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Wie Sie sich richtig verhalten, wenn Sie eine Asiatische Hornisse sehen

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Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie auf eine Asiatische Hornisse treffen, wird stets größer. Wie sollten Sie sich verhalten, wenn Sie eine sehen?

Hamm - Die Asiatische Hornisse ist in Deutschland angekommen. Daran besteht kein Zweifel mehr. In vielen Städten wurden bereits Nester entdeckt, beispielsweise in Dortmund. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass man früher oder später auf das Insekt mit den gelben Füßen stößt. Doch wie sollte man sich dann am besten verhalten?

Asiatische Hornisse: So verhalten Sie sich richtig, wenn Sie eine sehen

So eindeutig die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) durch ihre prägnante Farbe auch von der einheimischen Europäischen Hornisse zu unterscheiden ist – bei den grundsätzlichen Verhaltensregeln für uns Menschen gibt es keine großen Unterschiede. Sollten Sie der Asiatischen Hornisse begegnen, sollten Sie folgendes im Hinterkopf haben:

  • Bleiben Sie ruhig.
  • Pusten Sie das Insekt nicht an.
  • Machen Sie keine hektischen Bewegungen.
  • Halten Sie Abstand zu einem Nest der Hornisse, bringen Sie es nicht zum Erschüttern.

Asiatische Hornissen sind wie auch Europäische Hornissen friedfertige Tiere, die sich lediglich zur Wehr setzen, wenn sie sich angegriffen fühlen. Wenn Sie den Insekten keinen Grund geben, hektisch zu werden, werden sie Sie in der Regel kaum beachten und weiter ihrer Wege fliegen.

Was ist zu tun, wenn Sie eine Asiatische Hornisse in der Wohnung haben?

Sollte sich eine Asiatische Hornisse mal in Ihre Wohnungen verirren, geben viele Imkervereine in Deutschland den Tipp, für Zugluft zu sorgen. Statt das Insekt aktiv zu vertreiben, kann es so selbst den Weg in die Außenwelt finden. Sollte es bereits dunkel sein, schalten Sie alle Lichtquellen aus. Hornissen werden von Licht angezogen. Brennt kein Licht in der Wohnung, ist es dort direkt uninteressanter für das Tier.

Und: Finger weg von Wespen- und Hornissenfallen, die immer wieder mal angeboten werden. „Jegliche Art von Fallen ist ein Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz“, erklärt Imker Christian Monier auf Nachfrage von wa.de. „Dies gilt auch für sogenannte selektive Fallen, die im Handel erhältlich sind. Das Problem ist immer der Beifang, der bei einfachen Fallen bis zu 99% ausmacht und sich auch bei sogenannten selektiven Fallen nicht vollständig vermeiden lässt“, informiert der Beauftragte für die Asiatische Hornisse im Landesverband Westfälischer und Lippischer Imker e. V. weiter.

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Asiatische Hornisse
„Im Gegensatz zu unserer heimischen Hornisse sind sie in der Lage, wie ein Hubschrauber in der Luft stehen zu bleiben“, sagt Expertin Loeper. Auffällig sei auch, dass sie rückwärts fliegen könnten.  © Axel Heimken/ dpa
Frühlingshafte Temperaturen in Südbrandenburg
Ölkäfer sollte man besser nicht anfassen, sondern lieber aus etwas Entfernung beobachten, sagt Lilith Stelzner, Naturschutzreferentin beim Landesverband des BUND. Denn das Gift der Käfer sei schon in einer geringen Konzentration tödlich.  © Frank Hammerschmidt/ dpa
Tigermücke
Die Asiatische Tigermücke ist aggressiver als heimische Mücken und kann exotische Krankheiten übertragen. © Uwe Anspach/ dpa
Schnake auf Fensterscheibe
Die Schnake zählt zu den typischen Stechmücken. Übrigens hat es nichts mit besonders süßem Blut zu tun, ob sie dich stechen oder deine Freund:in. Viel eher liegt es nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen an deiner Hautflora (also körpereigenen Pilzen und Bakterien).  © Julian Stratenschulte/ dpa
Zeckensaison in Oregon
Wenn du durchs Gras rund um den Badesee läufst, könnte dich eine Zecke stechen. Bei steigenden Temperaturen und feuchtem Wetter werden die blutsaugenden Parasiten laut Niedersächsischem Landesgesundheitsamt (NLGA) aktiver.  © Robin Loznak/ dpa
Wespe am Fenster
Wespen können beliebig oft stechen, Bienen nur einmal in ihrem Leben (sie sterben, wenn der Stachel abbricht). Beide tun das eigentlich nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Trotzdem kann ein Stich lebensgefährlich sein: Im Mund- und Rachen­bereich kann er die Atmung behindern. Bei Allergiker:innen kann der Kreislauf zusammenbrechen.  © Arne Dedert/ dpa
Badespaß im Stadtpark
Eine unsichichtbare Gefahr sind Zekarien: Die winzigen Larven von Saugwürmern können sich am Ufer von Seen sammeln. Sie können Hautentzündungen verursachen, etwa gerötete Flecken, Juckreiz oder Quaddeln.  © Axel Heimken/ dpa

Sollte man in der Nähe der heimischen vier Wände auf ein Nest der Asiatischen Hornisse stoßen, sollte man es auf keinen Fall selbstständig entfernen, sondern stattdessen den Fachmann rufen. Vor allem aber achtsam sein: „Das Gründungsnest wird oft an geschützten Orten gebaut“, klärt Christian Monier auf. „Das findet häufig in der Nähe zum Menschen statt. Ein Schrank auf der Terrasse, in Büschen und Hecken, auf Dachböden. Hier kommt es dann auch schon mal zu Stichen, denn die eigentlich friedfertigen Hornissen verteidigen lediglich ihre Nester gegen Störungen, dies jedoch sehr intensiv.“

Übrigens: Auch vom Nest einer Wespe sollten Sie die Finger lassen. Ansonsten drohen nicht nur schmerzhafte Stiche, sondern auch hohe Bußgelder.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Pond5 Images

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