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Funktioniert Schilddrüse richtig? Bestimmte Symptome verraten es

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Ist die Schilddrüse krank, gerät der gesamte Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht. Ob Ihr Organ richtig funktioniert, finden Sie mit ein paar Fragen heraus.

Die Schilddrüse ist ein lebenswichtiges Organ im menschlichen Körper. Sie produziert zahlreiche Hormone, die viele Funktionen beeinflussen. Eine entscheidende Rolle spielt sie deshalb auch im Stoffwechsel. Funktioniert sie nicht richtig, dann kann sich das auf den gesamten Körper auswirken. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion produziert das Organ zu wenig Hormone, was sich durch körperliche und psychische Beschwerden bemerkbar macht. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion stellt sie hingegen einen Überschuss an Hormonen her, was den Stoffwechsel wiederum auf Hochtouren laufen lässt. Ob Ihre Schilddrüse richtig funktioniert, können Sie mit einem ersten Symptom-Check überprüfen.

Schilddrüse: Funktioniert Ihr Organ richtig? – Machen Sie den Symptom-Check

Um den Verdacht auf eine sichere Diagnose stellen zu lassen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Ein Symptom-Check kann allerdings erste Hinweise auf eine mögliche Schilddrüsenerkrankung geben.

Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) leiden Betroffene unter verschiedenen Symptomen, wie etwa Müdigkeit, Konzentrationsproblemen, ungeklärter Gewichtszunahme und niedrigem Blutdruck. Eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyrose) zeigt sich beispielsweise durch einen vergrößerten Kropf – dabei handelt es sich um eine Schwellung im Hals durch eine vergrößerte Schilddrüse –, Nervosität und innerer Unruhe, Schweißausbrüche oder Gewichtsabnahme. Um herauszufinden, ob Sie an einer Schilddrüsenerkrankung leiden, können Sie den Symptom-Check von Hexal durchführen. Auch wenn nur ein Arzt eine sichere Diagnose stellen kann, können folgende Fragen erste Hinweise liefern, ob bei Ihnen eine Überfunktion oder Unterfunktion vorliegen könnte:

  • 1. Hat Ihr Halsumfang deutlich zugenommen? (Betroffene merken dies an enger gewordenen Hemd- oder Blusenkragen)
  • 2. Haben Sie ein Fremdkörpergefühl im Hals, das Ihnen vor allem beim Schlucken auffällt?
  • 3. Haben Sie manchmal Herzrasen oder einen schnellen Pulsschlag?
  • 4. Verspüren Sie einen verstärkten Appetit, oder ist Ihr Appetit zurückgegangen?
  • 5. Haben Sie in letzter Zeit, ohne Ihre Essgewohnheiten zu ändern, zugenommen oder an Gewicht verloren?
  • 6. Neigen Sie zu Verstopfung?
  • 7. Haben Sie häufig grundlos Durchfall oder sehr weichen Stuhlgang?
  • 8. Fallen Ihnen vermehrt die Haare aus?
  • 9. Haben Sie trockene Haut, brüchige Fingernägel und glanzloses, sprödes Haar?
  • 10. Fühlen Sie sich oft müde, antriebslos oder depressiv?
  • 11. Schmerzen Ihnen öfter die Muskeln oder fühlen Sie sich schwach? 
  • 12. Sind Sie nervös, leicht reizbar oder innerlich sehr unruhig?
  • 13. Leiden Sie an Schlafproblemen?
  • 14. Schwitzen oder frieren Sie im Vergleich zu früher leicht?
  • 15. Hat Ihr sexuelles Interesse nachgelassen oder leiden Sie, wenn Sie eine Frau sind, unter Zyklusstörungen?
  • 16. Klingt Ihre Stimme rau und heiser?
  • 17. Zittern Ihre Hände verstärkt?
  • 18. Haben Sie einen Verwandten mit einer Erkrankung der Schilddrüse?

Um den Verdacht auf eine Schilddrüsenerkrankung äußern zu können, müssen nicht zwingend alle Fragen mit einem Ja beantwortet werden. Denn jeder Mensch ist unterschiedlich und so zeigt sich auch die Krankheit bei jedem anders. Leiden Sie unter Symptomen wie einer Vergrößerung der Schilddrüse, einem Knoten im Halsbereich oder unter Beschwerden, die sich nicht eindeutig einer anderen Erkrankung zuordnen lassen, dann lassen Sie Ihren Verdacht von einem Arzt abklären.

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Schilddrüse: So läuft die Untersuchung beim Arzt ab

In der Regel fragt ein Hausarzt bei der Anamnese nach Vorerkrankungen und Schilddrüsenerkrankungen in der Familie. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann beispielsweise durch die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis ausgelöst werden. Diese Störung kommt familiär gehäuft vor, weshalb laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) vermutet wird, dass die Veranlagung vererbt wird. Schließlich wird der Mediziner dann die typischen Symptome einer Schilddrüsenerkrankung abfragen, zum Beispiel Müdigkeit, Frieren, Schwitzen, Gewichtszunahme, Unruhe, trockene Haut oder Schlafstörungen.

Auch das Abtasten der Schilddrüse nach Vergrößerungen und Unregelmäßigkeiten gehört zur Untersuchung. Bei Bedarf wird auch eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Außerdem wird Blut abgenommen, um den TSH-Wert zu bestimmen. Dieser liegt bei Erwachsenen normalerweise im Serum etwa zwischen 0,40 und 4,0 mU/l. Ist er verändert, dann kann dies entweder ein Zeichen für eine Überfunktion oder eine Unterfunktion sein.

Schilddrüsenunterfunktion: Elf Lebensmittel können bei Hashimoto helfen

Rote Paprika
Hashimoto-Patienten sollten vor allem auf entzündungshemmende Lebensmittel setzen. Paprika zählt zu den Gemüse- und Obstsorten, die Vitamin C (Ascorbinsäure) enthält. Auch Brokkoli, Rosenkohl, Grünkohl, Fenchel, Sanddorn, Hagebutte, Kiwi, schwarze Johannisbeeren und Zitrusfrüchte eignen sich gut. © Francis Joseph Dean/Dean Picture/Imago
Olivenöl wird aus einer Karaffe getropft.
Pflanzenöle wie Olivenöl, aber vor allem auch Weizenkeimöl und rotes Palmöl liefern Vitamin E und sind deshalb bei Hashimoto empfehlenswert. Es handelt sich zudem um Antioxidantien, die recht hitzebeständig sind.  © zidi/Panthermedia/IMAGO
Äpfel
Bei Hashimoto sind Gemüse- und Obstsorten in den Farben rot, blau oder violett besonders empfehlenswert. Dazu zählen Äpfel, Beeren, Granatäpfel, Kirschen und Pflaumen. Sie enthalten Polyphenole. Diese Antioxidantien kommen besonders in den Blättern von Pflanzen vor. Auch Oliven und Olivenöl, Soja, Getränke wie Grüntee, Kaffee, (dunkler) Kakao, Rotwein und viele Gewürze wie Oregano, Zimt enthalten sie. © Francis Joseph Dean/Dean Picture/IMAGO
Eine Kiste mit roten Tomaten
Neben Papaya, Grapefruit, Karotten, Feldsalat, Grünkohl und Wassermelonen liefern auch Tomaten Carotinoide wie Lycopin und Beta-Carotin. Sie zählen ebenfalls zu den Antioxidantien. Reife Tomaten enthalten viel Lycopin, Dosentomaten und Tomatenmark sogar noch wesentlich mehr. © Maksim Konstantinov/IMAGO
Ananas liegt auf Untergrund
Ananas enthält Bromelain, das nicht nur entzündungs-, sondern auch gerinnungshemmend ist.  © YAY Images/IMAGO
Löffel mit Kurkuma.
Kurkuma (Gelbwurz) und Currypulver liefern Curcumin. Es hilft nicht nur bei Hashimoto, sondern insbesondere auch bei Arthrose, da es schmerzlindernd ist. Es soll zudem auch Krebs hemmen.  © Hans-Joachim Schneider/IMAGO
Chillischoten
Chili- und Paprikaschoten enthalten Capsaicin. Dabei handelt es sich um ein in verschiedenen Paprikasorten natürlich vorkommendes Alkaloid, das schmerzlindernd und durchblutungsfördernd wirkt. © Georg Schierling/IMAGO
Eine Hand hält einen Bund Hagebutten.
Hagebutte, die ganze Frucht als Pulver – nicht im Hagebuttentee, liefert Galaktolipide. Sie haben eine entzündungshemmende Wirkung. Allerdings sind sie fettlöslich und zerfallen bei Erhitzen über 40 Grad. Als Marmelade haben die Hagebutten deshalb weniger heilende Eigenschaften. © F. Hecker/Imago
Frau füllt eine Tüte mit Walnüssen.
Walnüsse enthalten neben Leinsamen, Leinöl, Chia-Öl, Walnussöl, Rapsöl sowie verschiedenen Fischarten (z.B. Lachs, Hering, Makrele, Sardelle) Omega-3-Fettsäuren. Diese wirken entzündungshemmend und sind deshalb gerade für Hashimoto-Patienten essenziell. Zudem können sie bei bei regelmäßiger Einnahme nachweislich das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren.  © David Munoz/IMAGO
Ein Bauer zeigt auf einem Markt einem Kunden Knoblauch in seiner Hand.
Knoblauch und Zwiebeln enthalten Sulfide und wirken antibaktierell und gefäßschützend. © Liang Sen/IMAGO
Mandeln
Mandeln wirken ebenfalls entzündungshemmend und liefern neben anderen Lebensmitteln Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Zink, Eisen, Selen. Diese erhalten Sie auch über dunkles Kakaopulver, Sojaprodukte, Hülsenfrüchte, Sesam, Vollkorngetreide, Kürbiskerne, Spinat, Beerenobst, Geflügel, Lachs, Leber und dunkelgrünes Blattgemüse. © IMAGO/Alex Salcedo

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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