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Eine in „Go Asia“-Supermärkten verkaufte Süßigkeit soll bald nicht mehr erhältlich sein. Die Konsistenz wird als gefährlich eingestuft.
Kassel – Ob Schokolade, Gummibärchen oder Chips: Kinder lieben Süßigkeiten und Hersteller bewerben diese dementsprechend. Wenn es nach Bundesernährungsminister Cem Özdemir geht, soll damit allerdings bald Schluss sein. Er möchte an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit zu viel Zucker, Fett und Salz per Gesetz eindämmen. Nun wird von staatlicher Seite vor einer speziellen Süßigkeit gewarnt. Dabei geht es weniger um das, was drin ist, sondern vielmehr um die Konsistenz.
Konkret handelt es sich um die „Jelly Straws“, die in dem Supermarkt „Go Asia“ verkauft wurden. Wie der Hersteller Orient Master GmbH mitteilte, sei die Konsistenz und Aufnahmeform dazu geeignet, „im Hals stecken zu bleiben“. Darauf wurden sie von der Lebensmittelaufsicht Berlin hingewiesen. Da der Verzehr des Produkts vor allem für Kinder eine Gefahr darstellen kann, wurde nun ein bundesweiter Rückruf gestartet. Die Süßigkeit darf nicht mehr in Verkehr gebracht werden.
| Produkt | Jelly Straws |
|---|---|
| Hersteller | Orient Master GmbH |
| Packungsinhalt | 1500 Gramm |
| Los-Nummer | Chargenunabhängige Beanstandung |
| Mindesthaltbarkeitsdatum | Unabhängige Beanstandung |
Produkt verschwindet aus Sortiment: Süßigkeit darf nach Rückruf nicht mehr verkauft werden
Das heißt, dass die „Jelly Straws“, die in einer 1500 Gramm-Packung erhältlich waren, aus den Supermarkt-Regalen verschwinden. Kunden werden gebeten, das Produkt in der jeweiligen Filiale zurückzugeben. Der Preis wird erstattet. Laut dem Portal lebensmittelwarnung.de sind nach derzeitigem Stand (23. August) folgende Bundesländer von dem Rückruf betroffen:
- Baden-Württemberg
- Bayern
- Berlin
- Bremen
- Hamburg
- Hessen
- Niedersachsen
- Nordrhein-Westfalen
- Rheinland-Pfalz
- Saarland
- Sachsen
Zuletzt wurde ein bundesweiter Süßigkeiten-Rückruf wegen eines Schokoriegels gestartet. Grund dafür war eine fehlerhafte Produktkennzeichnung, was vor allem für Allergiker gefährlich werden kann.
Bundesweiter Rückruf: Verzehr von Süßigkeit kann zu Atemnot führen
Wie das Portal des BVL informiert, birgt das vom Rückruf betroffene Produkt ein Risiko des Erstickens aufgrund der Konsistenz, Form, physikalischen und chemischen Eigenschaften und Aufnahmeform. Zum Verständnis: Die „Jelly Straws“ sind kleine, geleeartige Süßigkeiten, die in flexiblen, bunt gefärbten Plastikschläuchen verpackt sind. Um diese zu verzehren, muss der obere Teil des Schlauchs abgeschnitten und der Gelee-Inhalt direkt in den Mund gedrückt werden.
Verstärkt wird die Erstickungsgefahr dem Bundesamt zufolge durch die umgebende Flüssigkeit, da damit die Gleitfähigkeit der Gelee-Masse beim Herausdrücken erhöht wird. Da besonders Kinder dazu neigen, das Gelee ungekaut zu schlucken, wurde entschieden, das Produkt in Deutschland ganz aus dem Sortiment zu nehmen. Erstickungsgefahr drohte auch bei Mineralwasser von Rewe, weswegen der Hersteller einen dringenden Rückruf in zwei Bundesländern startete. (cln)
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