Im Koalitionsvertrag geregelt

Höheres Renteneintrittsalter? Merz-Regierung redet Klartext und schafft Anreize

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Wird das Renteneintrittsalter in Deutschland künftig erhöht oder nicht? Jetzt hat die Bundesregierung um Kanzler Friedrich Merz (CDU) dazu Klartext geredet.

Trotz neuer Debatten um längeres Arbeiten plant die Bundesregierung keine generelle Anhebung des Renteneintrittsalters. Das betonte Regierungssprecher Sebastian Hille am Montag (28. Juli) in Berlin und verwies auf die klare Regelung im Koalitionsvertrag. Demnach soll ein Gesamtpaket zur Zukunft der Rente umgesetzt werden – mit der sogenannten „Aktivrente“ als zentralem Baustein. Diese soll Anreize schaffen, auch über das gesetzliche Rentenalter hinaus freiwillig im Beruf zu bleiben.

Höheres Renteneintrittsalter? Merz-Regierung redet Klartext und schafft Anreize

Auslöser der aktuellen Diskussion war ein Interview von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Darin sagte die Ministerin: „Der demografische Wandel und die weiter steigende Lebenserwartung machen es unumgänglich: Die Lebensarbeitszeit muss steigen.“ Reiche forderte: „Wir müssen mehr und länger arbeiten.“

Arbeitnehmern in Deutschland scheint ein höheres Rentenbeitrittsalter von der Merz-Regierung erspart zu bleiben. (Symbolbild)

Auch Trigema-Chefin Bonita Grupp hatte sich kürzlich zum Renteneintrittsalter geäußert, wie echo24.de berichtete. Die Unternehmerin aus Burladingen plädiert für eine Berücksichtigung der Lebenserwartung.

Koalitionsvertrag setzt bei Renteneintrittsalter auf Freiwilligkeit

Union und SPD haben sich im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, das gesetzliche Rentenalter nicht weiter anzuheben. Stattdessen soll es mehr Spielraum geben, wie der Übergang vom Arbeitsleben in die Rente gestaltet wird. Die „Aktivrente“ sieht vor, dass Menschen, die nach Erreichen des gesetzlichen Rentenalters weiterarbeiten, bis zu 2000 Euro monatlich steuerfrei verdienen dürfen.

Schon heute steigt die Regelaltersgrenze für die abschlagsfreie Rente: Seit 2012 wird sie schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben – dieser Prozess soll bis 2031 abgeschlossen sein. Wie hoch die Standard-Rente nach 45 Arbeitsjahren ist, zeigt eine Tabelle.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Angel Santana Garcia

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