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Ihr Salbei sieht nach dem Winter kahl und verholzt aus? Mit dem richtigen Frühjahrsschnitt verwandeln Sie den Strauch zurück in eine üppige Kräuterpflanze.
Wer seinen Salbei im Garten oder im Kübel gut überwintert hat, hat schon mal viel geschafft. Im Frühjahr steht, ebenso wie im Sommer nach der Blüte, der Rückschnitt vor allem für ältere Sträucher als wichtige Pflegemaßnahme an. Von Ende Februar bis Mitte April, in einer Phase ohne starke Fröste, ist der Zeitpunkt günstig. Dabei sollte man aber ein paar Dinge beachten, damit die Ernte nicht ausbleibt. Folgende Fehler sollte man vermeiden:
Fehler Nr. 1: Jede Salbei-Sorte kurz schneiden
Es gibt rund 900 Salbei-Arten und der richtige Rückschnitt ist von der Sorte abhängig. Verholzende Arten wie den hier beschriebenen sehr häufigen Echten Salbei (Salvia officinalis) oder auch Gartensalbei darf man im Spätwinter oder Frühjahr kräftig zurückschneiden. Dies gilt auch für seine buntlaubigen Unterarten. Manche langlebigen krautigen Ziersalbei-Stauden wie der Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) bilden keine verholzten Zweige und werden zweimal im Jahr bis auf ein paar Blätter kräftig gestutzt: sowohl im Frühjahr als auch nach der Blüte. Den nur zweijährigen Muskelkater-Salbei (Salvia sclarea) oder den einjährigen Schopfsalbei (Salvia viridis) beispielsweise muss man nicht zurückschneiden.
Fehler Nr. 2: Echten Salbei gar nicht schneiden
Sie schneiden Ihren Echten Salbei nie zurück? Das ist eher ungünstig. Beim Echten Salbei handelt es sich um ein mehrjähriges Halbgehölz, das wie auch Rosmarin oder Lavendel schnell verholzt. Daher ist der jährliche kräftige Rückschnitt im Frühjahr nötig, damit die Pflanze im Wuchs kompakt bleibt und nicht vergreist. Das heißt, der innere Teil des Strauchs wird kahl und an den Zweigenden bilden sich zunehmend kümmerliche Blätter.
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Fehler Nr. 3: Die falsche Technik
Ältere Pflanzen darf man stärker zurückschneiden als junge. Aber nur so weit, dass noch schlafende oder frische Triebknospen zu sehen sind. Knapp darüber, bis kurz vor das alte Holz, setzt man die Schere an, sodass nicht mehr viel von dem Strauch übrig bleibt – bis zu zwei Drittel dürfen Sie theoretisch kappen. Wer zu tief in das Holz schneidet, kann sich um die Ernte bringen, darum sollte man immer auf Austriebe achten. Denn die neuen Triebe wachsen am alten Holz. Wenig belaubte, kranke oder schwach wachsende Zweige können Sie ganz entfernen.
Häufige Fragen zum Salbei-Rückschnitt
Wann ist der beste Zeitpunkt, um Salbei zurückzuschneiden? Der ideale Zeitpunkt für den Rückschnitt von Echtem Salbei liegt zwischen Ende Februar und Mitte April. Wählen Sie eine Phase ohne starke Fröste, damit die frischen Schnittstellen nicht geschädigt werden. Ein zweiter, leichterer Schnitt kann nach der Blüte im Sommer erfolgen, um den kompakten Wuchs zu fördern.
Muss man jeden Salbei schneiden? Nein, nicht jede Salbei-Art benötigt einen Rückschnitt. Einjährige Arten wie der Schopfsalbei oder der nur zweijährige Muskatellersalbei müssen nicht geschnitten werden. Verholzende Arten wie der Echte Salbei und krautige Stauden wie der Steppensalbei profitieren dagegen deutlich von einem regelmäßigen Schnitt.
