VonNina Wetteschließen
Im Garten ist er vor allem auf Rosen und anderen großen Blüten zu finden: der Rosenkäfer. Ist das Insekt für Pflanzen nützlich oder schädlich?
Hamm - Er ist goldgrün glänzend und schimmert im Tageslicht: der Rosenkäfer. Der schillernde Käfer krabbelt in der Regel von April bis Oktober durch die Gärten und ist meist auf Blüten und Bäumen anzutreffen. Ist der Rosenkäfer für Hobbygärtner Fluch oder Segen?
Schillernder Gast im Garten: Ist der Rosenkäfer gefährlich?
Die Flügeldecke des Käfers trägt Muster mit weißen Flecken, erklärt der Naturschutzbund (Nabu). In Kombination mit seiner grün-goldenen Farbe macht das den Käfer leicht erkennbar. Außerdem ist die Anatomie des Insekts im Vergleich zu seinen Artgenossen unüblich: Die Deckflüge des Rosenkäfers sind miteinander verwachsen, sodass der Käfer sie zum Fliegen nicht hochheben kann. Stattdessen kann er seine Flügel seitlich ausklappen, schildert der Nabu.
Wer den Rosenkäfer im eigenen Garten entdeckt, muss sich aber keine Sorgen um seine Pflanzen machen. Der Käfer gilt als ungefährlich und ist laut tierenzyklopaedie.de auch für den Menschen harmlos. Er sitzt lediglich auf Blüten und Bäumen und ernährt sich von Blütenstaub, Nektar und Baumsäften, erklärt der Nabu weiter. Die Larven des Insekts können für Hobbygärtner sogar nützlich sein.
Nützliche Eigenschaften
Die Larven des Rosenkäfers, auch Engerlinge genannt, sind nicht schädlich. Im Gegensatz zu anderen Larven, beispielsweise von Maikäfern, fressen sie nicht an Pflanzenwurzeln, sondern leben von den Bestandteilen des Bodens. Auf dem Kompost sind die Rosenkäfer-Larven sogar wertvoll, da sie Holzbestandteile verdauen können, so der Nabu. Da die schillernden Käfer unter Schutz stehen, empfiehlt der Naturschutzbund, die Larven vor Ort zu belassen und keinesfalls zu beseitigen.
Im eigenen Garten trifft man neben Käfern ein Insekt immer häufiger an. Die Asiatische Hornisse breitet sich in Deutschland aus. Doch wie sollte man sich dann am besten verhalten, wenn man die Hornisse entdeckt?
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