Zum Jubiläum

Kultmobil: Fiat bringt den Multipla zurück – als ganz besonderes Sammlerstück

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Nur wenige Autos polarisieren aufgrund ihres Designs derart wie einst der Fiat Multipla. Nun kehrt der italienische Van als „Geburtstags“-Einzelstück für Sammler zurück.

Welches ist eigentlich das hässlichste Auto, das jemals gebaut wurde? Bei dieser Frage gehen die Meinungen natürlich weit auseinander. Ein Fahrzeug gehört jedoch eigentlich immer zum engen Kandidatenkreis: der Fiat Multipla. Das Design des italienischen Vans fiel auch zu seiner Zeit komplett aus dem Rahmen: Sein Markenzeichen ist die spezielle Front, die aussieht, als ob hier zwei Autos zu einem vereinigt wurden – und das, nach dem Empfinden nicht weniger, auf eine keine besonders ästhetische Art. Dennoch hat der Multipla (vor der Überarbeitung der Karosserieform 2004) inzwischen Kultcharakter – sogar Auto-YouTuber Matthias Malmedie hat sich einen zugelegt. Nun kommt der Ursprungs-Multipla noch einmal in einer speziellen Version zurück.

25 Jahre Fiat Multipla: Für die Italiener Grund für „Sondermodell“

25 Jahre ist es inzwischen her, dass der Multipla auf den Markt kam – für die Heritage-Abteilung von Stellantis (der Mutterkonzern, zu dem Fiat inzwischen gehört) ein Grund zum Feiern, und zwar mit einem „Sondermodell“. Vorgestellt wurde der Van auf der IAA 1997 in Frankfurt, wo er „für großes Aufsehen sorgte und die Neugier sowohl der Öffentlichkeit als auch der Branchenexperten weckte“, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns. Verantwortlich für das Design war damals Roberto Giolito – und er hat nun auch die „Neuauflage“ in Form eines besonderen Einzelstücks gestaltet. Dass der Multipla wegen seines Äußeren eine ganz spezielle Strahlkraft hat, zeigt nicht zuletzt, dass ein Exemplar auch im Museum of Modern Art in New York ausgestellt wurde.

Der Fiat Multipla kommt zum Jubiläum als Sammler-Einzelstück mit spezieller Lackierung.

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Multipla-Geburtstag: Sechs Cartoon-Charaktere zieren das Einzelstück

Fiat Multipla 6x6 nennt sich die Kreation, die als Sammlerauto auf den Markt kommen soll. Vermutlich auf einem restaurierten Original basierend, unterscheidet sich das Einzelstück vor allem durch eine spezielle Cartoon-Bemalung vom einst produzierten Standard-Fahrzeug. Sechs verschiedene, von Giolito zur Markteinführung gezeichnete Figuren finden sich sowohl auf der Motorhaube als auch auf den Türen des polarisierenden Vans. Lackiert ist das Fahrzeug in Türkis – Stoßstange, Zierleisten und Räder sind in Weiß gehalten und sorgen so für einen optischen Kontrast.

Die zehn hässlichsten Autos aller Zeiten: Design-Sünden der Hersteller

Die erste Generation der Mercedes A-Klasse.
Platz 10: Mercedes-Benz A-Klasse. Die ersten Generationen der A-Klasse waren alles andere als eine Schönheit. Seit 2012 kann sich der Kompaktwagen jedoch sehen lassen. Dennoch fliegt die A-Klasse bald aus dem Programm. © Mercedes-Benz AG
Audi A2
Platz 9: Audi A2. Natürlich darf auch der A2 in diesem Ranking nicht fehlen. Hier ging der Nutzen klar vor Design. Mit einem cw-Wert von 0,252 kann der Kompaktwagen locker mit modernen Stromern mithalten. Und auch sonst war der Audi A2 seiner Zeit weit voraus. Vermutlich etwas zu weit, denn 2005 wurde die Produktion nach sechs Jahren eingestellt. Inzwischen genießt der Ingolstädter einen Kult-Status. © Heritage Images/Imago
Ein Chrysler PT Cruiser von 2009 auf der San Diego International Auto Show
Platz 8: Chrysler PT Cruiser. Den Kompatkwagen gab es alternativ auch als Cabrio. Optisch erinnert der PT Cruiser durch seine lange Motorhaube etwas an die Autos der 20er oder 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. 2010 war nach zehn Jahren Bauzeit und einem Facelift dann Schluss. © UPI Photo/Imago
Ford Edsel Villager
Platz 7: Ford Edsel Villager. Ende der 1950er-Jahre führte die Ford Motor Company die Tochtermarke Edsel ein. Ab 1958 ging diese unter anderem mit dem Villager auf Kundenfang. Wirklich beliebt waren die Marke und ihre Modelle damals jedoch nicht. Das lag aber viel mehr an dem ungewöhnlich hohen ovalen Kühlergrill, der so manchen Kritiker an einen Toilettensitz erinnerte. Nach drei Jahren war dann Schluss mit Edsel und dem Villager. Für Ford ein teurer Flop, der fast für den Ruin des US-Autogiganten gesorgt hätte. © Chromorange/Imago
Ein Alfa Romeo SZ.
Platz 6: Alfa Romeo SZ. Nicht schön, dafür aber teuer. Der Alfa Romeo SZ kostete Anfang der 1990er-Jahre sagenhafte 100.000 DM (ca. 51.129 Euro). Der Sportwagen war zudem auf 1.000 Exemplare limitiert. Ob die Italiener wussten, dass der Sportwagen nicht besonders gelungen ist? © Alfa Romeo
Pontiac Aztek
Platz 5: Pontiac Aztek. Von 2001 bis 2005 baute Pontiac diese „Schönheit“. Der Crossover-SUV verkaufte sich immerhin rund 1115.000 Mal. Zu besonderem Ruhm kam der Aztek zudem durch die TV-Serie „Breaking Bad“, in der er von der Hauptfigur Walter White gefahren wird. Allerdings wird der SUV in jeder Episode beschädigt. © Daniel Lippitt/AFP
SsangYong Rodius
Platz 4: SsangYong Rodius. Für einen Platz auf dem Podium hat es für den Koreaner nicht ganz gereicht. Gleiches gilt aber auch für ein eigenständiges Design. Der Kühler erinnert etwas an den PT Cruiser, das Heck hingegen hat man sich bei Mercedes geborgt. Eine Idee, die man womöglich erst hatte, als das Auto schon fertig war, denn es wirkt wie nachträglich aufgesetzt. Trotzdem wurde der Van in zwei Generationen von 2004 bis 2019 gebaut. © SsangYong
Nissan S-Cargo
Platz 3: Nissan S-Cargo. Was aussieht wie ein Modellauto für Kinder, wurde von Nissan tatsächlich von 1989 bis 1992 gebaut. Warum genau wissen wohl nur die Designer und Manager des asiatischen Autobauers. © Nissan
Ein Commuter Tango T600.
Platz 2: Nein, das ist keine optische Täuschung. Der Tang T600 von Commuter Cars ist in der Tat nur 99 Zentimeter breit. Was bei der Parkplatzsuche helfen mag, wirkt optisch, als hätte man einen Smart zu heiß gewaschen oder einen Minivan aus der Schrottpresse gerettet. Doch das Design ist nicht das einzige Problem des Tango T600. Für das kleine Elektroauto werden schwindelerregende 121.000 US-Dollar fällig. Dafür bekommt man aber auch 600 kW Leistung.  © Commuter Cars
Fiat Multipla
Platz 1: Fiat Multiple. Der Sieg geht ganz klar an den Italiener. Zwar versuchte Fiat das Modell mit einem Facelift zu retten, doch wirklich schöner wurde der Van dadurch nicht. 2010 wurde der Multipla nach elf Jahren wieder eingestellt. Bleibt die Frage: Wie konnte dieses Design jemals auf die Straße kommen? © Fiat

Die sechs Figuren stehen laut Stellantis für verschiedene Arten, den Multipla zu erleben – und die mögen manchem ähnlich kurios gewählt scheinen, wie die Gestaltung der Fahrzeugfront. Da gibt es unter anderem ein Rennfahrer-Baby (mit Helm), einen Hippie, der sein Bein zum Fahrzeugfenster raushängt, einen Mönch und einen zähnefletschenden Abenteurer. Auch auf den Sitzen ist jeweils ein Kandidat aus der Cartoon-Crew abgebildet. Was der Sammler-Multipla-6x6 kosten soll, verrät Fiat noch nicht. Vielleicht hat ja Matthias Malmedie Interesse: Er hat seinen eigenen Multipla ordentlich getunt und fährt damit sogar über den Nürburgring.

Rubriklistenbild: © Stellantis Heritage

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