VonAnne Hundschließen
Hobbygärtner, die Zucchini selbst ziehen wollen, sollten auf gekaufte Samen aus dem Handel zurückgreifen, wie Experten betonen.
Zucchini gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten im Garten. Hobbygärtner sollten allerdings ein paar wichtige Dinge beim Anbau beachten. Wenn man Zucchini im eigenen Garten pflanzen will, sollte man zudem auf gekaufte Samen aus dem Handel zurückgreifen, wie Experten betonen.
So gehören Zucchini zur Familie der Kürbisgewächse. „Diese enthalten, wie auch Kürbisse, Gurken oder Melonen im natürlichen Zustand den Giftstoff Cucurbitacin“, erklärt Bayern1.de. „Die Zucchini aus dem Supermarkt und auch gekauftes Saatgut ist vollkommen unbedenklich. Beides wurde so gezüchtet, dass der Giftstoff kaum noch enthalten ist“, heißt es dort zu den Hintergründen. Anders sei das jedoch bei selbst gewonnenen Samen. „Hier kann es sein, dass sich das Gift in den Früchten wieder bildet. Deshalb sollten Hobbygärtner, die Zucchini selbst ziehen wollen, sicherheitshalber auf gekaufte Samen zurückgreifen.“ Dann könne man sorglos das Gemüse aus dem eigenen Garten genießen.
Vorsicht bei bitter schmeckenden Zucchini
Beim Eigenanbau ist Vorsicht geboten, wie es auch in einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zum Thema heißt. „Durch Rückkreuzungen können Zucchini in seltenen Fällen zu viel Cucurbitacin ausbilden. Der natürliche Giftstoff kann zu Erbrechen und Durchfall führen“, schildert die Nachrichtenagentur. Dem Bundeszentrum für Ernährung in Bonn (BZfE) zufolge werde er selbst durch hohe Temperaturen im Garten nicht zerstört. Grundsätzlich gilt demzufolge auch: Wenn sie ungewöhnlich bitter schmecken oder komisch riechen, sollten Zucchini sofort entsorgt werden.
Zucchini nachziehen: „Nur mit gekauftem Saatgut“
„Bittere Zucchini sollten Sie keinesfalls mehr essen“, betont auch die Zeitschrift Oekotest. Beim Eigenanbau sollte man den Experten zufolge genauer hinschauen, „denn selbst gezüchtete Zucchini könnten giftig sein“. Man könne eigens angebaute Zucchini schon bei der Aussaat vor giftigen Cucurbitacinen schützen, so auch der Rat laut Oekotest.de: „Greifen Sie auf gekaufte Samen oder Setzlinge aus dem Handel zurück“, betonen die Experten demnach. Wenn man Samen dagegen aus den selbst angebauten Zucchinipflanzen sammele und aussäe, könne sich der Giftstoff wieder in den Früchten bilden. Um „ganz auf Nummer sicher zu gehen“, sollte man laut Oekotest beim Zucchini-Anbau außerdem folgende Tipps befolgen:
„Ganz auf Nummer sicher gehen“
- Zucchini nicht neben Zierkürbisse pflanzen: „Zierkürbisse sind, wie der Name schon sagt, nicht für den Verzehr geeignet. Sie enthalten den Bitterstoff Cucurbitacine in hoher Menge. Bei einer unmittelbaren Nähe im Gemüsebeet könnten sich die beiden Kürbisgewächse untereinander kreuzen. Die Zucchini könnten dann nicht mehr genießbar sein“, informiert Oekotest.de.
- Zucchini vor Hitze schützen: „Hohe Temperaturen setzen dem Gemüse zu und die Produktion des Giftstoffes nimmt zu. Ernten Sie Zucchini deshalb recht früh und lassen Sie das Gemüse nicht zu reif werden“, so zudem der wichtige Hinweis dem Beitrag zufolge.
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Übrigens, auch beim Tomaten-Anbau können allerlei Fehler passieren.
Rubriklistenbild: © David Munoz/Imago

