VonJulia Cuprakowaschließen
Die für 2026 geplante Rentenerhöhung führt dazu, dass viele Rentner steuerpflichtig werden. Besonders betroffen sind diejenigen mit zusätzlichen Einkünften.
Die Rentenerhöhung 2026 bringt nicht für alle gute Nachrichten: Kommendes Jahr könnte es für viele Ruheständler finanziell eng werden. Durch die geplante Rentenerhöhung rutschen zahlreiche Rentner erstmals in die Steuerpflicht. Grund ist der steigende steuerpflichtige Anteil der Rente, der zusammen mit der jährlichen Anpassung viele bisher steuerfreie Altersbezüge betrifft. Wer wissen will, ob er künftig eine Steuererklärung abgeben muss, sollte jetzt genau hinsehen.
Rentenerhöhung 2026: Wer muss erstmals Steuern zahlen und welche Einkünfte zählen?
Die für 2026 geplante Rentenerhöhung von etwa 3,73 Prozent sorgt nicht nur für mehr Geld im Portemonnaie, sondern auch für neue Pflichten gegenüber dem Finanzamt. Weil der steuerpflichtige Anteil der Rente weiter steigt, geraten immer mehr Senioren in die Steuerpflicht – selbst dann, wenn sich ihre monatliche Auszahlung nur geringfügig erhöht. Besonders betroffen sind Rentner mit zusätzlichen Einkünften, etwa aus Betriebsrenten oder Mieteinnahmen. Wie hoch die Betriebsrente ausfallen kann und was nach Abzügen tatsächlich übrig bleibt, hat echo24.de bereits berichtet.
Allerdings ist die Betriebsrente nicht das einzige Kriterium dafür, dass Rentner plötzlich Steuern zahlen müssen. Ab 2026 sind vor allem diejenigen von der Steuerpflicht betroffen, deren jährliche Gesamteinkünfte durch die höhere Rente den voraussichtlichen Grundfreibetrag von 12.348 Euro (für Alleinstehende) bzw. 24.696 Euro (für Ehepaare) überschreiten. Besonders betroffen sind:
- Neurentner mit Rentenbeginn vor 2026: Ihr steuerpflichtiger Rentenanteil beträgt derzeit etwa 83,5 Prozent und steigt jährlich an. 2026 wird der steuerpflichtige Anteil für Neurentner weiter ansteigen – laut aktuell geltender Tabelle auf 84 Prozent.
- Rentner mit kleiner Zusatzrente oder Mieteinnahmen: Diese Einkünfte werden zusammengerechnet. Durch die Erhöhung kann die Schwelle erstmals überschritten werden.
- Für Rentner, die eine Witwenrente oder eine betriebliche Altersvorsorge beziehen, zählt die Summe aller Einkünfte.
- Mehrfachrentner (zum Beispiel ehemalige Selbstständige): Wer mehrere Renten bezieht, muss schneller Steuern zahlen.
Quelle: Buerger-Geld, Rentenbescheid24, Blick, Vereinigte Lohnsteuerhilfe
2026 erstmals steuerpflichtig: Diese Rentner müssen auf ihre Rente Steuern zahlen und ab wann
2025 sind bereits laut Schätzungen über 73.000 Rentner durch die Rentenerhöhung in die Steuerpflicht gekommen, wie das Online-Portal Blick berichtet. Wie viel Rente Senioren aktuell haben dürfen, ohne Steuern zahlen zu müssen, hat echo24.de in einem separaten Artikel zusammengefasst. Für 2026 wird eine ähnliche oder höhere Zahl erwartet, da die Rentenerhöhung erneut etwa 3,73 Prozent beträgt und viele Renten damit erstmals den steuerlichen Schwellenwert überschreiten werden.
Wer 2026 neu steuerpflichtig wird, muss allerdings erst ab 2027 eine Steuererklärung abgeben, wie das Online-Portal Bürger-Geld schreibt. Doch wie hoch darf die Rente maximal sein, damit Senioren keine Steuererklärung abgeben müssen? Grob gerechnet beginnt die Steuerpflicht im Jahr 2026 bei einer monatlichen Bruttorente von etwa 1.000 bis 1.300 Euro, sie variiert jedoch je nach individuellen Zusatzeinkünften und abziehbaren Freibeträgen.
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