VonJulia Cuprakowaschließen
Nach 35 Arbeitsjahren ohne Abschläge in Rente? Eine neue Tabelle zeigt, mit wie viel Geld Senioren rechnen können – und ab wann der Ruhestand möglich ist.
Wer 35 Jahre lang gearbeitet hat, bekommt in der Regel eine Rente über dem Grundsicherungsniveau – doch wie viel genau am Ende auf dem Konto landet, hängt von mehreren Faktoren ab. Eine aktuelle Übersicht zeigt, mit welchem Rentenbetrag je nach Verdienst zu rechnen ist. Die Tabelle hilft dabei, die eigene Altersvorsorge besser einzuschätzen – und zeigt, wo Handlungsbedarf besteht.
Rente nach 35 Arbeitsjahren: So viel gesetzliche Rente ist möglich
35 Arbeitsjahre markieren in der gesetzlichen Rentenversicherung eine wichtige Schwelle. Wer so lange Beiträge gezahlt hat, erfüllt unter anderem die Voraussetzungen für die „Rente für langjährig Versicherte“. Entscheidend für die Höhe der späteren Rente ist vor allem das durchschnittliche Einkommen über die gesamte Erwerbszeit.
Eine aktuelle Tabelle veranschaulicht, wie hoch die monatliche Rente ausfällt, wenn über 35 Jahre hinweg stets der Durchschnittslohn erzielt wurde – und welche Bedeutung die Entgeltpunkte dabei haben. Denn: Wer in jedem dieser 35 Jahre das durchschnittliche Jahresbrutto verdient hat, sammelt insgesamt 35 Rentenpunkte. Jeder Entgeltpunkt wird mit dem aktuellen Rentenwert multipliziert – und ergibt so das voraussichtliche Alterseinkommen. Eine neue Tabelle zeigt, wie sich die Rente in den letzten Jahren entwickelt hat:
| Jahr | Wert eines Rentenpunkts\t | Durchschnittsrente nach 35 Jahren |
|---|---|---|
| 2025 | 40,79 Euro | 1427,65 Euro |
| 2024/t | 39,32 Euro\t | 1376,20 Euro |
| 2023/t | 37,60 Euro\t | 1316,00 Euro |
| 2020/t | 34,19 Euro\t | 1196,65 Euro |
| 2015/t | 29,21 Euro\t | 1022,35 Euro |
Rentenwert steigt 2025: So viel bleibt nach 35 Arbeitsjahren netto übrig
Zum 1. Juli 2025 wird die gesetzliche Rente erneut angehoben – das berichtet unter anderem echo24.de. Der bundesweit geltende Rentenwert steigt dadurch auf 40,79 Euro pro Entgeltpunkt. Wer also im Jahr 2025 nach 35 Arbeitsjahren in den Ruhestand geht und dabei exakt 35 Entgeltpunkte erworben hat, erhält eine Bruttorente von 1427,65 Euro.
Nach Abzug der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung – etwa 173,50 Euro bei Eltern und 182,06 Euro bei Kinderlosen – verbleibt ein monatlicher Nettobetrag von rund 1254,15 Euro (mit Kindern) beziehungsweise etwa 1245,59 Euro (ohne Kinder), jeweils vor Steuern. Damit liegt die Rente nach 35 Beitragsjahren weiterhin deutlich unter dem Betrag, der als notwendig gilt, um Altersarmut zu vermeiden.
Abschlagsfreie Rente nach 35 Jahren: Renteneintrittsalter abhängig vom Geburtsjahr
Für jede Art der Altersrente gelten gesetzlich festgelegte Renteneintrittsalter. Laut Deutscher Rentenversicherung steigt die Altersgrenze für die Regelaltersrente ohne Abschläge bis zum Jahr 2031 schrittweise auf 67 Jahre. Wer nach 35 Arbeitsjahren abschlagsfrei in Rente gehen möchte, sollte daher genau prüfen, ab welchem Alter dies möglich ist – denn das hängt direkt mit dem Geburtsjahrgang zusammen.
Versicherte der Jahrgänge 1949 bis 1963 können unter bestimmten Voraussetzungen bereits vor dem 67. Lebensjahr ohne Abschläge in den Ruhestand gehen, schreibt die Bundesregierung. Wie genau sich das Renteneintrittsalter entwickelt, zeigt eine übersichtliche Tabelle mit der schrittweisen Anhebung. Für alle, die 1964 oder später geboren wurden, liegt das abschlagsfreie Eintrittsalter bei 67 Jahren.
| Geburtsjahr | Abschlagsfreie Regelaltersrente und abschlagsfreie Rente für langjährig Versicherte |
| 1960 | 66 Jahre und vier Monate |
| 1961 | 66 Jahre und sechs Monate |
| 1962 | 66 Jahre und acht Monate |
| 1963 | 66 Jahre und zehnt Monate |
| 1964 | 67 Jahre |
(Quelle: Bundesregierung)
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