Fleckige Blätter

So werden Sie Rosenrost ohne Chemie los: Drei Hausmittel – und eine ganz einfache Lösung

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Rosenrost ist eine häufige Pilzerkrankung bei Rosen. Selten sterben sie daran, aber sie können ihre Nachbarn im Beet anstecken. Mit Hausmitteln lassen sich die Pilze bekämpfen.

Rot-braune Flecken auf Rosenblättern können auf mehrere Rosenkrankheiten hindeuten, beispielsweise den Sternrußtau oder den Falschen Mehltau. Schaut man jedoch unter das Blatt, entdeckt man beim Rosenrost orange-rote Sporenlager der Pilze, die wie winzige Pusteln aussehen. Manchmal liegen diese auch auf Blattoberseiten, an Knospen oder Trieben. Die Rostfarbe gibt der Krankheit ihren Namen, auch wenn die Sporen sich im Verlauf der Erkrankung schwarz färben. Später vergilben die Blätter und werden von der Pflanze abgeworfen, die Blüten welken.

Die Schere bietet eine einfache, aber radikale Lösung

Im Anfangsstadium ist Rosenrost gut an den orangeroten Sporennestern erkennbar.

Der Befall mit den Rosenrost-Pilzen aus der Gattung der Phragmidium ist zwar meist nicht dramatisch, aber hartnäckig, da die Pilze an alten Blättern und Zweigen der Rose überwintern. Wenn man nichts dagegen tut, jahrelang. Die naheliegendste, aber wirksamste Lösung für dieses Problem: Kürzen Sie die befallenen Triebe wie bei einem kräftigen Sommerschnitt und entsorgen Sie das heruntergefallene Laub gründlich (in der Restmülltonne). Wichtig: Die Gartenschere muss danach desinfiziert werden. Lockern Sie anschließend den Boden um die Wurzel der Rose auf, um die Wasserdurchlässigkeit zu erhöhen.

Der Rückschnitt ist sinnvoll, denn eine Pflanze, die an Rosenrost erkrankt ist, lässt sich ohne Fungizide, also chemische Anti-Pilz-Mittel, nicht heilen. Wer diese vermeiden möchte, kann die Pflanze nach dem Schnitt allerdings alle zwei Wochen mit einem Hausmittel behandeln, um den Pilz in Schach zu halten. Ein Rückschnitt von Rosen im Herbst ist jedoch nicht immer zu empfehlen.

Drei Hausmittel helfen bei Rosenrost

Die folgenden Hausmittel kommen für die Behandlung von Rosenrost infrage:

  • Mit einer Acker-Schachtelhalmjauche die Rosen alle zwei Wochen großzügig gießen.
  • Die Pflanzen alle zwei Wochen mit einem Knoblauch-Sud besprühen oder gießen.
  • Eine Sprühlösung aus Öl und Spülmittel: Zwei Päckchen Backpulver mit 100 Milliliter Speiseöl und einigen Tropfen Spülmittel mischen. Drei Liter Wasser aufkochen, etwas abkühlen lassen und dann die Öl-Mischung unterrühren. Die abgekühlte Lösung in eine Sprühflasche füllen und die Rosen damit alle drei Tage rundum gründlich einsprühen. Dabei den Wurzelbereich der Pflanze aussparen.

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Im nächsten Schritt sollten Sie sich auf die Suche nach den Ursachen des Rosenrosts machen. Diese finden sich meist in einem ungeeigneten Standort oder falscher Pflege. So sollten Rosen zum Beispiel stets von unten und nicht über das Blattwerk gegossen und nicht zu viel gedüngt werden. Auch eine zu dichte Pflanzung der Rosen oder ein verdichteter, wasserundurchlässiger Boden helfen den Pilzen, sich auszubreiten.

Rubriklistenbild: © Pond5/Imago

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