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Wände streichen: Fünf Tipps, wie Sie Streifen und Flecken verhindern

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Beim Einzug in die neue Wohnung streichen viele Bewohner die Wände neu. Dabei passieren leider auch Fehler – mit unschönen Folgen.

Statt einer gleichmäßig gestrichenen Wand erwarten viele Hobbymaler nach dem Trocknen unschöne Streifen, Flecken oder dicke Farbnasen. Zimmerdecken sind beim Streichen besonders knifflig. Wie Sie gängige Fehler vermeiden und sich über am Ende über Ihre neue Wandfarbe freuen können.

Tipp 1, um Streifen zu verhindern: Immer Nass in Nass streichen

Neue Farbe, neues Glück: Beim Streichen der eigenen vier Wände kann jedoch einiges schief gehen.

Um Streifen und Flecken beim Streichen zu vermeiden, arbeiten Profis immer mit der „Nass in nass“-Methode. Damit die Farbe nicht zwischenzeitlich trocknet sondern nass bleibt, streicht man große Wandflächen deshalb am besten immer zu zweit. Auch die Übergänge zu vorgestrichenen Ecken und Kanten sollten nass in nass gestrichen werden, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen.

Tipp 2: Durchzug vermeiden

Beim Streichen riecht es oft unangenehm nach Farbe, weshalb viele beim Renovieren die Fenster öffnen, um zu lüften. Doch das ist keine gute Idee: Der Durchzug sorgt dafür, dass die Wandfarbe beim Streichen schneller trocknet und es so zur unerwünschten Streifenbildung kommt.

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Tipp 3: Richtige Temperatur von Farbe und Räumen beachten

Zu kalte oder zu warme Farbe begünstigt ebenfalls, dass sich beim Streichen Streifen bilden. Die Wandfarbe sollte deshalb stets Zimmertemperatur haben – holen Sie die Farbeimer also rechtzeitig aus dem kalten Keller oder dem überhitzen Dachboden. Die Raumtemperatur sollte laut hausjournal.net idealerweise bei 15 bis 20 Grad Celsius liegen.

Tipp 4: Farbe nicht zu dünn auftragen

Auch die Farbmenge spielt eine entscheidende Rolle, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen. Damit die Farbe nicht zu schnell trocknet, sollte sie immer in ausreichender Menge aufgetragen werden – aber auch nicht zu dick. Als Faustregel gilt: Tauchen Sie den Pinsel maximal zwei Zentimeter tief in Farbe. So vermeiden Sie unschöne Farbnasen.
Farbrollen tauchen Sie in Farbe und rollen dann über die strukturierte Fläche der Farbwanne bzw. über das Abstreifgitter, wenn Sie direkt aus dem Farbeimer arbeiten. Das wiederholen Sie solange, bis die Malerrolle vollständig mit Farbe benetzt ist. Dann setzen Sie die Rolle auf Schulterhöhe an der Wand an und verteilen die Frabe zuerst nach oben, dann nach unten. Tapete sollte übrigens nicht zu oft überstrichen werden.

Richtig putzen: Zehn Tipps für eine gesundheitsfreundliche Putz-Routine

Jemand wischt mit einem trockenen Tuch über ein Möbelstück.
Wer nach einem geeigneten Putzmittel sucht, hat die Qual der Wahl. So ist die Auswahl an Reinigern in Supermärkten und Drogerien groß. Um das Zuhause sauber zu halten, bedarf es jedoch keinesfalls einer Vielzahl an Putzutensilien. Schon zwei Putzmittel reichen der Verbraucherzentrale zufolge für das Reinigen von Böden und Oberflächen aus. Mit einem neutralen Allzweckreiniger säubern Sie Fußböden und Fenster. Ein Scheuerpulver entfernt hartnäckigen Schmutz.  © YAY Images/Imago
Eine junge Frau staubsaugt das Wohnzimmer.
Beim Putzen, Wischen und Staubsaugen muss der Rücken einiges aushalten. Um Schmerzen zu verhindern, sollten Sie daher beim Kauf von Wischmopp und Staubsauger auf eine an Ihre Körpergröße angepasste Höhe achten. Eine Teleskop-Funktion kann gewährleisten, dass jedes Familienmitglied die Putzutensilien nutzen kann.  © Eva Blanco/Imago
Eine Frau putzt die Fenster
Lässt sich das Bücken beim Wischen oder Auswringen des Wischmopps nicht verhindern, gilt es dabei die richtige Technik zu gebrauchen. Achten Sie, dass Sie sich rückenschonend beugen. Bewegen Sie sich beim Putzen mit geradem Rücken und beugen Sie Knie- und Hüftgelenk, um Lasten anzuheben.  © Diego Martin/Imago
Putzmittel für den Frühjahrsputz
Tenside, Duftstoffe und Konservierungsstoffe sind in den meisten Putzmitteln enthalten. Verbraucher sollten die Sicherheitshinweise auf der Verpackung lesen. Diese geben an, wie die Putzmittel zu verwenden sind. © agefotostock / imago
Frau sitzt auf einer Badewanne und putzt.
Auch im Bad und in der Küche reichen schon zwei Reinigungsmittel aus. In jedem Haushalt sollte ein Handspülmittel für das Geschirrspülen sowie ein Essigreiniger oder Zitronensäure bei Verkalkungen im Bad zu finden sein.  © imago
Zu sehen sind gelbe Zitronen, die neben einem Schüsselchen liegen, das mit weißem Pulver gefüllt ist.
Wer neben seiner Gesundheit auch die Umwelt schützen möchte, sollte unbedingt zu natürlichen Reinigungsmitteln greifen. Diese sind nicht nur schonender, sondern können auch universell eingesetzt werden. Seife, Zitrone, Essig und ein basischer Reiniger wie Natron sind bereits ausreichend.  © Iordache Magdalena/Imago
Frau reinigt Dusche mit einem Schwamm. Mit den richtigen Tricks bleibt das Badezimmer immer sauber.
Um zu verhindern, dass die Haut unter den Putzmitteln leidet, hilft es, Gummihandschuhe beim Putzen zu tragen. Dies verhindert nicht nur mögliche allergische Reaktionen. Auch die Haut trocknet durch den ständigen Kontakt mit Wasser nicht so schnell aus. Atemmasken schützen die Lungen zudem vor Partikeln in der Luft.  © ingimage/Imago
Person mit Handschuhen beim Fensterputzen
Die Liste der Inhaltsstoffe ist bei den meisten Putzmitteln sehr lang. Nach dem Putzen sollte man ordentlich lüften.  © STPP/Imago
Putzmittel zur Reinigung von Fußböden
In beinahe allen handelsüblichen Allzweckreinigern ist Alkohol enthalten. Sie gehören daher zu den Kaltwasserreinigern, welche mit kaltem oder höchstens lauwarmen Wasser verwendet werden sollen. Grund dafür ist, dass der Alkohol bei Wärme schnell verdampft und so die Reinigungskraft auf Böden und Oberflächen deutlich nachlässt. © Imago
Eine Frau putz das Waschbecken mit einem Putzlappen.
Wer verschiedene Putzmittel verwendet, sollte diese keinesfalls miteinander vermischen. Da die Reiniger meist eine Vielzahl an Inhaltsstoffen enthalten, könnte es bei einer ungünstigen Vermischung zu chemischen Reaktionen kommen. Bleiben Sie besser bei einem Putzmittel, so der Rat. © Shotshop/Imago

Tipp 5: Frisch gestrichene Farbflächen ebnen, um Streifen zu verhindern

Damit sich an den Schnittstellen des Farbauftrags keine Streifen bilden, empfiehlt der Hersteller Alpina, die Farbe nach etwa drei Bahnen zu „verschlichten“, also zu ebnen. Dafür wird noch einmal über die bereits gestrichene Fläche gerollert, ohne die Farbrolle wiederholt in Farbe zu tauchen.

Was tun, wenn beim Trocknen trotzdem Streifen sichtbar werden?

Lassen Sie die Wandfarbe erst vollständig trocknen, bevor Sie nochmals zum Farbpinsel oder der -rolle greifen. Das Endergebnis wird erst nach dem kompletten Durchtrocknen erkennbar, was bis zu sechs Stunden dauern kann. Wer nur Teilbereiche doppelt streicht, riskiert eine fleckige Wand. Deshalb sollten Wände immer komplett neu gestrichen werden, wenn Streifen sichtbar sind. Sollen nur kleine Stellen ausgebessert werden, helfen diese Tipps für Schönheitsreparaturen.

Reste von Innenfarben können Sie entweder an einem kühlen, frostfreien Ort lagern oder auch entsorgen. Reste von flüssiger Wandfarbe geben Sie dazu im Wertstoffhof ab, eingetrocknete Farbreste dürfen in den Restmüll.

Rubriklistenbild: © Bartek Szewczyk/Imago

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