Mehr Rente, weniger Steuer: Dann lohnt sich eine Gehaltsumwandlung
VonJuliane Reyle
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Mit einer Gehaltsumwandlung lassen sich Steuern sparen und eine Altersvorsorge aufbauen. Welche Vor- und Nachteile bringt eine Lohnumwandlung mit?
Mehr Rente mit weniger Aufwand – ist das möglich? Mit der Gehaltsumwandlung können Arbeitnehmer ganz einfach einen Teil ihres Bruttogehalts in eine betriebliche Altersvorsorge umwandeln. Klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach. echo24.de erklärt, wie die Entgeltumwandlung funktioniert, welche Vorteile sie bietet und für wen sie sich lohnen kann. Denn neben einigen Neuerungen ab 2025 soll die Bundesregierung im neuen Jahr auch die betriebliche Altersvorsorge fördern wollen und sie damit attraktiver machen.
Für die Rente vorsorgen: Was ist eine Gehaltsumwandlung?
Bei der Gehaltsumwandlung, auch (Brutto-)Entgeltumwandlung und Lohnumwandlung genannt, verzichten Arbeitnehmer auf einen Teil Ihres Bruttogehalts, der stattdessen in eine betriebliche Altersvorsorge fließt. Das kann eine Direktversicherung, eine Pensionskasse oder ein Pensionsfonds sein, wie „Chip.de“ schreibt. Dadurch müssen Arbeitnehmer weniger Steuern und Sozialabgaben auf ihr Gehalt zahlen und sorgen gleichzeitig automatisiert für ihr Einkommen im Alter vor.
Neben der gesetzlichen Rente: Warum kann sich eine Gehaltsumwandlung lohnen?
Steuerliche Vorteile: Auf die umgewandelten Beträge zahlen Arbeitnehmer weniger Steuern und Sozialabgaben.
Arbeitgeberzuschuss: Viele Arbeitgeber zahlen einen zusätzlichen Beitrag zur betrieblichen Altersvorsorge.
Zinseszins-Effekt: Das Geld arbeitet und vermehrt sich durch Zinsen im Laufe der Zeit.
Flexibilität: Die Höhe der Umwandlung kann oft selbst bestimmt werden.
Trotz Rentenversicherung: Für wen lohnt sich die Gehaltsumwandlung?
Die Gehaltsumwandlung eignet sich für die, die ihre gesetzliche Rente aufbessern wollen und bereit sind, einen Teil ihres Einkommens langfristig anzulegen, wie „WeltSparen“ schreibt.
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Besonders interessant ist die Gehaltsumwandlung deshalb für:
Berufseinsteiger: Starten Arbeitnehmer frühzeitig mit der Altersvorsorge, können sie vom Zinseszins-Effekt profitieren.
Gutverdiener: Diese können Steuern und Sozialabgaben auf das hohe Einkommen sparen.
Angestellte mit betrieblicher Altersvorsorge: Vor allem mit Arbeitgeberzuschüssen, kann es sich lohnen, die Möglichkeit, die Altersvorsorge aufzubessern zu nutzen.
Aber Achtung: Es gilt bei der Gehaltsumwandlung auch einige Nachteile zu bedenken, wie „Chip.de“ schreibt.
Nachteile der Gehaltsumwandlung:
Minderer Rentenanspruch: Durch die geringeren beitragspflichtigen Einnahmen sinkt in der Regel Ihr Anspruch auf gesetzliche Rente.
Illiquidität: Das angesparte Kapital ist in der Regel bis zum Renteneintritt gebunden.
Kosten: Neben den Beiträgen fallen gegebenenfalls auch Verwaltungskosten an.
Die Gehaltsumwandlung bietet viele Vorteile, birgt aber auch einige Risiken, weshalb sich Arbeitnehmer gut informieren und gegebenenfalls einen Finanzberater zu Rate ziehen sollten, bevor sie sich für eine Entgeltumwandlung entscheiden. Außerdem gibt es auch einige Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge zusätzlich zur gesetzlichen Rente.
Gehaltsumwandlung ab 2025: Neue Förderungen von der Bundesregierung
Mit einem neuen Gesetz will die Bundesregierung die betriebliche Altersversorgung stärken. Das ginge aus einem Entwurf hervor, den das Bundeskabinett am Mittwoch (18. September 2024) beschlossen hat, wie „InFranken“ schreibt. Damit sollen Anreize geschaffen werden, damit mehr Unternehmen Betriebsrenten zu einem festen Bestandteil der Altersvorsorge machen. Ab 2025 soll es dann neue Fördermöglichkeiten geben, die die Gehaltsumwandlung noch attraktiver machen könnten, wie „Chip.de“ schreibt. So könnten Arbeitnehmer beispielsweise von höheren Freibeträgen und staatlichen Zuschüssen profitieren.