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Andauernder, starker Regen kann Haus und Garten bedrohen. Mit der richtigen Bepflanzung, Wasserspeichern und anderen Maßnahmen kann man viele Schäden verhindern.
Große Mengen Regen können heutzutage unabhängig von der Jahreszeit zu Hochwasser und Überschwemmungen führen. Dies gilt inzwischen auch für Ortschaften, die gar nicht in typischen Gefährdungsregionen, beispielsweise in der Nähe von Flüssen, liegen. Gegen ein Extremwetterereignis ist man ab einem bestimmten Grad machtlos, aber dennoch gibt es Maßnahmen, mit denen der Einzelne dem vielen Nass im Garten Grenzen setzen kann. Sie verhindern, dass sich Wasser unnötig staut, beschleunigen den Abfluss und schützen letztendlich die Pflanzen vor Zerstörung.
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Auch in einem kleinen Garten kann man viel gegen Starkregen tun
Zunehmende starke Trockenphasen im Sommer sind einer der Gründe, die die Hochwassergefahr verstärken. Setzt dann plötzlich anhaltender Regen ein, kann der ausgetrocknete harte Boden die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Besteht im Garten zusätzlich ein Gefälle, ist auch das Haus stärker gefährdet. Nicht nur in großen Gärten sollte man etwas dagegen unternehmen:
„Wenn der einzelne Gartenbesitzer nun denkt, meine 28 Quadratmeter machen doch keinen Unterschied, irrt er gewaltig. Jede noch so kleine, neu angelegte Grünfläche hilft, den Wasserhaushalt zu regulieren. Zudem werden die Sommertemperaturen der Städte und Gemeinden durch die Kühlfunktion von Pflanzen wieder angenehmer und gesünder für uns alle und die Böden können das Wasser auch bei heftigen Regenfällen besser speichern. Das summiert sich einfach auf“ erklärt Jens Sander, Geschäftsführer der Sander Baumschulen in Tornesch auf der Unternehmensseite.
Mit sechs Maßnahmen ist Ihr Garten besser für Starkniederschläge gewappnet
Folgende Maßnahmen im eigenen Garten erschweren es dem Regen, größeren Schaden anzurichten:
- Selbst wer keinen Schottergarten hat, sollte jegliche Versiegelungen im Garten vermeiden. Und wenn doch nötig, sollte man größere Fugen anlegen und mit Sand oder feinem Kies füllen, sodass das Wasser ins Erdreich ablaufen kann (Ökopflaster). Ein Bodenbelag aus Holzhäckseln könnte ebenfalls eine Alternative sein.
- Boden auflockern: Böden mit hohem Lehm- oder Tonanteil speichern Wasser gut. Eine Anreicherung mit Sand macht die Erde durchlässiger für den Regen – dies gilt auch für Rasenflächen. Eine schmale Kiesschicht rund um das Haus führt laut Jens Sander dazu, dass das Wasser sofort versickert und nicht am Mauerwerk aufschwemmen kann.
- Dichte Bepflanzung: Während Hochbeete Pflanzen von unten vor Staunässe schützen, hilft eine vielseitige dichte Bepflanzung im ebenen Beet und im Garten allgemein. Denn die Pflanzen lockern mit ihren Wurzeln den Boden auf, der das Regenwasser wie ein Schwamm aufnimmt. Stauden, Blumen und Gehölze sind dabei hilfreicher als Rasen, weil der Boden unter diesem stärker verdichtet ist.
Exotische winterharte Obstgehölze für den heimischen Garten




- Wie der Naturschutzbund Deutschland erklärt, sollte man seinen Garten hügelig anlegen: Die Hügel leiten das Wasser in die Senken, sodass es sich dort sammeln kann und mehr Zeit zum Versickern hat.
- Wer genug Platz dafür hat, sollte sich überlegen, in einen unterirdischen Wassertank zu investieren: Wie Zisternen speichern sie große Mengen Regenwasser, das man wiederum in Trockenzeiten sehr nützlich ist. Dieversicherer.de rät neben klassischen Wasserspeichersystemen wie Regentonnen außerdem zu einer Dachbegrünung und zu sogenannten Rigolen, die das Regenwasser in tiefere Erdschichten leiten.
- Reinigen Sie regelmäßig Dachrinnen und Fallrohre, damit bei plötzlichen Starkniederschlägen nichts verstopft.
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