Wechselwirkung mit Statinen

Therapie der Schilddrüse: Nehmen Sie die Thyroxin-Tabletten unbedingt vor dem Cholesterin-Senker ein

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Patienten mit zu hohen Blutfetten und einer Schilddrüsenerkrankung sollten ihre Cholesterin-Senker nicht mit den Hormontabletten kombinieren.

Cholesterin ist so manchen Menschen wohl ein Begriff, wenn es um „zu hohe Cholesterinwerte“ geht, die der Hausarzt anhand der Blutwerte äußert. Dann kann es sinnvoll sein, den zu hohen Fett- beziehungsweise Lipidanteil in den Gefäßen mit einem Statin oder anderen cholesterinsenkenden Mittel zu behandeln. Patienten, die jedoch zusätzlich aufgrund einer Schilddrüsenunterfunktion oder von Hashimoto mit Thyroxin medikamentös eingestellt sind, sollten sich mit ihrem behandelnden Arzt besprechen. Es kann bei gleichzeitiger Einnahme zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen.

Schilddrüse richtig behandeln: Thyroxin mindestens vier Stunden vor Cholesterin-Senker einnehmen

Cholesterinsenkende Mittel sollten erst mindestens vier Stunden nach dem Schilddrüsenhormonen Thyroxin eingenommen werden. (Symbolbild)

Zu viel schädliches LDL-Cholesterin führt zu ernsthaften Gefäßverkalkungen, die Arteriosklerose, und damit zu einem erhöhten Risiko für Durchblutungsstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall, so die Deutsche Herzstiftung. Da ist es wichtig, Betroffene über die Möglichkeit der Einnahme eines cholesterinsenkenden Präparats aufzuklären.

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Schilddrüse: Zehn jodhaltige Lebensmittel unterstützen das Organ

Milch in einem Glas
Um die Gesundheit der Schilddrüse zu stärken, braucht der Körper ausreichend Jod. Dieses steckt unter anderem in Milchprodukten. Vollmilch enthält beispielsweise 6 µg / 100 g Jod.  © Westend61/IMAGO
Hartkäse
Käse zählt ebenfalls zu den jodhaltigen Lebensmitteln. Hartkäse hat zum Beispiel einen Jodgehalt von 20-40 µg / 100 g.  © Bernd Jürgens/IMAGO
Eier in einer Schale
Eier enthalten 10 µg / 100 g Jod. Neben Jodsalz können sie deshalb als zusätzliche Jodquelle dienen.  © CHROMORANGE/IMAGO
Spinat in einer weißen Schüssel
Spinat ist nicht nur ein kalorienarmes Gemüse, das den Körper mit den Mineralstoffen Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen versorgt: Das grüne Blattgemüse enthält mit 12 µg / 100 g auch reichlich Jod, um die Schilddrüse vor Krankheiten zu schützen.  © Vitalina-Rybakova/IMAGO
Brokkoli in einer Schüssel
Brokkoli enthält 15 µg / 100 g Jod. Um Ihre Schilddrüse vor Erkrankungen zu schützen, empfiehlt es sich deshalb, das grüne Gemüse regelmäßig zu verzehren. ©  Alex9500/IMAGO
Erdnüsse in der Schale
Nüsse sind wichtige Jodlieferanten, die regelmäßig verzehrt werden sollten, um die Schilddrüse gesund zu halten. Erdnüsse haben beispielsweise einen Jodgehalt von 13 µg / 100 g. Es eignen sich aber auch Cashewkerne (10 µg / 100 g) oder Walnüsse (3 µg / 100 g). © I. Rozenbaum & F. Cirou/IMAGO
Seelachs auf einem Teller garniert mit zwei Zitronenscheiben
Seelachs zählt ebenfalls zu den jodhaltigen Lebensmittel. Er enthält 200 µg / 100 g Jod, was der täglich empfohlenen Jodaufnahme entspricht. Wenn Sie regelmäßig Seefisch essen, tun Sie Ihrer Schilddrüse damit etwas Gutes. © blickwinkel/IMAGO
Zwei Kabeljau-Filets in einer Pfanne
Um Erkrankungen der Schilddrüse vorzubeugen, sollte mindestens einmal pro Woche Seefisch auf dem Speiseplan stehen. Neben Seelachs und Schellfisch eignet sich hier zum Beispiel auch Kabeljau, da er ausreichend Jod enthält.  © CSH/IMAGO
Garnelen am Spieß
Auch Garnelen zählen zu den Lebensmitteln, die reichlich Jod enthalten. Sie gehören zu den tierischen Lebensmitteln, die als zuverlässige Jodlieferanten gelten, um die Schilddrüse fit zu halten. © Karel Noppé/IMAGO
Essbare Algen in einer Schüssel
Essbare Algen sind vor allem aus der asiatischen Küche bekannt. Aufgrund ihres hohen Jodgehalts können sie sogar gesundheitsschädlich sein. Menschen, die unter einer Schilddrüsen-Erkrankung leiden, sollten deshalb beispielsweise keine auf Algen basierende Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen. © Jiri Hera/IMAGO

Nehmen diese Patienten aufgrund einer Schilddrüsenstörung bereits Thyroxin-Tabletten ein, gilt es, den Behandlungsplan der Hormone gegebenenfalls darauf abzustimmen. Mittel zur Senkung der Blutfette – beispielsweise Colestyramin oder Colestipol – sollten erst vier bis fünf Stunden nach der Einnahme von Thyroxin folgen. Cholesterinsenkende Arzneimittel hemmen sonst die Aufnahme von Thyroxin aus dem Darm und vermindern damit dessen Wirksamkeit beziehungsweise, erhöhen den Bedarf an Schilddrüsenhormonen. Auch eine hormonelle Schwangerschaftsverhütung wie die Pille und Lebensmittel wie Kaffee und Mineralwasser beeinflussen die Thyroxin-Aufnahme.

Schilddrüse richtig behandeln: Thyroxin reagiert auch auf Statine?

Es besteht der Verdacht, dass die fettsenkenden Arzneimittel Statine wie Simvastatin und Lovastatin den Bedarf an Schilddrüsenhormonen bei Patienten unter L-Thyroxin-Behandlung erhöhen können. Es ist noch nicht bestätigt, ob dies bei allen Statinen der Fall ist. So kann bei gleichzeitiger Anwendung von L-Thyroxin und Statinen eine engmaschige Kontrolle der Schilddrüsenwerte und eine entsprechende Anpassung der L-Thyroxin-Dosis durch den behandelnden Arzt sinnvoll sein, laut Gebrauchsanweisung. Bei Unsicherheit oder Fragen sollten sich Patienten immer an ihren Arzt oder Apotheker wenden.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Giorgio Fochesato/Imago

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