Vor dem Winter

Rosen im Herbst schneiden: Sinnvoll oder nicht?

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Der Herbst ist da, und viele fragen sich: Sollten Rosen jetzt geschnitten werden? Die Meinungen gehen auseinander.

Der Herbst ist eine Zeit der Veränderung im Garten. Während die Blätter fallen und die Natur sich auf den Winter vorbereitet, fragen sich viele Gartenliebhaber, ob es sinnvoll ist, ihre Rosen zu schneiden. Noch vor 20 Jahren war der Herbstschnitt von Rosen eine weit verbreitete Praxis, um Frostschäden an den grünen Trieb-Enden zu vermeiden. Doch heute wird diese Maßnahme oft als unnötig angesehen.

Rosen im Herbst schneiden – früher üblich, aber gefährlich

Rosen müssen im Herbst nicht unbedingt geschnitten werden. Doch in manchen Fällen kann es sinnvoll sein.

Früher schnitt man die Jahrestriebe der Rosen im Herbst zurück, um die frostempfindlichen, unverholzten Triebspitzen zu entfernen. Man ging davon aus, dass diese Frostschäden die Vitalität der Pflanzen beeinträchtigen könnten. Heute wissen wir, dass diese Schäden meist unproblematisch sind und die ungeschnittenen Triebe sogar einen gewissen Schutz bieten können, wie das Portal Mein schöner Garten informiert. So können sie etwa kalte Winde abhalten und der Strauchbasis bei starker winterlicher Sonneneinstrahlung Schatten bieten.

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Laut Ndr.de kann ein Rückschnitt im Herbst sogar den baldigen Kältetod für Rosen bedeuten: „Werden die Rosentriebe im Herbst radikal gekürzt, können die im Winter ohnehin unvermeidlichen Erfrierungen tief ins Holz eindringen und so der Rose schaden“, heißt es dazu in einem Beitrag.

Wann der Herbstschnitt bei Rosen sinnvoll sein kann

Obwohl der Herbstschnitt grundsätzlich nicht notwendig ist, kann er in bestimmten Fällen jedoch sinnvoll sein:

  • Wenn die Triebe der Rosen ein zu dichtes Gestrüpp bilden, kann ein Rückschnitt helfen, um für den Winterschutz an die Strauchbasis zu gelangen.
  • Auch bei Hochstammrosen kann laut Ndr.de ein leichter Schnitt sinnvoll sein, damit die Krone besser mit einem Vlies eingepackt werden kann, das im Winter als Frostschutz dient.
  • Bei Strauchrosen können gekürzte Triebe davor schützen, dass diese bei größeren Schneemengen oder starkem Wind abbrechen.
  • Störende, überlange Triebe von Kletterrosen können ebenfalls gekürzt werden. 
  • Auch unschöne, verwelkte Rosenblüten dürfen abgeschnitten werden.

Der wichtigste Zeitpunkt für den Schnitt von öfter blühenden Beet- und Edelrosen ist jedoch das Frühjahr.

Die zehn besten Pflanzen für den Hinterhof

Lilie
Kühle, halbschattige Orte sind ideal für Lilien. Noch dazu verströmen die Blumen einen betörenden Duft.  © A. Hartl/Imago
Chinaschilf
Ziergräser wie Chinaschilf benötigen wenig Pflege und hübschen triste Ecken auf.  © Manfred Ruckszio/Imago
Lavendel
Auch Kräuter wie Lavendel sind für den Hinterhof geeignet. Lavendel benötigt allerdings viel Sonne.  © Imago
Zauberglöckchen
Das Zauberglöckchen ist eine schöne Ampelpflanze. Der Halbschatten ist ideal, ein Schutz vor Regen ein Muss.  © Hamikus/Imago
Kletterhortensie (Hydrangea anomala subsp. petiolaris)
Der Standort für Kletterhortensien sollte feucht-kühl sein.  © Hans-Roland Müller/Imago
Kamelie
Auch Kamelien sind prädestiniert für ein Dasein im Hinterhof. Zur Bildung der Blüten benötigen sie etwas Sonne.  © Imagebroker/Imago
Farn
Farn ist geeignet für schattige Orte im Garten. Ob als Bodendecker, Solitärpflanze oder im Beet – Farnwedel verleihen ein exotisches Flair.  © Nounours/Imago
Efeutute
Die Efeutute mag schattige Plätze, aber sollte ab Oktober nach drinnen, denn sie ist nicht winterfest. Je stärker die Blätter marmoriert sind, desto mehr Licht benötigt die Pflanze.  © Dreamstime/Imago
Blühende Waldrebe Clematis
Ideal sind bei der Clematis Standorte an Zäunen, Mauern und Pergolen. Halbschatten ist zu bevorzugen. © Peter Widmann/Imago
Kletterrosen
Kletterrosen setzen hübsche Farbakzente und sind keine Sonnenanbeter.  © Erich Geduldig/Imago

Krankheiten vorbeugen

Ein weiterer Grund für einen Herbstschnitt kann der Befall mit Pilzkrankheiten wie Rosenrost oder Sternrußtau sein. In diesem Fall sollten laut Ndr.de alle befallenen Blätter im Herbst entfernt und im Hausmüll entsorgt werden, um eine erneute Infektion zu vermeiden.

Rubriklistenbild: © Yana Tatevosian/Imago

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