In 14 Bundesländern

Rückruf von Pizza bei Lidl: Bei Verzehr droht Erstickungsgefahr

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Lidl zieht ein populäres Snack-Produkt aus den Regalen. Konsumentenschützer raten vom Verzehr ab: Es besteht Erstickungsgefahr.

Apolda – Selbstgemacht oder im Handel als Fertigprodukt gekauft – Pizza schmeckt immer. Doch die aktuelle Warnung des Verbraucherschutzes ist besorgniserregend und dürfte Verbraucherinnen und Verbrauchern gehörig den Appetit verderben. Der Hersteller Ospelt Food Establishment ruft seinen Partysnack „Trattoria Alfredo Picco Pizzi Drei Käse“ zurück.

Laut Angaben des Unternehmens wurden die Minipizzen ausschließlich bei Lidl verkauft. Der Discounter hat bereits reagiert und die betroffene Ware aus dem Sortiment genommen. Das Unternehmen, das seinen Hauptsitz im Fürstentum Liechtenstein hat, gibt dies in einer Pressemitteilung bekannt. Veröffentlicht wurde die Meldung auf der Webseite produktwarnung.eu.

Produkt bei Lidl verkauft: Angaben zum Rückruf des beliebten Pizza-Snacks

Das zurückgerufene Produkt wurde bei Lidl in allen Bundesländern Deutschlands verkauft, mit Ausnahme von Berlin und Bremen. Betroffen ist ausschließlich der Artikel „Trattoria Alfredo Picco Pizzi Drei Käse, 12x30g“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 04.09.2025 und der Chargennummer 342B1104. Andere Produkte von Ospelt Food Establishment, die ebenfalls bei Lidl in Deutschland erhältlich sind, darunter weitere Artikel der Marke „Trattoria Alfredo“, sind laut Hersteller nicht vom Rückruf betroffen.

Weitere Angaben zum aktuellen Rückruf bei Lidl:

  • Betroffenes Produkt: Trattoria Alfredo Picco Pizzi Drei Käse
  • Hersteller: Ospelt Food Establishment, Apolda
  • Mindesthaltbarkeitsdatum der Ware: 04.09.2025
  • Charge: 342B1104
  • Verpackungseinheit: 12x30 Gramm
  • Verkauft bei: Lidl Deutschland
  • Betroffene Bundesländer: bundesweit außer Berlin, Bremen
  • Kontakt zum Hersteller: Telefon: +41 58 377 10 00, info@ospelt.com
Pizza-Rückruf bei Lidl: Es droht sogar Erstickungsgefahr bei Verzehr der Ware. (Screenshot)

Pizza-Rückruf bei Discounter Lidl: Durch metallische Fremdkörper besteht Erstickungsgefahr

Verbraucherinnen und Verbrauchern wird ausdrücklich vom Verzehr des betroffenen Produkts abgeraten. Laut lebensmittelwarnung.de stellen metallische Fremdkörper darin eine erhebliche Gefahr dar, die sogar zu Erstickungen führen kann. Sollten Verletzungen auftreten, wird empfohlen, umgehend ärztliche Hilfe aufzusuchen.

Erst kürzlich führte ein bei Aldi vertriebenes Tiefkühlprodukt, das besonders bei Kindern beliebt ist, zu einem umfangreichen Rückruf, da auch hier das Risiko innerer Verletzungen bestand. Jüngst hatte Lidl bereits vor einer beliebten Süßigkeit warnen müssen, die in 13 Bundesländern verkauft wurde. Die Ware führte zu einem brennenden Gefühl im Mund.

Pizza-Rückruf bei Discounter Lidl: Verstopfte Speiseröhre – so handeln Sie richtig

Laut dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) können Fremdkörper innere Verletzungen an der Speiseröhre und den Atemwegen verursachen. In solchen Situationen ist schnelles Handeln entscheidend, um ernsthafte Folgen zu verhindern und Panik zu vermeiden. Verbraucherinnen und Verbraucher mit einer verstopften Speiseröhre sollten sich daher umgehend den Finger in den Hals stecken, um ihn zum Würgen und Erbrechen zu reizen. Bei einem Atemstillstand ist eine Mund-zu-Mund-Beatmung entscheidend und außerdem sollte der Notruf 112 abgesetzt werden, erklärt das DRK.

Um drastische Folgen zu vermeiden, sollte das betroffene Produkt direkt in den Handel zurückgebracht werden. Lidl nimmt den Pizza-Snack zurück und erstattet den Kaufpreis – auch ohne Vorlage des Kassenbons. Der Hersteller betont, dass andere Produkte der Marke „Trattoria Alfredo“, die bei Lidl verkauft werden, nicht vom Rückruf betroffen seien.

Lebensmittel-Rückrufe – Verbrauchervertrauen dennoch hoch

Hierzulande steigen die Rückrufaktionen für gefährliche Verbraucherprodukte. Häufig handelt es sich dabei um Lebensmittel. Die Verbraucherzentrale kontrolliert daher sorgfältig schon die Rohstoffe vor der Verarbeitung und auch sämtliche Prozesse der Produktion. Eine Studie zum Thema „Wie sicher sind Lebensmittel in Deutschland“ liefert das Bonner Unternehmen QS Qualität und Sicherheit.

Ein überwiegender Teil der Befragten, sprich 86 Prozent, halten laut Studien-Ergebnis die hierzulande erhältlichen Lebensmittel für sehr bzw. eher sicher. Dabei halten 90 Prozent der Befragten Milch und Milchprodukte für sicher. 89 Prozent geben an, jeweils bei Getreide bzw. Getreideprodukten sowie Obst und Gemüse sicher zu sein. Auch bei Fleisch- und Wurstwaren sind die Befragten von der Sicherheit überzeugt. Hier liegt der Anteil bei 73 Prozent (Fleisch) bzw. bei 69 Prozent im Falle von Wurstprodukten. (sthe)

Rubriklistenbild: © anamejia18/Panthermedia/IMAGO/Symbolbild

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