Natürliche Barriere

Schutzwall aus Gesteinsmehl hält Schnecken fern

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Das Gemüsebeet mit einem Wall Gesteinsmehl vor Schnecken schützen – was Sie dabei beachten müssen, lesen Sie hier.

Schnecken sind im Garten keine gerne gesehenen Gäste. Nicht genug, dass ihr Äußeres für viele abschreckend und eklig wirkt – sie fressen sich auch durch sämtliche Salat- und Gemüsebeete und hinterlassen dabei verräterische Schleimspuren und Löcher in den Blättern. Da Bierfallen für die Tiere sehr qualvoll sind und chemische Mittel die Umwelt schädigen, sollten Sie auf Gesteinsmehl bei der Bekämpfung zurückgreifen.

Gesteinsmehl im Garten hat mehrere Vorteile

Gesteinsmehl kann Schnecken im Garten fernhalten.

Gesteinsmehl enthält viele Mineralien und ist im Garten deshalb vorwiegend als Dünger bekannt. Es soll Pflanzen zudem widerstandsfähiger machen. Doch auch gegen Schädlinge wie Schnecken kann es eingesetzt werden. Das sollten Sie dabei beachten:

Schnecken bekämpfen: Zehn Methoden, mit denen Sie die Schädlinge dauerhaft vertreiben

Mann hackt im Gartenbeet
Vorbeugen ist besser als Bekämpfen: Im zeitigen Frühjahr sollte man die Böden gut durchhacken. Sobald die Schneckeneier an der Oberfläche liegen, sind sie Fraßfeinden und dem Wetter ausgesetzt. © Westend61/Imago
Blindschleiche frisst eine Nacktschnecke.
Ein naturnaher Garten bietet Fraßfeinden wie Blindschleichen, Vögeln und Kröten Unterschlupf. © blickwinkel/Imago
Sägemehl und Späne in und um Töpfen
Raues Sägemehl oder Kalk in breiter Schicht um die Beete gestreut sind nichts für zarte Schneckenhaut. © Panthermedia/Imago
Ein Fadenwurm bzw. Nematode
Fadenwürmer (Nematoden) jagen die Genetzte Ackerschnecke und sind für den Menschen ungefährlich. Man bestellt sie im Fachhandel und mischt sie dem Gießwasser bei. © blickwinkel/Imago
Schaufel mit Kaffeesatz und Rose
Hausmittel wie ausgestreuter Kaffeesatz wirken gegen Schnecken, aber oft nur kurzfristig. © Martin Bäuml Fotodesign/Imago
Mann gießt Hochbeet.
Gießen Sie lieber frühmorgens, damit die Nahrungssuche für die nachtaktiven Schnecken auf trockenem Boden beschwerlicher wird. © imagebroker/Imago
Laufenten auf einer Wiese
Laufenten haben Schnecken zum Fressen gern. Wer ihnen keine Unterkunft bieten kann, kann sie tageweise mieten. © Panthermedia/Imago
Frisch gerodeter Knoblauch
Ob als Beetumrandung gepflanzt oder als Sud zum Aufsprühen – Knoblauch gehört zu den Pflanzen, die Schnecken abschrecken.  © Panthermedia/Imago
Schneckenzaun um Gemüsebeet
Mechanische Barriere: Ein Schneckenzaun ist nicht attraktiv, aber effektiv. © imagebroker/Imago
Nacktschnecke wird mit Salatblatt von Tagetes abgesammelt
Das Absammeln ist eine sehr wirksame Methode: Locken Sie die Tiere mit Holzlatten, Dachziegeln, umgedrehten Blumentöpfen oder Orangenschalen, unter denen Sie sie spät abends aufklauben. © Panthermedia/Imago
  • Schnecken lassen sich von dem trockenen Gesteinsmehl abschrecken. Es wirkt für die Weichtiere wie eine Barriere, da sie trockene Untergründe meiden, der bei den Tieren zu einem Feuchtigkeitsverlust führt.
  • Schütten Sie es als eine Art Schutzwall um die gewünschten Pflanzen. Er sollte mindestens 20 Zentimeter breit sein.
  • Ebenfalls effektiv kann es sein, das Pulver direkt auf den gefährdeten Pflanzen zu verteilen. Dies soll laut Schneckenhilfe verhindern, dass sich die Tiere ungehindert auf den Pflanzen bewegen.
  • Denken Sie daran, diesen Vorgang nach Regen zu wiederholen, wie kraut&rüben betont.

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Der Boden profitiert von dieser Behandlung und es sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Ebenfalls wirkt sich das Gesteinsmehl positiv auf den pH-Wert aus. Achten Sie darauf, das Pulver nicht einzuatmen. Das Gesteinsmehl finden Sie in Baumärkten oder Gartencentern. Doch besonders größere Schnecken lassen sich unter Umständen auch von dem Gesteinsmehl nicht beeindrucken und kriechen einfach darüber hinweg.

Alternative Bekämpfungsmittel

Auch das Pflanzen von bestimmten Kräutern am Rande des Beetes kann Schnecken fernhalten. Etwas aufwändiger ist das Aufstellen von Lebendfallen oder der Einsatz von Laufenten. Letztere Tiere sehen nicht nur putzig aus, sie vertilgen pro Tag bis zu 30 Schnecken. Bierfallen bereiten Schnecken nicht nur einen qualvollen Tod, sie locken zudem nur noch mehr Schnecken ins Beet.

Rubriklistenbild: © Blickwinkel/Imago

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