse getestet, die den öffentlichen Personennahverkehr in Zukunft attraktiver machen könnten – ein Video davon sorgte nun aber für Aufsehen. (vw)

Rubriklistenbild: © Alun Richardson/ Westend61/ Imago

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