Tabelle gibt Überblick

Rentenlücke trotz 45 Arbeitsjahren? So hoch ist die Standardrente

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Eine Tabelle macht die deutlichen Lücken im Rentensystem sichtbar. So droht einigen Rentnern in Deutschland selbst nach 45 Arbeitsjahren die Altersarmut.

Wie viel bleibt am Ende übrig? Eine neue Rententabelle zeigt, wie hoch die Bezüge pro Monat nach 45 Beitragsjahren tatsächlich ausfallen – je nach Verdienst und Beitragsjahren. Die Übersicht sorgt für Klarheit, aber auch für Ernüchterung in Sachen Rente: Selbst langjährige Vollzeitbeschäftigung schützt nicht immer vor Altersarmut. Wer jetzt wissen will, was ihm oder ihr zusteht – und wo Handlungsbedarf besteht –, sollte einen genauen Blick auf die Zahlen werfen.

Eine aktuelle Rententabelle zeigt deutliche Schwächen im System: Selbst nach 45 Beitragsjahren kann Altersarmut drohen. Die Daten sind alarmierend.

Anspruch, Höhe und Realität – so funktioniert die Standardrente

Die deutsche Bevölkerung wird immer älter, gleichzeitig werden zu wenige Kinder geboren. Aus diesem Grund plädieren Experten bereits seit Jahren für eine Rentenreform und warnen vor einem Kollaps des Umlagesystems. Dabei unterscheidet sich die Summe, die Rentner im Alter benötigen, gar nicht so stark von der Standardrente in Deutschland. Wie echo24.de bereits berichtete, benötigen Senioren etwa 1464 bis 2100 Euro, um im Alter nicht von Armut betroffen zu sein.

Laut dem Online-Portal Gegen-Hartz beträgt die Standardrente im Jahr 2025 rund 1835 Euro. Die Deutsche Rentenversicherung spricht von einer „Standardrente“, wenn jemand 45 Jahre lang ununterbrochen sozialversicherungspflichtig gearbeitet und in jedem dieser Jahre genau das Durchschnittsentgelt verdient hat. Für jedes dieser Jahre gibt es einen sogenannten Entgeltpunkt. Wer 45 Entgeltpunkte sammelt, erhält – multipliziert mit dem Rentenwert – die Standardrente.

Höhe der Standardrente in Deutschland: Wert liegt seit Juli 2025 bei über 1800 Euro brutto

Zum 1. Juli 2025 wird die Rente erhöht und der bundesweite Rentenwert steigt auf 40,79 Euro pro Entgeltpunkt. Damit ergibt sich bei 45 Entgeltpunkten eine Bruttorente von 1835,55 Euro. Nach Abzug der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung (rund 215 Euro) bleibt ein monatlicher Nettobetrag von etwa 1621 Euro, vor Steuern. Eine neue Tabelle zeigt, wie sich die Standardrente in den letzten Jahren entwickelt hat (Quelle: Gegen-Hartz):

Jahr Wert eines RentenpunktsDurchschnittsrente nach 45 Jahren
202540,79 Euro 1835,55 Euro
2024\t39,32 Euro1769,40 Euro
2023\t37,60 Euro 1692,00 Euro
2020\t34,19 Euro 1538,55 Euro
2015\t29,21 Euro 1314,45 Euro

Höhe der Durchschnittsrente liegt deutlich unter Idealwert – und ist oft steuerpflichtig

Die Standardrente deckt sich also weitgehend mit dem Geldbedarf der Rentner im Alter. Warum ist dann fast jeder siebte Rentner in Deutschland von der Altersarmut betroffen? Der Grund ist, dass nur die wenigsten Rentner 45 Jahre lang die Idealbedingungen für die Standardrente erreichen. Im Schnitt liegt die Rentenleistung deutlich darunter, so Gegen-Hartz.

Tatsächlich erhielten Männer im Jahr 2023 laut Deutscher Rentenversicherung im Durchschnitt 1348 Euro und Frauen 908 Euro Altersrente. Wie die Tabelle zeigt, lag die Standardrente im Jahr 2023 jedoch bei 1692 Euro. Demnach bekamen Männer rund 340 Euro, Frauen sogar 784 Euro weniger Rente. Hinzu kommt, dass die geringe Rente oftmals versteuert werden muss – je nach Höhe der Gesamteinkünfte.

Warum viele nicht auf die volle Höhe der Standardrente kommen

Die Gründe, weshalb die meisten Rentner den Idealwert einer Standardrente nicht erreichen, sind vielfältig.

  • Viele Erwerbsbiografien sind von Brüchen, Teilzeitarbeit oder Niedriglöhnen geprägt.
  • Nicht jeder schafft 45 Versicherungsjahre.

Eine Tabelle zeigt auch, mit welchem Einkommen Rentner zur Unter-, Mittel- oder Oberschicht gehören.

Rubriklistenbild: © IMAGO/ Westend61

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