Volkskrankheit Schlafstörungen: Schneller einschlafen mit der 5-4-3-2-1-Regel
VonJuliane Gutmann
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Wer schlecht in den Schlaf findet, ist nicht allein. Jeder vierte Erwachsene ist von Schlafstörungen betroffen. Manchen können bereits simple Routinen helfen.
Etwa jede vierte erwachsene Person ist von Schlafstörungen betroffen – so eine Information des Universitätsspital Zürich. Es gibt verschiedenste Arten von Schlafproblemen. Die einen wachen immer wieder auf und liegen dann nachts lange wach. Andere haben enorme Einschlafprobleme. Kennzeichnend für eine Schlafstörung, die behandelt werden sollte, ist unter anderem die Erschöpfung, die die Betroffenen am nächsten Tag plagt. Konzentrationsschwierigkeiten und verzögerte Reaktionsfähigkeit können im beruflichen Umfeld sogar gefährliche Folgen haben.
Wer massive Schlafprobleme hat, sollte seinen behandelnden Hausarzt aufsuchen. Dieser kann auch weiterführende Untersuchungen bei Fachärzten veranlassen.
5-4-3-2-1-Regel einfach erklärt
Bei leichteren Einschlafproblemen können Selbsthilfe-Maßnahmen Wirkung zeigen. Dazu zählt auch die 5-4-3-2-1-Regel.
Bei der 5-4-3-2-1-Methode geht es darum, die Aufmerksamkeit ganz gezielt auf das Hier und Jetzt zu legen. Wenn dies nicht mehr gelingt, entstehen häufig innere Anspannung und Stress, wie das österreichische Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs informiert. Negative Emotionen und auch körperliche Probleme können die Folge sein, heißt es weiter.
Die 5-4-3-2-1-Methode bringt zur Ruhe und kann so auch bei Einschlafproblemen Wirkung entfalten. Die Universität Regensburg beschreibt das Vorgehen folgendermaßen:
Setzen Sie sich bequem hin und atmen Sie einige Male tief ein und aus.
Zählen Sie sodann fünf Dinge auf, die Sie gerade sehen können.
Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit danach auf das, was sie hören können. Zählen Sie auch hier fünf Geräusche auf.
Jetzt geht es ans Fühlen: Führen Sie fünf Dinge auf, die Sie gerade spüren können. Das kann der Teppich sein, auf dem Sie gerade sitzen oder der Stoff Ihres Shirts auf der Haut.
Wiederholen Sie die Schritte 2, 3 und 4, diesmal mit jeweils vier Dingen, die Sie sehen, hören und spüren.
Im nächsten Durchlauf zählen Sie für sich drei Dinge auf, die Sie sehen, hören und spüren. Und im letzten Schritt nur noch jeweils eine Wahrnehmung je Kategorie.
Zehn Tipps, dank derer Sie nie wieder schlecht schlafen
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.