Grüne Hölle

Matthias Malmedie heizt mit Multipla über Nürburgring: „Der liegt wie die Feuerwehr”

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Zum bereits zweiten Mal ist Matthias Malmedie mit dem Fiat Multipla über die Nordschleife des Nürburgrings gefahren. Dank des neuen Fahrwerks lag der Italiener wie eine Eins.

Ja, über Geschmack lässt sich streiten. Darin, dass der Fiat Multipla eines der hässlichsten Autos aller Zeiten ist, darüber besteht aber weitergehend Einigkeit. Matthias Malmedie beweist daher Mut zur Hässlichkeit, denn für seinen YouTube-Kanal möbelt er den Italiener auf. Er war sogar bereits mit ihm auf dem Nürburgring unterwegs. Nun folgt Runde zwei auf der Nordschleife.

Seit dem letzten Besuch in der Grünen Hölle hat sich allerdings einiges getan. Aus dem hässlichen Entlein wurde ein nicht mehr ganz so hässliches Entlein. Die Sticker sind weg und der Lack aufbereitet. Zudem hat der Multipla von KW ein neues Fahrwerk bekommen sowie neue Felgen und Reifen von Hankook.

Fiat Multipla liegt dank neuem Fahrwerk perfekt

Der Multipla ist nun quasi eine Art Rennmaschine. Wäre da nicht ein Problem: sowohl Motor als auch Bremsen sind noch Serie. Kein Wunder also, dass Matthias Malmedie trotzdem etwas bange ist vor der Runde auf der wohl härtesten Rennstrecke der Welt. Und da Sicherheit vorgeht, wird der Abschlepphaken lieber schon einmal direkt reingedreht.

Mit dem neuen Fahrwerk kann Matthias Malmedie viele Abschnitte der Nordschleife mit Vollgas fahren.

Eine Sorge, die sich im Nachgang als unberechtigt herausstellt, denn der Italiener überzeugt auf ganzer Linie. „Der liegt wie die Feuerwehr“, freut sich Malmedie während der Fahrt, der sich vorher nicht vorstellen konnte, was KW mit auf die Nordschleife abgestimmt meinte. „Auf der Strecke ist er absolut perfekt“, findet der Moderator.

Die zehn hässlichsten Autos aller Zeiten: Design-Sünden der Hersteller

Die erste Generation der Mercedes A-Klasse.
Platz 10: Mercedes-Benz A-Klasse. Die ersten Generationen der A-Klasse waren alles andere als eine Schönheit. Seit 2012 kann sich der Kompaktwagen jedoch sehen lassen. Dennoch fliegt die A-Klasse bald aus dem Programm. © Mercedes-Benz AG
Audi A2
Platz 9: Audi A2. Natürlich darf auch der A2 in diesem Ranking nicht fehlen. Hier ging der Nutzen klar vor Design. Mit einem cw-Wert von 0,252 kann der Kompaktwagen locker mit modernen Stromern mithalten. Und auch sonst war der Audi A2 seiner Zeit weit voraus. Vermutlich etwas zu weit, denn 2005 wurde die Produktion nach sechs Jahren eingestellt. Inzwischen genießt der Ingolstädter einen Kult-Status. © Heritage Images/Imago
Ein Chrysler PT Cruiser von 2009 auf der San Diego International Auto Show
Platz 8: Chrysler PT Cruiser. Den Kompatkwagen gab es alternativ auch als Cabrio. Optisch erinnert der PT Cruiser durch seine lange Motorhaube etwas an die Autos der 20er oder 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. 2010 war nach zehn Jahren Bauzeit und einem Facelift dann Schluss. © UPI Photo/Imago
Ford Edsel Villager
Platz 7: Ford Edsel Villager. Ende der 1950er-Jahre führte die Ford Motor Company die Tochtermarke Edsel ein. Ab 1958 ging diese unter anderem mit dem Villager auf Kundenfang. Wirklich beliebt waren die Marke und ihre Modelle damals jedoch nicht. Das lag aber viel mehr an dem ungewöhnlich hohen ovalen Kühlergrill, der so manchen Kritiker an einen Toilettensitz erinnerte. Nach drei Jahren war dann Schluss mit Edsel und dem Villager. Für Ford ein teurer Flop, der fast für den Ruin des US-Autogiganten gesorgt hätte. © Chromorange/Imago
Ein Alfa Romeo SZ.
Platz 6: Alfa Romeo SZ. Nicht schön, dafür aber teuer. Der Alfa Romeo SZ kostete Anfang der 1990er-Jahre sagenhafte 100.000 DM (ca. 51.129 Euro). Der Sportwagen war zudem auf 1.000 Exemplare limitiert. Ob die Italiener wussten, dass der Sportwagen nicht besonders gelungen ist? © Alfa Romeo
Pontiac Aztek
Platz 5: Pontiac Aztek. Von 2001 bis 2005 baute Pontiac diese „Schönheit“. Der Crossover-SUV verkaufte sich immerhin rund 1115.000 Mal. Zu besonderem Ruhm kam der Aztek zudem durch die TV-Serie „Breaking Bad“, in der er von der Hauptfigur Walter White gefahren wird. Allerdings wird der SUV in jeder Episode beschädigt. © Daniel Lippitt/AFP
SsangYong Rodius
Platz 4: SsangYong Rodius. Für einen Platz auf dem Podium hat es für den Koreaner nicht ganz gereicht. Gleiches gilt aber auch für ein eigenständiges Design. Der Kühler erinnert etwas an den PT Cruiser, das Heck hingegen hat man sich bei Mercedes geborgt. Eine Idee, die man womöglich erst hatte, als das Auto schon fertig war, denn es wirkt wie nachträglich aufgesetzt. Trotzdem wurde der Van in zwei Generationen von 2004 bis 2019 gebaut. © SsangYong
Nissan S-Cargo
Platz 3: Nissan S-Cargo. Was aussieht wie ein Modellauto für Kinder, wurde von Nissan tatsächlich von 1989 bis 1992 gebaut. Warum genau wissen wohl nur die Designer und Manager des asiatischen Autobauers. © Nissan
Ein Commuter Tango T600.
Platz 2: Nein, das ist keine optische Täuschung. Der Tang T600 von Commuter Cars ist in der Tat nur 99 Zentimeter breit. Was bei der Parkplatzsuche helfen mag, wirkt optisch, als hätte man einen Smart zu heiß gewaschen oder einen Minivan aus der Schrottpresse gerettet. Doch das Design ist nicht das einzige Problem des Tango T600. Für das kleine Elektroauto werden schwindelerregende 121.000 US-Dollar fällig. Dafür bekommt man aber auch 600 kW Leistung.  © Commuter Cars
Fiat Multipla
Platz 1: Fiat Multiple. Der Sieg geht ganz klar an den Italiener. Zwar versuchte Fiat das Modell mit einem Facelift zu retten, doch wirklich schöner wurde der Van dadurch nicht. 2010 wurde der Multipla nach elf Jahren wieder eingestellt. Bleibt die Frage: Wie konnte dieses Design jemals auf die Straße kommen? © Fiat

Fans feiern Multipla-Video von Matthias Malmedie

Und nicht nur das: Der Fiat legt die Runde in 13 Minuten zurück. Satte 30 Sekunden schneller als beim ersten Versuch, aber deutlich langsamer als das Tesla Model S bei seiner Rekordfahrt. War der erste Besuch noch eine „Schnapsidee“, macht es dieses Mal Sinn.

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„Das Fahrwerk ist noch lange nicht an seinen Grenzen“, betont der Grip-Moderator und ist selbst erstaunt, wie effektiv die Umbaumaßnahmen waren: „Wie man mit so einem Haufen so viel Spaß haben kann, ist unglaublich. Fahrwerk rein, gute Reifen drauf, schicke Felgen. Fertig ist die Laube.“ Ganz fertig ist der Multipla aber noch lange nicht. Denn eines fehlt immer noch: Leistung. Und genau das soll als nächstes geändert werden. Eine Meinung, die auch die Fans des Moderators teilen und sind erstaunlicherweise auch vom Multipla begeistert:

  • „Matthias, du musst in die Kiste unbedingt einen stärkeren Motor einbauen, das wäre genial, mit dem Auto andere Autos auf der Nordschleife abzuziehen. Wie die dann alle glotzen würden.“
  • „Hätte nicht gedacht, dass ich einen Multipla geil finden werde.“
  • „Das ist das beste Tuning ever. Das hat das Modell absolut mal verdient.“
  • „Ich feier euch für den Multipla-Content. Gerne öfter und mehr! Wenn der mal Leben unter der Haube hat, dann nimm deine Mädels mit! Du könntest Beginn eines Kults werden!“
  • „Das wäre doch ein guter Ersatz für den gecrashten Dacia beim nächsten 24h-Rennen.“

Rubriklistenbild: © YouTube (Matthias Malmedie)

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