Wieder gut schlafen

Volkskrankheit Schlafstörungen: Schneller einschlafen mit der 5-4-3-2-1-Regel

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Wer schlecht in den Schlaf findet, ist nicht allein. Jeder vierte Erwachsene ist von Schlafstörungen betroffen. Manchen können bereits simple Routinen helfen.

Etwa jede vierte erwachsene Person ist von Schlafstörungen betroffen – so eine Information des Universitätsspital Zürich. Es gibt verschiedenste Arten von Schlafproblemen. Die einen wachen immer wieder auf und liegen dann nachts lange wach. Andere haben enorme Einschlafprobleme. Kennzeichnend für eine Schlafstörung, die behandelt werden sollte, ist unter anderem die Erschöpfung, die die Betroffenen am nächsten Tag plagt. Konzentrationsschwierigkeiten und verzögerte Reaktionsfähigkeit können im beruflichen Umfeld sogar gefährliche Folgen haben.

Wer massive Schlafprobleme hat, sollte seinen behandelnden Hausarzt aufsuchen. Dieser kann auch weiterführende Untersuchungen bei Fachärzten veranlassen.

5-4-3-2-1-Regel einfach erklärt

Bei leichteren Einschlafproblemen können Selbsthilfe-Maßnahmen Wirkung zeigen. Dazu zählt auch die 5-4-3-2-1-Regel.

Eine einfache Regel kann helfen, um schneller in den Schlaf zu finden.

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Bei der 5-4-3-2-1-Methode geht es darum, die Aufmerksamkeit ganz gezielt auf das Hier und Jetzt zu legen. Wenn dies nicht mehr gelingt, entstehen häufig innere Anspannung und Stress, wie das österreichische Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs informiert. Negative Emotionen und auch körperliche Probleme können die Folge sein, heißt es weiter.

Die 5-4-3-2-1-Methode bringt zur Ruhe und kann so auch bei Einschlafproblemen Wirkung entfalten. Die Universität Regensburg beschreibt das Vorgehen folgendermaßen:

  1. Setzen Sie sich bequem hin und atmen Sie einige Male tief ein und aus.
  2. Zählen Sie sodann fünf Dinge auf, die Sie gerade sehen können.
  3. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit danach auf das, was sie hören können. Zählen Sie auch hier fünf Geräusche auf.
  4. Jetzt geht es ans Fühlen: Führen Sie fünf Dinge auf, die Sie gerade spüren können. Das kann der Teppich sein, auf dem Sie gerade sitzen oder der Stoff Ihres Shirts auf der Haut.
  5. Wiederholen Sie die Schritte 2, 3 und 4, diesmal mit jeweils vier Dingen, die Sie sehen, hören und spüren.
  6. Im nächsten Durchlauf zählen Sie für sich drei Dinge auf, die Sie sehen, hören und spüren. Und im letzten Schritt nur noch jeweils eine Wahrnehmung je Kategorie.

Zehn Tipps, dank derer Sie nie wieder schlecht schlafen

Zwei Frauen trinken Kaffee
Tipp 1: Wenn Sie öfter nicht einschlafen können, sollten Sie versuchen, mindestens sechs Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee mehr anzurühren. Ein heißer Kakao oder Tee entspannt dagegen sogar. Zudem ist es wichtig, dass Sie ab 21 Uhr alle digitalen Geräte, die ablenken könnten, zur Seite legen. Ein gutes Buch hilft besser, sich auf die Nachtruhe vorzubereiten. © Josep Suria/Imago
Frau wacht auf
Tipp 2: Wenn Sie unter Schulterschmerzen leiden und sich deshalb in der Nacht hin- und herwälzen, ist es besser, wenn Sie versuchen, auf dem Rücken zu schlafen. Zudem hilft es, ein Kissen so unter die Arme zu klemmen, dass es aussieht, als würden Sie es „umarmen“. © Tanya Yatsenko/Imago
Wecker
Tipp 3: Versuchen Sie stets zur selben Zeit aufzustehen - auch am Wochenende. So gewöhnt sich der Körper an einen festen Zeitrythmus. © kvkirillov/Imago
Frau trinkt Wein
Tipp 4: Trinken Sie kurz vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr. Studien zufolge kann das Glas Wein den Schlaf stören und für weniger Tiefschlafphasen sorgen. © Sofiya Garaeva/Imago
Frau schläft
Tipp 5: Wenn Sie Rückenschmerzen haben, empfiehlt es sich, ein Kissen unter Ihre Oberschenkel zu schieben, wenn Sie auf dem Bauch schlafen und unter die Beine, wenn Sie es auf dem Rücken tun. © Vasily Pindyurin/Imago
Frau hält Kissen vors Gesicht
Tipp 6: Nackenschmerzen oder -verspannungen können ganz schön fies sein - besonders in der Nacht. Um einen erholsamen Schlaf zu fördern, ist es daher ratsam, mindestens alle zwei Jahre, das Kopfkissen auszuwechseln. Studien zufolge waren Probanden besonders von festeren Nackenstützkissen aus Latex angetan. © Sofiya Garaeva/Imago
frau massiert ihre wade nach einem nächtlichen wadenkrampf
Tipp 7: Wachen Sie in der Nacht manchmal auf, weil Sie plötzlich einen Wadenkrampf haben? Dann hilft Magnesium vor dem Schlafen gehen, um die Muskeln zu entspannen. Zur Soforthilfe empfiehlt sich das Massieren der betroffenen Stelle, um den Schmerz zu lindern. © Rolf Kremming/Imago
Paar liegt im Bett
Tipp 8: Wer unter Reflux leidet, kann oftmals ebenfalls unter Schlafstörungen leiden. Reden Sie mit Ihrem Hausarzt über entsprechende Medikamente und schlafen Sie fortan auf der linken Seite. Am besten auf einem etwas erhöhten Kissen. © AndreyPopov/Imago
Tasse mit Baldrian-Tee
Tipp 9: Manche schwören auch auf einen Schlummertrunk, um schneller ins Land der Träume abzutauchen. Begehrt sind vor allem Teesorten wie Baldrian- oder Hopfentee, weil sie schlaffördernde Wirkung entfalten sollen.  © O. Diez/Imago
Frau macht Yoga
Tipp 10: Entspannungsübungen lassen Körper und Geist zur Ruhe kommen. 15 Minuten entspannende Yoga-Übungen, Mediation oder autogenes Training können Ihnen so helfen, den Tag hinter sich zu lassen und schneller einzuschlafen.  © Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © FrédéricxCirou/Imago

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