Radieschen, Tomaten und Co.

Auch ohne Garten möglich: Fünf Gemüsesorten, die sich wunderbar zu Hause anbauen lassen

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Auch in einer Wohnung ohne Balkon können Gemüsesorten angebaut werden. Einige davon hatten wohl die wenigsten auf dem Schirm.

Den Wunsch nach eigenem angebauten Gemüse haben viele Menschen. Die wenigsten jedoch können sich ein Gewächshaus oder eine andere Fläche, wie beispielsweise ein Hochbeet leisten, auf der Gemüse wachsen kann. Der heimische Balkon eignet sich jedoch auch gut für den Anbau. Doch selbst wenn es diesen nicht gibt, ist das kein Problem. Denn auch in der Wohnung können zahlreiche leckere und gesunde Gemüsesorten angebaut werden, von denen man es im Moment möglicherweise gar nicht vermutet hätte. Kleiner Tipp: Sollte das Licht in Ihrer Wohnung für die Gemüsesorten nicht ausreichen, empfiehlt es sich, eine LED-Pflanzenleuchte zu besorgen.

1. Salat

Da sie mit vergleichsweise wenig Licht auskommen und schnell wachsen, sind Salate sowie Blattgemüse ideal geeignet für passionierte Indoor-Gärtner. Dafür können Sie beispielsweise den Wurzelballen eines im Supermarkt gekauften Kopfsalats zusammen mit einigen Blättern in die torffreie Pflanzenerde, die sich in einem Pflanzengefäß mit Loch an der Unterseite befindet, pflanzen. Und das Beste: „Der Salatkopf wächst so immer wieder nach, bis er schließlich durch das Erblühen sein nahendes Ende anzeigt“, erklärt Indoor-Gärtnerin Carolin Engwert gegenüber Bauhaus.info. Nachdem Sie den Salat eingepflanzt haben, muss er regelmäßig mit einer Sprühflasche gegossen werden und mit einem transparenten Deckel, den Sie allerdings einmal täglich lüften müssen, abgedeckt werden. Von der Aussaat bis zur ersten Ernte vergehen etwa drei Wochen.

Auch auf dem heimischen Fensterbrett lassen sich einige Gemüsesorten – wie hier Tomaten – wunderbar anbauen.

2. Tomaten

Auch auf Tomaten, die im Beet nicht neben jede Pflanze gesetzt werden dürfen, muss der Gemüsefan ohne Balkon nicht verzichten. Bedenken Sie: je kleinwüchsiger die Tomatensorten, desto geringer der Pflegeaufwand. Zu empfehlen sind dabei Cherry- oder Cocktailtomaten, erklärt Selbstversorger.de. Der Topf – je nach Größe der Tomaten zwischen drei und 20 Liter Fassungsvermögen – sollte an einem hellen und sonnigen Platz stehen, idealerweise bei südlicher Ausrichtung. Dort sollte es zwischen 18 und 20 Grad Celsius haben. Nach dem Pikieren werden die Pflanzen in einen Topf mit Abflussloch umgepflanzt. In der Regel muss die Erde – nicht aber die Blätter – rund um die Pflanze täglich mit kalkfreiem und lauwarmen Wasser gegossen werden. Auch der Einsatz von Flüssigdünger ist regelmäßig erforderlich. Nach einigen Wochen sind die meisten Tomatensorten erntereif.

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3. Radieschen

Auch Radieschen dürfen auf dem Speiseplan vieler Menschen nicht fehlen. Zum Anbau in der Wohnung nehmen Sie mehrere kleine Töpfe – mindestens fünf Zentimeter Durchmesser – und füllen diese mit reifem Kompost. In jeden Topf geben Sie nun drei Samen und bedecken diese mit zirka einem Zentimeter Erde, empfiehlt Krautundrueben.de. Anschließend stellen Sie die Töpfe an einen eher kühleren Ort – 16 bis 18 Grad Celsius – an dem sie aber dennoch drei bis vier Stunden Licht pro Tag bekommen. Ohne Dünger, allerdings mit regelmäßigem Gießen ernten Sie die Radieschen nach fünf bis sechs Wochen.

4. Gurken

Das nahrhafte grüne Gemüse erfreut sich großer Beliebtheit bei Jung und Alt. Dafür müssen Sie einen großen Topf mit kleinen Steinen (als Drainage) Kompost und Topferde befüllen. Pflanzen Sie anschließend vier bis fünf Hybridsamen (benötigen keine Bestäubung) zwölf Millimeter tief in die Erde und lassen Sie zwischen den Samen ausreichend Platz. Daraufhin die Erde gründlich gießen. Stellen Sie den Topf an einen geeigneten Platz, sechs Stunden Sonne am Tag sind ideal. Nachdem die Pflanzen rund 80 Millimeter hoch sind, entfernen Sie alle bis auf die beiden am stärksten wirkenden. Wenn die Pflanzen 25 Zentimeter hoch gewachsen sind, entfernen Sie erneut die schwächere, damit die übrig gebliebene genügend Platz bekommt. Wichtig: Gießen Sie Ihre Pflanze häufig, damit die Erde feucht bleibt.

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Eine Frau erntet die ersten reifen Radieschen
Radieschen haben den Vorteil, dass sie wenige Wochen nach der Saat schon erntereif sind.  © Countrypixel/Imago
Mann rodet Kartoffeln in seinem Garten
Natürlich Kartoffeln: Je nach Sorte liefern sie von Frühjahr bis in den Herbst Nährstoffe. Leicht anzubauen. © Martin Wagner/Imago
Ein Mann hält ein frisch geerntetes Bund Möhren in der Hand
Haupternte der Möhre ist von Juni bis in den November, außerdem lässt sie sich lange lagern. Was will man mehr? © fStop Images/Imago
Topinamburknollen liegen in und um ein Säckchen mit einem Messer
Der mehrjährige Topinambur wuchert wie Unkraut, sättigt gut und hat im Winter von Oktober bis März Saison. © Westend61/Imago
Ein großer grüner Moschuskürbis im Garten
Der Moschuskürbis ist bis zu einem Jahr lagerbar. Je nach Sorte haben Kürbisse von August bis zum Frost Saison.  © imago stock&people
Ein Mann hängt Zwiebelbündel in einem Schuppen auf
Sähzwiebeln gelten als länger lagerbar als Steckzwiebeln. Von Juni bis September ist die Haupternte. © Cavan Images/Imago
Nahaufnahme eines Weißkohl-Kopfes
Ein Tausendsassa unter den Gemüsesorten: Weißkohl lässt sich lange lagern und konservieren.  © CHROMORANGE/Imago
Ein einzelner Apfel hängt an Zweig
Wer beim Anbau auf lagerfähige Apfelsorten wie Topaz oder Ontario achtet, ist über viele Monate hinweg mit Vitaminen versorgt.  © ZUMA Wire/Imago
Ein Säulenobst-Birnbaum an einer Hauswand
Birnen können auch mit wenig Platz von Juli bis in den Winter einen hohen Ertrag bringen. Wintersorten lassen sich gut lagern. © Nature Picture Library/Imago
Eine Frau pflückt Himbeeren
Beeren wie Himbeeren, Erd- oder Brombeeren haben zwar nicht so lange Saison, sind aber perfekt zum Einmachen. © Cavan Images/Imago

5. Bohnen und Erbsen

Auch Bohnen können Sie ganz einfach in der Wohnung anbauen. Dafür benötigen Sie vor allem Sonne. Angebaut wird das Gemüse in einem großen Blumenkasten. Setzen Sie dabei Bohnen und Erbsen in die Erde ein und gießen diese regelmäßig. Danach gilt es, einen geeigneten Platz zu finden. Bis zu acht Stunden Sonnenlicht am Tag benötigen die Pflanzen. Tipp: Als Rankhilfe können zum Beispiel Holzstäbe in der Erde wunderbar eingesetzt werden.

Rubriklistenbild: © Zoonar/IMAGO

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