VonAndrea Stettnerschließen
Beim Einzug in die neue Wohnung streichen viele Bewohner die Wände neu. Dabei passieren leider auch Fehler – mit unschönen Folgen.
Statt einer gleichmäßig gestrichenen Wand erwarten viele Hobbymaler nach dem Trocknen unschöne Streifen, Flecken oder dicke Farbnasen. Zimmerdecken sind beim Streichen besonders knifflig. Wie Sie gängige Fehler vermeiden und sich über am Ende über Ihre neue Wandfarbe freuen können.
Tipp 1, um Streifen zu verhindern: Immer Nass in Nass streichen
Um Streifen und Flecken beim Streichen zu vermeiden, arbeiten Profis immer mit der „Nass in nass“-Methode. Damit die Farbe nicht zwischenzeitlich trocknet sondern nass bleibt, streicht man große Wandflächen deshalb am besten immer zu zweit. Auch die Übergänge zu vorgestrichenen Ecken und Kanten sollten nass in nass gestrichen werden, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen.
Tipp 2: Durchzug vermeiden
Beim Streichen riecht es oft unangenehm nach Farbe, weshalb viele beim Renovieren die Fenster öffnen, um zu lüften. Doch das ist keine gute Idee: Der Durchzug sorgt dafür, dass die Wandfarbe beim Streichen schneller trocknet und es so zur unerwünschten Streifenbildung kommt.
Tipp 3: Richtige Temperatur von Farbe und Räumen beachten
Zu kalte oder zu warme Farbe begünstigt ebenfalls, dass sich beim Streichen Streifen bilden. Die Wandfarbe sollte deshalb stets Zimmertemperatur haben – holen Sie die Farbeimer also rechtzeitig aus dem kalten Keller oder dem überhitzen Dachboden. Die Raumtemperatur sollte laut hausjournal.net idealerweise bei 15 bis 20 Grad Celsius liegen.
Tipp 4: Farbe nicht zu dünn auftragen
Auch die Farbmenge spielt eine entscheidende Rolle, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen. Damit die Farbe nicht zu schnell trocknet, sollte sie immer in ausreichender Menge aufgetragen werden – aber auch nicht zu dick. Als Faustregel gilt: Tauchen Sie den Pinsel maximal zwei Zentimeter tief in Farbe. So vermeiden Sie unschöne Farbnasen.
Farbrollen tauchen Sie in Farbe und rollen dann über die strukturierte Fläche der Farbwanne bzw. über das Abstreifgitter, wenn Sie direkt aus dem Farbeimer arbeiten. Das wiederholen Sie solange, bis die Malerrolle vollständig mit Farbe benetzt ist. Dann setzen Sie die Rolle auf Schulterhöhe an der Wand an und verteilen die Frabe zuerst nach oben, dann nach unten. Tapete sollte übrigens nicht zu oft überstrichen werden.
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Tipp 5: Frisch gestrichene Farbflächen ebnen, um Streifen zu verhindern
Damit sich an den Schnittstellen des Farbauftrags keine Streifen bilden, empfiehlt der Hersteller Alpina, die Farbe nach etwa drei Bahnen zu „verschlichten“, also zu ebnen. Dafür wird noch einmal über die bereits gestrichene Fläche gerollert, ohne die Farbrolle wiederholt in Farbe zu tauchen.
Was tun, wenn beim Trocknen trotzdem Streifen sichtbar werden?
Lassen Sie die Wandfarbe erst vollständig trocknen, bevor Sie nochmals zum Farbpinsel oder der -rolle greifen. Das Endergebnis wird erst nach dem kompletten Durchtrocknen erkennbar, was bis zu sechs Stunden dauern kann. Wer nur Teilbereiche doppelt streicht, riskiert eine fleckige Wand. Deshalb sollten Wände immer komplett neu gestrichen werden, wenn Streifen sichtbar sind. Sollen nur kleine Stellen ausgebessert werden, helfen diese Tipps für Schönheitsreparaturen.
Reste von Innenfarben können Sie entweder an einem kühlen, frostfreien Ort lagern oder auch entsorgen. Reste von flüssiger Wandfarbe geben Sie dazu im Wertstoffhof ab, eingetrocknete Farbreste dürfen in den Restmüll.
Rubriklistenbild: © Bartek Szewczyk/Imago

