VonAndrea Stettnerschließen
Rosen brauchen jede Menge Nährstoffe, um prächtig zu gedeihen. Wer auf chemische Dünger im Garten verzichten will, kann stattdessen auch natürliche Hausmittel verwenden.
Egal ob Kletter-, Beet- oder Strauchrosen – sie alle benötigen regelmäßige Düngung, um kräftig zu wachsen und reichlich Blüten zu entwickeln. Wer chemische Mittel im Garten vermeiden möchte, kann dafür auch auf natürliche Hausmittel zurückgreifen. Diese enthalten ebenfalls wichtige Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium und sind bei Rosenliebhabern sehr geschätzt.
Diese Hausmittel haben sich als natürlicher Rosendünger bewährt
Diese Hausmittel haben sich bereits als wirksame Dünger für Rosen bewährt:
- Kaffeesatz: Alte Kaffeereste sollten Sie nicht einfach im Müll entsorgen. Aufgrund seines hohen Stickstoffgehalts eignet sich Kaffeesatz wunderbar als organischer Rosendünger. Monatlich kann etwa eine halbe Tasse um den Wurzelbereich der Rosen verteilt werden. Allerdings eignet sich Kaffeesatz nicht als alleiniges Düngemittel für die Königin der Blumen, da er meist zu wenig Nährstoffe enthält. Übrigens, auch Tomaten profitieren von Kaffeesatz als natürlichem Dünger.
- Kompost: Für die Grundversorgung von Rosen ist Kompost unverzichtbar. Das Portal Haus und Garten empfiehlt, im April etwa 2 bis 3 Liter Kompost pro Strauch auszubringen und nach dem Sommerschnitt Ende Juni nochmals etwa einen Liter.
- Kuhdung: Viele Hobbygärtner setzen auf gut abgelagerten Kuhmist, um ihre Rosen zu düngen. Wer den Aufwand des Trocknens vermeiden möchte, kann auf pelletierten Rinderdung aus dem Gartenfachhandel zurückgreifen. Dieser wird im Wurzelbereich jeder Pflanze verteilt und flach in die Erde eingearbeitet. Pro Quadratmeter Beetfläche sind etwa 200 Gramm nötig.
- Pferdemist: Ebenso wie Kuhdung eignet sich auch Pferdemist (oder -Pellets) als organischer Rosendünger. Dieser wird wie Kuhdung angewendet (s.o.).
- Hornspäne: Sie sind eine gute Wahl, wenn der Boden bereits ausreichend Phosphat und Kalium enthält. Laut Mein schöner Garten genügen etwa 50 bis 60 Gramm pro Quadratmeter. Hornmehl wirkt dabei schneller, da es feiner zerkleinert ist als Hornspäne.
- Eierschalen: Für kalkliebende Rosenarten wie Christrosen oder Lenzrosen sind Eierschalen ein bewährtes Hausmittel. Die zerkleinerten Schalen werden einfach in den Boden eingearbeitet.
- Brennnesseljauche: Der Pflanzensud ist eine natürliche Alternative zu Volldüngern und wird im Frühjahr zur Knospenbildung der Rosen eingesetzt. Zur Herstellung werden etwa ein Kilogramm zerschnittene Brennnesseln mit zehn Litern Regenwasser übergossen und an einem warmen, sonnigen Ort stehen gelassen, bis die Jauche nicht mehr schäumt. Die abgeseihte Jauche wird im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt. Die Blumen werden dann wöchentlich mit etwa drei Litern des Gemisches gegossen, jedoch nur bis zur Blütezeit der Rosen. Auch Tomaten profitieren von Brennnesseljauche und sollen mit Milch einen hervorragenden Geschmack entwickeln.
Rosen düngen – wann und wie oft?
Rosen sollten etwa zweimal jährlich gedüngt werden, einmal im Frühjahr zum Austrieb und dann nochmals im Juni zur Hauptblüte, so NDR.de. Die zweite Düngung ist besonders für öfterblühende Rosen nach dem Rückschnitt im Juni wichtig, da die erneute Blütenbildung viel Energie erfordert. Ab Ende Juli sollte auf Düngung verzichtet werden, damit die Triebe rechtzeitig vor dem Winter ausreifen.
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